| Magic-Antiquariat |
16.02.2008 |
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Wenn der Sohn (oder, statistisch meines Wissens wahrscheinlicher) die Tochter das erste Mal von der Polizei nach Hause gebracht wird; wenn im Kinderzimmer gelegentlich ein verdächtiger Geruch nach Gras in der Luft liegt; wenn der Nachwuchs vielleicht sogar droht, durch Sorglosigkeit und Fahrlässigkeit bereits selbst Nachwuchs zu bekommen - nun, dann weiß man, dass die eigenen Kinder keine Kinder mehr sind, sondern an der Schwelle zum erwachsen Werden stehen. Vor weniger als 50 Jahren hätte man diese Schwelle ungefähr bei einem Lebensalter von 16 Jahren angesetzt. Heutzutage muss man sich fragen, ob Vierzehnjährige sie nicht vielleicht bereits überschritten haben.
Magic ist letzten Sommer vierzehn Jahre alt geworden. Man kann durchaus behaupten, dass es in diesem Zeitraum auf verschiedenerlei Art erwachsen geworden ist. Man kann außerdem behaupten, dass es im Sterben liege (MAGIC IST TOT! MAGIC IST TOT! MAGIC IST TOOOOOT!!!), und das wird zur Zeit auch wieder recht häufig gemacht, ebenso wie seit mindestens 13 Jahren. Damals hat Magic das Fallen-Empires-Desaster überlebt - meiner Ansicht nach seit seinem Erscheinen der einzige WIRKLICHE Grund zur Sorge bezüglich seines Fortbestehens - und seitdem ist es so kräftig gediehen, dass abgesehen von einem Dritten Weltkrieg wohl nichts mehr verhindern kann, dass es seinen dreißigsten Geburtstag erlebt, auch wenn es sich bis dahin möglicherweise grundlegend wandelt.
Wer von Euch weiß eigentlich, was dieses Fallen-Empires-Desaster war? Bitte die Hände heben? Ich sehe keine Hände! ...ach so, kann ich ja auch nicht. Trotzdem würde ich wetten, dass die meisten von Euch keine Ahnung haben, wovon ich da überhaupt rede! Wisst Ihr überhaupt, was "Fallen Empires" überhaupt ist? Mhmja, eine Magic-Edition. Genau, die mit Hymn to Tourach und Goblin Grenade. Und Rainbow Vale. Ja, genau. R-A-I-N-B-O-W V-A-L-E. Nein, das kennt Ihr wohl nicht. Zugegeben, das müsst Ihr auch nicht unbedingt kennen. Aber vielleicht wollt Ihr ja?
Wie den meisten von Euch gewiss bekannt ist, schreibe ich eine regelmäßige Kolumne für JENE ANDERE MAGIC-SEITE (TM). Darin befasse ich mich, unterdessen bereits seit einigen Monaten, mit Magic-Geschichte - mit der Entwicklung von Turnierdecks, sowie mit meinen persönlichen Erinnerungen. In den Diskussionen zu diesen Artikeln ist mir (neben vielen, vielen anderen Dingen) zweierlei aufgefallen:
Einmal besteht eine beträchtliche Neugierde bei vielen Lesern, wie es denn früher so war bei Magic. Und zum anderen kennen die meisten die ganzen alten Sets nicht mehr, schon gar nicht die einzelnen Karten! Klar: Wenn man damals noch nicht Magic gespielt hat (oder, in gar nicht einmal so seltenen Fällen NOCH NICHT EINMAL GEBOREN war - mein Gott, bin ich alt!) - wo soll dieses Wissen denn herkommen? Vielleicht spielt man ja ein bisschen mit Gatherer oder der Kartenbibliothek von MTGO herum, oder man blättert in einem dieser schicken, teuren bebilderten Bücher, in denen alle bislang gedruckten... Wie bitte? Was ein Buch ist? Soll ich diese Frage ernst nehmen?
Noch einmal 14 Jahre, dann muss ich das vielleicht schon... seufz.
Worauf will ich eigentlich hinaus? (Schon klar - wenn ich das nicht mal weiß, wer sonst...) Also: Dieser Artikel hier stellt den Auftakt zu einer Reihe dar, in der ich auf Magicuniverse alte Magic-Editionen vorstelle. Abgesehen von den allerallersten paar hat der olle Pischner deren Erscheinen nämlich live erlebt (er spielt bereits seit dem Fallen-Empires-Desaster Magic), sowie sich generell sehr intensiv damit befasst und kann Euch daher Einiges darüber erzählen.
Zu jeder Edition gibt es ein paar knallharte Fakten, ein wenig Drumherumgelaber - was mir eben so dazu einfällt - , ein paar Anmerkungen, was an diesem Set meiner Meinung nach mehr und was weniger gelungen war, sowie die Vorstellung einiger Mechaniken und Karten, die wahrscheinlich nicht mehr jeder kennt. Dabei richte ich mich tendenziell eher ein wenig mehr an die Casual Player, die vielleicht Interesse daran haben, sich ein paar neue Anregungen von alten Karten geben zu lassen, sich aber in der Vielfalt der Magic-Historie mit deren Bergen von Karten nicht unbedingt zurechtfinden. Erwartet also weniger von mir, dass ich Euch erzähle, was man mit Mishra's Workshop so alles anstellen kann, und mehr, dass ich Euch darauf hinweise, wie cool Citanul Druid doch in einer Multiplayer-Runde sein kann. (Und Taurean Mauler spielt schließlich jeder, nicht wahr?)
Dabei bleibe ich allerdings im Grunde meines Herzens ein "Spike", also ein Spieler, der in erster Linie daran interessiert ist, mit erlaubten Mitten zu gewinnen, und bin eher kein "Johnny", der gezielt nach besonders eigenständigen Ideen sucht. Deswegen neige ich im Zweifelsfall eher dazu, solide, aber zweitklassige Karten, die in einer Casual-Umgebung ein Budget-Ersatz für Bekannteres sein könnten, vorzustellen, als überteuerte und komplizierte Rares, mit denen man mit viel Aufwand und Um-Die-Ecke-Denken ein Deck bauen kann, welches dann doch gegen einen Grizzly-Bears-Ansturm verliert. Auf Mechaniken, welche sich aus den speziellen Themen eines Sets ergeben, gehe ich aber natürlich ein.
Euch erwartet also Infotainment (oder heißt das Dokutainment?) zu alten Magic-Sets. Dabei gehe ich chronologisch vor, weil das meiner Meinung nach die einzige sinnvolle Herangehensweise ist, auch wenn das bedeutet, dass ich bei den ersten Teilen keine Informationen aus erster Hand bieten kann. Aber mal ehrlich - man muss doch wirklich nicht gerade mit Fallen Empires anfangen, oder?
Diesen ersten Teil nutze ich, außer für die erklärende Einleitung, welche ihr gerade gelesen habt, zunächst einmal für eine allgemeine Übersicht. Los geht's!
Die Grundsets:
Abgesehen natürlich vom allerersten Set sind in den Grundsets niemals neue Karten erschienen, sondern immer nur Nachdrucke früherer Grundsets, Einsteigersets und Erweiterungen.
August 1993: Alpha
Magic gelangte auf den Markt. Was wir heute als "Alpha" bezeichnen, war schlicht der erste Druck von "The Gathering"; mit den charakteristischen abgerundeten Ecken und einigen schlichtweg vergessenen Karten (Volcanic Island, Circle of Protection: Black), sowie einem Sammelsurium anderer Fehler, wie zum Beispiel vertauschter Power und Toughness bei den Elvish Archers und einer um zwei generische Mana zu geringen Casting Cost beim Orcish Oriflamme. Für Sammler von größtem Interesse bietet diese Edition dem Spieler nichts, was Beta nicht auch besäße, nur ohne die Probleme der markierten Karten.
Oktober 1993: Beta
Wegen des gigantischen Erfolgs des ersten Drucks dauerte es nicht lange, bis eine Neuauflage des Spiels herauskam, bei welcher die fehlenden Karten dabei waren und die offensichtlichen Fehler korrigiert wurden. Außerdem besaß Beta ein zusätzliches, drittes Bild für jedes Basic Land. Das Artwork für die Insel ging dabei allerdings verloren: Wenn Ihr Euch die Bilder genau anseht, könnt Ihr erkennen, dass das "neue " Bild nur eine gespiegelte, verzerrte und verfärbte Version eines der beiden älteren Bilder ist! In der offiziellen Zählung stellen Alpha und Beta dasselbe Set dar, obwohl sie sich für Spielerbelange doch erheblich unterscheiden. Nichtsdestotrotz werde ich nächste Woche meine Reihe mit "Beta", also dem allerersten Grundset, beginnen.
Dezember 1993: Unlimited
Die Auflage war etwas größer und die Karten weißrandig, aber ansonsten war Unlimited mit Beta identisch. Die Farbe des Randes ist aber offensichtlich ein dermaßen relevanter Umstand, dass dieses Set extra gezählt wurde. Da es jedoch einfach nichts dazu zu sagen gibt, was nicht auch für Beta gälte, spare ich mir natürlich einen eigenständigen Artikel darüber!
April 1994: Revised
Revised bedeutet "überarbeitet", und so war es auch gedacht: Zu starke (Moxe etc...) und zu komplizierte (Illusionary Mask) Karten wurden entfernt und gegen solche aus den ersten beiden Erweiterungssets, Arabian Nights und Antiquities, ausgetauscht. Genau wie alle späteren Grundsets besaß es dadurch genügend Eigenständigkeit, dass es einen eigenen Artikel wert sein könnte - oder auch nicht: Wenn ich nicht genügend Substanzielles darüber zu schreiben finde, lege ich es eben mit einem anderen Set zusammen!
April 1995: 4th Edition
Ab hier wurden die Grundsets offiziell durchnummeriert. Im Gegensatz zu der behutsamen "nicht-mehr-als-nötig"-Überarbeitung, welche Revised erfahren hatte, bastelte WotC an der vierten Edition gezielt herum, damals noch mit dem Ziel, das ideale Grundset zu schaffen - ein Ziel, welches irgendwann später zugunsten des Prinzips der absichtlichen, ständigen Rotation aufgegeben wurde.
Juli 1995: Chronicles
Das Wissen darum, dass dieses Set als Erweiterung des Grundsets angesehen werden sollte, scheint weitgehend verloren gegangen zu sein - meistens findet man Chronicles (welches ursprünglich, ebenso wie das Grundset, regelmäßig rotieren sollte, um neuere Spieler mit älteren Karten zu versorgen) als besondere Erweiterung beschrieben.
März 1997: Fifth Edition
Von nun ab erschien regelmäßig alle zwei Jahre ein neues Grundset. Fifth Edition war mit über 400 Karten besonders groß, um neben der üblichen Rotation auch Karten aus Chronicles zu integrieren.
Juli 1999: Sixth Edition (Classic)
Die "neuen" Sixth Edition Rules wurden damals eingeführt (und Magic ist erstaunlicherweise nicht daran gestorben, sondern hat im Gegenteil bewiesen, dass verständliche Regeln einem Spiel gut tun!) Der Powerlevel des Sets, welcher seit Unlimited bis dahin kontinuierlich zurück gegangen war, begann langsam wieder anzusteigen. Ach ja, und Grundsets bekamen von nun an Editionssymbole!
April 2001: 7th Edition
Hier hatte WotC entdeckt, wie man ein Grundset beliebt macht: Man tut Karten hinein, mit denen die Leute auch tatsächlich spielen wollen! Die als "zu stark" entfernten Serra Angel, Shivan Dragon und Mahamoti Djinn feierten in der Siebten Edition ein triumphales Comeback. Ach ja, und Premium-Karten hielten Einzug im Grundset.
Juli 2003: 8th Edition
Hier debütierte das moderne Karten-Layout. Magic ist übrigens nicht daran gestorben. Ehrlich!
Juli 2005: 9th Edition
Magic lebte immer noch. Viel mehr gibt es zur Neunten, obwohl sie in vieler Hinsicht ein interessantes Set war, zumindest an dieser Stelle nicht zu sagen.
Juli 2007: Tenth Edition
Das zurzeit aktuelle Grundset setzte einen Meilenstein, indem es seit Beta das erste schwarzrandige war. Ob das eine Ausnahme zum Jubiläum oder eine dauerhafte Entwicklung war, steht noch nicht fest, aber da Verkaufszahlen wohl das beste Argument sind, rechne ich eigentlich damit, dass auch die Elfte mit schwarzem Rand erscheint - wennWotC sich nicht etwas Ausgefalleneres einfallen lässt, wie zum Beispiel ein anderes Layout oder so...
Einsteigersets:
Ursprünglich galten die folgenden Sets nicht als offizielle Magic-Sets, und man durfte Karten daraus in Turnieren nur spielen, wenn es bereits eine legale Karte des gleichen Namens gab. Vor einiger Zeit jedoch wurden alle Karten darin mit einem Oracle-Wording versehen und für die Formate Classic und Legacy als legal erklärt.
Mai 1997: Portal
Dieses Set war der erste Versuch von WotC, eine einsteigerfreundlichere Variante auf den Markt zu bringen. Es enthielt nur Kreaturen und Hexereien und verwendete sinnigerweise andere Regeltermini, so zum Beispiel "intercept" an Stelle von "block".
Juni 1998: Portal Second Age
Hier war WotC bereits wieder darauf umgeschwenkt, auch in ihren Einsteigersets Magic-Regeln zu verwenden.
Juli 1999: Portal Three Kingdoms
Das dritte Set der Portal-Reihe war nur für den asiatischen Markt konzipiert. Die wenigen englischen Karten, die es davon gibt, waren für Australien gedruckt worden.
Juli 1999: Starter
Dieses Set (welches WotC rückwirkend in "Starter 1999" umbenannte) sollte in Europa Portal ablösen. Es enthielt immerhin bereits ein paar Instants! Obwohl der größte Teil der enthaltenen Karten Reprints waren, wurden etwas über zwei Dutzend Karten speziell dafür neu kreiert.
Damit ist die Reihe derjenigen Einsteigersets, welche neue Karten enthielten, bereits abgeschlossen. Es gab ein Jahr später noch ein Mini-Set "Starter 2000", sowie zur Siebten Edition ein so genanntes "Starter Game". Es ist nicht das Anliegen dieser Reihe, einen kompletten Katalog für Sammler zu bieten, deswegen spare ich mir die Suche nach weiteren Einsteigerprodukten.
Erweiterungen:
Dezember 1993: Arabian Nights
Die erste Magic-Erweiterung wäre um ein Haar mit einer anderen Rückseite gedruckt worden! Glücklicherweise kamen die Verantwortlichen damals gerade noch rechtzeitig zur Besinnung. Hm, ich weiß nicht, ob Magic hier hätte sterben können, aber es wäre bestimmt ein besserer Grund gewesen als alle diejenigen, die man im Internet so liest... Da ich chronologisch vorgehen möchte, wird sich mein zweiter Artikel mit diesem Set befassen (und je nachdem, wie viel mir dazu einfällt, auch noch mit dem nächsten.)
März 1994: Antiquities
Neuneinhalb Jahre vor Mirrodin wurden in einem Magic-Set zum ersten Mal Artefakte in den Mittelpunkt gestellt.
Juni 1994: Legends
Dieses Set sollte ursprünglich ein Standalone werden. Das bekamen die Designer jedoch nicht gebacken, und so wurde "nur" ein sehr großes Set daraus.
August 1994: The Dark
Der Codename, der sich schließlich als tatsächlicher Name auf der Verpackung wiederfand! Er war der Grund dafür, warum spätere Sets immer ganz absichtlich völlig alberne Codenamen erhielten. Ich weiß gar nicht, wo das Problem lag - "The Dark" ist einer meiner Lieblingssetnamen!
November 1994: Fallen Empires
Dieses Set wurde erheblich überproduziert, deswegen dauerte es so lange, bis die nächsten Erweiterungen auf den Markt gelangten. Wieso genau diese Überproduktion zu Stande kam, und welche Folgen das hatte, erzähle ich Euch dann, wenn dieser Artikel an der Reihe ist!
Juni 1995: Ice Age
Ice Age war das erste echte Standalone, und würde später Hauptset des ersten Blocks werden.
Oktober 1995: Homelands
Es gilt allgemein als das schlechteste Magic-Set aller Zeiten, und wenn man sich seine Rares ansieht, kann man da auch kaum widersprechen. Homelands wurde nachträglich dem Ice-Age-Block zugeschlagen, mit dem es thematisch überhaupt nichts zu tun hatte, und aus dieser Position erst 12 Jahre später durch Coldsnap verdrängt.
Juni 1996: Alliances
Alliances war das erste "kleine" Set, welches einen Rare-Druckbogen besaß. Es wurde im letzten Stadium seiner Entwicklung noch rasch darauf getrimmt, eine Erweiterung zu Ice Age zu sein.
Oktober 1996: Mirage
Das zweite Standalone und das erste, welches man zum Limited-Spielen benutzen konnte, ohne ein Beißholz zwischen seine Zähne klemmen zu müssen.
Februar 1997: Visions
Visions war von Anfang an als Erweiterung zu Mirage konzipiert worden, im Gegensatz zum nächsten Set:
Juni 1997: Weatherlight
Die Weatherlight-Story schuf eine thematische Brücke zwischen dem Kontinent von Jamuraa, auf dem Mirage und Visions spielten, und der endlosen Storyline von Gerrards und Urzas Kampf gegen Yawgmoth. Wieder wurde ein Set erst in der Mitte seiner Entwicklung einem Block zugeschlagen. Von nun an würden Magic-Erweiterungen regelmäßig und blockweise erscheinen: Ein Hauptset im Herbst, zwei kleine dazugehörige Sets im Frühjahr und Sommer.
Oktober 1997: Tempest
Mit Tempest führte WotC zwei essenzielle marktwirtschaftliche Konzepte ein: Pre-Release-Turniere (einschließlich spezieller Prerelease-Promokarten) und Preconstructed-Decks.
Februar 1998: Stronghold
Das zweite Set des Rath Cycle Blocks. Obwohl eine sehr gute Edition, gibt es dazu hier wenig zu sagen.
Juni 1998: Exodus
Das dritte Rath-Set führte eine Neuerung ein, die Spieler heutzutage als völlig selbstverständlich ansehen: Das Editionssymbol wurde farbkodiert und zeigte so die Häufigkeit der Karte an!
September 1998: Urza's Saga
Der berühmt-berüchtigte Urza-Zyklus würde WotC die Lehre erteilen, dass man sehr vorsichtig sein muss, wenn man Karten designt, damit man nicht das Spiel völlig zerstört! Urza's Saga läutete den gefürchteten "Kombo-Winter" ein, bis durch zahlreiche Bannings das Spiel auf ein halbwegs erträgliches Powerniveau zurückgeführt wurde.
Februar 1999: Urza's Legacy
Dieses Set wurde in geringerer Auflage gedruckt als vergleichbare Sets. Der Grund? ...Pokemon. WotC brauchte mehr Druckkapazitäten für dieses Spiel und reduzierte deswegen den Ausstoß an Legacy-Boostern. Gleichzeitig war Urza's Legacy auch die erste Erweiterung, die Foil-Karten enthielt. Aber wer würde hier schon einen Zusammenhang vermuten?
Juni 1996: Urza's Destiny
Komplett von Mark Rosewater designt, schloss Urza's Destiny einen völlig overpowerten Block würdig ab.
September 1999: Mercadian Masques
Nachdem der Urza-Block viel zu stark war, ruderte WotC hier panisch in die entgegengesetzte Richtung und kreierte die spielschwächste Erweiterung seit... naja, Homelands halt. Nur Rishadan Port hatte sich da irgendwie hinein geschummelt!
Februar 2000: Nemesis
Hier hingegen hatte sich der Powerlevel wieder eingepegelt. Nemesis war klar das stärkste Set des Masken-Blocks.
Juni 2000: Prophecy
Prophecy richtete sich überdeutlich an "Timmy", denjenigen Spielertyp, der besonders spektakuläre Effekte mag - Avatare, Winde, legendäre Spellshaper: Größer, höher, weiter!
September 2000: Invasion
Invasion ist eine Legende geworden, eines der beliebtesten Magic-Sets aller Zeiten. Das Erfolgsrezept war dabei so simpel: Gebt den Leuten buntere Karten zum Spielen!
Januar 2001: Planeshift
Planeshift knüpfte an das Erfolgsrezept von Invasion an und spielte noch mehr mit den Möglichkeiten bunter Karten herum.
Mai 2001: Apocalypse
Dieses Set erkundete die Möglichkeiten, verfeindete Farben zusammen zu spielen und tat mit den entsprechenden Painlands der Magic-Spielerschaft einen Riesengefallen!
September 2001: Odyssey
Thema dieses Blockes würde der Friedhof sein. Nach dem bunten Invasion-Block wirkte dieser hier etwas fad, aber das war durchaus auch ein Fehler der Designer, welche das Block-Thema einfach überbetonten.
Februar 2002: Torment
Zum ersten Mal verschob WotC bei einer Edition ganz bewusst und massiv die Farbanteile. Torment war das schwarze Set, zu Lasten von Weiß und Grün.
Mai 2005: Judgement
Dementsprechend bevorzugte Judgment Weiß und Grün zu Lasten von Schwarz.
September 2002: Onslaught
WotC's erster Versuch eines Tribal-Blocks, der ihnen jedoch ein wenig zu eindimensional geriet.
Januar 2003: Legions
Dieses Set bestand AUSSCHLIESSLICH aus Kreaturen. Viele Turnierspieler schätzen es deswegen gering, aber Casual Players liebten es, wie die Verkaufszahlen beweisen!
Mai 2003: Scourge
Wie schon bei Prophecy, existiert auch in Scourge ein "Bigger-is-better"-Thema, diesmal auch von den Regeln ausdrücklich unterstützt. Turnierspieler verfluchen dieses Set aber eher, weil es die absurd starke Storm-Mechanik einführte, die zum Beispiel Vintage komplett auf den Kopf stellte.
Oktober 2003: Mirrodin
Der erste Artefakt-Block (Antiquities war ja nur ein einzelnes Set gewesen) und die erste Erweiterung mit dem modernen Layout. Außerdem debütierte Equipment, ein Karten(sub)typ, der besonders bei Casual Players gut ankommt.
Februar 2004: Darksteel
Die Mechanik "Affinity" gab es schon vorher, aber dies hier ist das Set, welche sie zu einem Monster werden ließ. Seit dem Urza-Block hatte die DCI im Standard-Format keine Karten mehr bannen müssen - jetzt war es wieder so weit!
Juni 2004: Fifth Dawn
Fifth Dawn versuchte das Kunststück, das Artefaktthema des Blocks mit Vielfarbigkeit zu verbinden. Das Ergebnis sprach, wie so oft beim letzten Set eines Blocks, wieder einmal hauptsächlich die Casual Players an.
Oktober 2004: Champions of Kamigawa
Die Befürchtungen, dass Magic mit diesem japanophilen Set auf Yu-Gi-Oh-Niveau zurückgestuft (und natürlich dabei sterben) würde, waren zwar unbegründet, aber zu viel Augenmerk auf das Flavor und zu wenig auf die Spielbarkeit der Karten sorgten dafür, dass dieser Block trotzdem (und nicht völlig zu Unrecht) einen schlechten Ruf erhielt.
Februar 2005: Betrayers of Kamigawa
Na gut, Ninjas muss man wohl erwähnen. Ninjas! Ansonsten... naja: Ninjas!
Juni 2005: Saviors of Kamigawa
Ein durchwachsen designter Block fand mit diesem Set einen ebenso mäßigen wie würdigen Abschluss.
Oktober 2005: Ravnica
Die volle Bezeichnug lautet "Ravnica: City of Guilds", aber dieser Doppelpunkt ist einfach nur nervig, und den Zusatz spricht eh kein Mensch jemals mit. Abgesehen von dieser ungeschickten Setbezeichnung war der Ravnica-Block wohl das gelungenste Magic-Design überhaupt! Die Karten waren wieder bunt, aber diesmal war diese Buntheit mit dem Flavor des Sets eng verwoben, und die Karten befanden sich auf einem angenehm hohen, aber nicht übertriebenen Powerlevel.
Februar 2006: Guildpact
Trotz einiger kleinerer Eigenständigkeiten war Guildpact letztlich nur ein Teil von Ravnica.
Mai 2006: Dissension
Und das gilt ebenso für Dissension.
Juli 2006: Coldsnap
Mit zehn Jahren Verspätung erschien das dritte Set des Ice-Age-Blocks und verdrängte somit Homelands daraus. Die Idee war originell, aber allzu viel Anklang hat dieses Set bei der Spielerschaft nie gefunden.
Oktober 2006: Time Spiral
Das "Nostalgie"-Set, welches sich mit dem abstrakten Motiv "Vergangenheit" befasste, ist wohl hauptsächlich für sein Subset mit "Timeshifted"-Karten bekannt - nachgedruckte Karten aus alten Editionen mit dem alten Layout und einem LILA Editionssymbol!
Februar 2007: Planar Chaos
Das Thema dieses Sets war die Gegenwart, genauer: alle möglichen alternativen Gegenwarten! Es überraschte uns mit andersfarbigen Versionen berühmter Karten und einer leichten Verschiebung des sogenannten "Color Pie", die uns zum Beispiel roten Bounce und blauen Discard brachte. Die "Timeshifted"-Karten dieses Sets besaßen ein eigenes "What if?"-Layout.
Mai 2007: Future Sight
Konsequenterweise ging es in Future Sight um die Zukunft. Allerlei Previews möglicher zukünftiger Karten, sowie eines futuristischen Kartenlayouts regten unseren Appetit für kommende Zeiten an. Oh, und es gab die erste Karte des neuen Typs "Tribal".
Oktober 2007: Lorwyn
Egal, wie kurz Ihr dabei seid - dieses Set müsstet Ihr kennen! Der Vollständigkeit halber: Der zweite Tribal-Block beginnt. Es gibt mit Planeswalkern einen neuen Kartentyp. Oh, und zum ersten Mal besteht ein Block nur aus zwei Sets, nämlich aus diesem hier und
Februar 2008: Morningtide
Das ist die Gegenwart, als ich diesen Artikel hier tippe. Das Rassen-/Klassenmodell der Kreaturentypen erhält zum ersten Mal systematische regelmechanische Unterstützung.
Promo-Karten:
Nein, ganz fertig bin ich noch nicht: Über Promo-Karten bei Magic könnte man eine eigenständige Artikelreihe schreiben! Ich beschränke mich aber ausschließlich auf jene, die es "nur" als Promos gab. Diesen 5 Karten (plus "Arena", die in Time Spiral timeshifted erschienen ist) werde ich mich kurz im Arabian-Nights-Artikel widmen, auch wenn sie erst deutlich später gedruckt wurden, aber für ein halbes Dutzend Karten kann ich die exakte Chronologie auch einmal außen vor lassen.
Spaß-Sets:
Unglued und Unhinged erschienen August 1998 bzw. November 2004. Wer sie nicht kennt: Schaut Euch die Karten an - aber nehmt sie nicht ernst! Hier veralbert Magic sich selbst. Die Karten sind (abgesehen von den schönen Basic Lands) nicht turnierlegal, und obwohl man sie im Casual auf eigene Gefahr natürlich spielen kann, lasse ich sie außen vor.
Anderssprachige Editionen:
Davon gibt es viele, auf deutsch, französisch, italienisch, spanisch, portugiesisch, russisch, japanisch, traditionell chinesisch und im vereinfachten chinesisch. Ach ja, und auf koreanisch. Und vielleicht habe ich noch eine Sprache vergessen. In jedem Fall ignoriere ich diese Sets. Glücklicherweise gibt es jede Magic-Karte auf Englisch, und deswegen beziehe ich mich auch nur darauf. Zumindest erwähnen sollte ich aber, dass es in Italien, Frankreich und Deutschland ein Set namens "Renaissance" gab, welches kein englisches Gegenstück besaß. Dessen Herkunft will ich kurz erklären: Vor langer, langer Zeit gab es eine WotC-Policy, dass es zu jeder weißrandigen Karte IN JEDER SPRACHE auch ein schwarzrandiges Pendant geben müsse. Das warf ein Problem auf, wenn ein Grundset rotierte und darin plötzlich Karten aus älteren Sets, welches in der Sprache eines bestimmten Landes nie veröffentlicht worden war, auftauchten. "Renaissance" löste dieses Problem, indem es diese Karten mit schwarzem Rand (und Original-Erweiterungssymbol) anbot. Das deutsche "Renaissance"-Set gehörte dementsprechend zur deutschen Vierten Edition und enthielt die dort hinein rotierten Karten aus Arabian Nights, Antiquities, Legends und The Dark, sowie ein paar Karten des Originalsets, die in Revised pausiert hatten und in der Vierten zurück kehrten. So, jetzt wisst Ihr's.
Besondere Produkte:
Immer mal wieder wirft WotC Boxen mit besonderen Decks oder Versionen von Karten auf den Markt. Auch die kann ich glücklicherweise ignorieren, da sie keine neuen Karten enthalten. Ich erwähne sie auch nur, damit Ihr nicht in meiner Aufzählung Dinge wie das "Beatdown"-Set oder "Elves vs. Goblins" vermisst.
Weiterhin gibt es noch eine Vielzahl von Produkten, die zwar (im Casual) mit Magic-Karten gespielt werden können, aber keine solchen im engeren Sinne sind. Am bekanntesten sind wohl die WM-Decks und die Vanguard-Karten. Auch diese ignoriere ich komplett.
Magic am Computer:
Vor langer Zeit gab es einmal ein Magic-Computerspiel namens "Shandalar" (eigentlich hieß es sogar Magic: The Gathering, aber um Verwechslungen zu vermeiden, nennt man es meistens so), für das originäre, elektronische Karten (das sogenannte "Astral Set") geschaffen wurden. Auch diese ignoriere ich natürlich (sie sind im RL in der Regel auch nicht spielbar, da sie gezielt Mechaniken nutzen, für die man eigentlich einen Computer braucht).
Weiterhin gibt es auf Magic Online spezielle Promoversionen mancher Karten; Premium-Versionen von Karten die es im RL nur "normal" gibt; Avatare, die ähnlich wie Vanguard-Karten funktionieren; sowie die sogenannte Masters Edition (eine Zusammenstellung von Karten aus Pre-Mirage-Zeiten) und Preconstructed-Decks zu Sets, die im RL nie welche hatten. Des Weiteren gibt es eine MTGO-only-Karte, den "Gleemox" der aber in seiner Funktion den Un-Sets zuzurechnen ist. All das ignoriere ich also auch.
Nun, ich hoffe, es ist Euch einigermaßen klar geworden, was Ihr von dieser Reihe erwarten könnt (und was nicht)? Jedenfalls gilt wieder: Eine regelmäßige Publikation (und wenn diese Reihe hier Anklang findet, dann wird sie sehr lange laufen) gibt den Lesern die Möglichkeit, Feedback zu äußern, auf welches der Autor auch tatsächlich reagieren kann. Wenn Ihr also Vorschläge oder Wünsche habt: Her damit!
Bis nächste Woche ansonsten!
PW
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| 23 Kommentare | |   |
| #1 | Karl Schedlhofer | 16.02.2008 - 00:30 |
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... gähhnnnnn... |
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| #2 | Markus Blocher | 16.02.2008 - 01:21 |
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Habt ihr ausgewürfelt welche Editionssymbole ihr abbildet oder wie ging das vor sich? ^^
Zum Artikel: Die Einleitung fad ich ja recht unterhaltsam, die unzähligen ein satz Beschreibungen der diversen Editionen hat der gute Mann über mir dann doch recht gut beschrieben |
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| #3 | EvilBernd | 16.02.2008 - 08:01 |
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Lasst mich eure Hände sehen, wenn ihr meint, dass der obige Text arrogant, an zu vielen Stellen ignorant, unsympathisch, noch dazu unnütz und absolut fehl am Platz ist!!
Oh, ich sehe zwei Hände [kurze Tipppause, um die Hände nach oben und wieder nach unten (La Ola!!) zu nehmen], oh, da via ICQ von diversen Außenstellen und dies sogar morgens um 8 Uhr, weitere Hände. Eindeutig quasi.
Oh, noch mehr Hände, oh die Bettgenossin, es ist mehr ein Ausstrecken, denn tatsächlich eine Wortmeldung zum Thema, aber morgens um 8 nimmt man so einiges. Wenn ihr mich also entschuldigt... |
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| #4 | Alexander Halbauer | 16.02.2008 - 09:07 |
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...keine Ahnung wo man in diesem Text Arroganz erkennen kann.
Ich finde es eine ganz nette Idee, mal schauen was draus wird. |
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| #5 | Stefan Preßlmayer — Arroganz? | 16.02.2008 - 11:44 |
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Fand den Text eigentlich sehr gut wobei ich ehrlich gesagt nicht alles gelesen habe^^. Die Editionen bin ich einfach mal übersprungen bzw. überflogen weil es einfach nach den ersten 5 zu fad war.
aber bis dort hin war er sehr gut |
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| #6 | Friedrich Rathing — Hmmm... | 16.02.2008 - 13:19 |
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Also, ich habe auch wenig Bock weiterzulesen...
Vor allem fand ich das ständige "Eh nur für Sammler interessant, wird hier nicht behandelt" abschreckend.
Mich hätten gerade so bizarre Sachen wie das Multiverse Boxed Set, Summer Magic, die Alternate 4th Edition oder ähnliches interessiert...
So hört sich das ganze nur an wie eine deutsche Übersetzung von 'Making Magic' auf Mtg.com (mit Insiderinfos aus 2. Hand) und der Produktinformationsseite am selben Ort, nur weniger interessant... |
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| #7 | Florian Reiter | 16.02.2008 - 15:05 |
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Ja, die Idee ist natürlich nicht der allerheißeste Scheiss. Ich bin trotzdem dafür, den Pischner einfach mal machen zu lassen, unterhaltsam kann es auf alle Fälle werden. Und sei es nur, um sich wegen der so oft kolportierten "Arroganz und Ignoranz" aufzuregen, vor der dieser Text obv. wieder mal TRIEFT. Oder so.
Ich hab mir so was zwar schon mal durchgelesen (ich glaub, auf Germagic?), aber durch das Artikelformat kann man viel mehr Infos und Anekdoten einbauen. Das mit Urza's Legacy und Pokemon wusste ich zum Beispiel nicht. |
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| #8 | Mathias Passin — jop | 16.02.2008 - 22:51 |
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schließe mich dem Florian an. |
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| #9 | Christoph Thamm | 17.02.2008 - 01:54 |
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Und irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Artikel nicht gut genug für den Planet war; und deswegen hier erscheint. |
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| #10 | Andy Lusser — @ Christoph | 17.02.2008 - 03:16 |
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selber einen Artikel schreiben anstatt hier leere Mutmaßungen zu machen, sonst kommen mal von AP keine Artikel mehr - ich fand den Artikel auch leicht arrogant, aber er hat ein paar nette Infos auf einen Blick |
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| #11 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 17.02.2008 - 09:32 |
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Um mal etwas dazu zu sagen: Der Artikel erscheint hier und nicht beim Planeten, weil diese Reihe für Magic Universe und nicht den Planeten konzipiert ist. PlanetMTG hat nämlich, wie aus den Kommentaren zu meinen historischen Reihen abzulesen ist, eine "alte" und "ernsthafte" Stammleserschaft, sprich: Leute, die schon lange dabei sind und viel mit Turnieren zu zun haben.
Bei Magic Universe schauen zwar auch viele Turnierspieler vorbei, aber diese Seite wird auch von vielen "jüngeren" (im Sinn von: noch nicht so lange dabei) Spielern, sowie Gelegenheitsspielern besucht. Und nein, das sind in der Regel nicht diejenigen, die sich hier mit regelmäßigen Kommentaren zu Wort melden...
All diejenigen, welche diese Reihe hier in einen Vergleich mit meinen gesammelten Werken von anno dazu mal stellen, und die außerdem feststellen, dass ich ihnen wenig ("nichts" glaube ich nicht!) Neues erzähle, werden zu Recht feststellen, dass diese Reihe nicht unbedingt etwas für sie ist. Sie sind aber auch nicht mein primäres Zielpublikum. Vielleicht ist trotzdem gelegentlich etwas Unterhaltsames für sie dabei (dass der Überblick hier ihnen zu trocken ist, sehe ich ein - er ist halt eine systematische Notwendigkeit und kann später dazu dienen, von einer Hauptseite her die einzelnen Artikel zu verlinken).
Ansonsten richte ich mich eben an diejenigen, denen Antiquities, Fallen Empires, Exodus und vielleicht sogar Nemesis und Judgment ähnlich im Ohr klingen, weil dies eben alles Sets von "vor ihrer Zeit" sind.
Und anzunehmen, dass es diese Spieler nicht gibt, nur weil man selbst nicht dazu gehört, wäre - wie sagt man doch? - ach ja, richtig: Unerträglich arrogant und ignorant. Oder so. |
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| #12 | erwin schronz — blub | 17.02.2008 - 14:35 |
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also ich fands eigentlich gasnz annehmbar.
aber bei betrayers die ninjas zu erwähnen und nciht die jitte fin ihc schade. das war die erste karte auf der "I WIN" stand und weder R&d noch die spieler (zumindest die meisten) haben es (zumindest am anfang) gemerkt. |
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| #13 | Christoph Thamm | 17.02.2008 - 22:22 |
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@Erwin:
Unfug. Die Jitte war/ist gut, aber es hat seine Gründe, warum du sie 4 mal in deinem Extendetdeck haben darfst.
@Andy:
Schön zu wissen, dass du den Artikel "auch leicht arrogant" findest. Find ich nämlich nicht. Ich finde ihn nur uninformativ. Wenns nach mir ginge, hätte Andreas einfach einen Artikel über Alpha geschrieben, und angekündigt, dass noch mehr folgen werden; anstatt hier Mini-Beschreibungen jedes Sets abzugeben mit einem "Aber später mehr dazu". Einen ganzen Artikel zur Ankündigung einer Artikelserie finde ich nutzlos.
@Andreas:
Wie gesagt, Kritik am Artikel; nicht an dir.
Ich hoffe, dass die Artikel mehr Infos oder Anekdoten haben als der hier... Dir traue ich durchaus zu, zu den einzelnen Sets mehr als eine Zusammenfassung des Mercadia-Wikis mit ein-zwei Anekdoten abzuliefern.
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| #14 | Ernst Gruber — langweilig | 18.02.2008 - 11:12 |
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vom hocker reißt mich der artikel nicht. keinerlei neue infos.
und beim kamigawa-block eine fehleinschaetzung. waehrendessen er verkauft wurde war er sehr unbeliebt. die karten wurden geschmäht. aber jetzt x-bloecke weiter. massenhaft karten daraus immer werden viel gespielt.
- Kataki, War's Wage
- Pithing Needle
- jitte
- Forbidden Orchard
- Gifts Ungiven
- Isamaru, Hound of Konda
- Kokusho, the Evening Star
- Meloku the Clouded Mirror
- Sensei's Divining Top
- Sakura-Tribe Elder
- Flames of the Blood Hand
- Forbidden Orchard
- Yosei, the Morning Star
- Enduring Ideal
das ist imho eine falschinformation |
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| #15 | Marcus Malden | 18.02.2008 - 12:02 |
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Bleibt aber die Frage, ob gute Karten ein gutes Set machen würden. Es gab einige gute Karten in jedem Set, darin unterschied sich auch die Kamigawa-Serie nicht. Die oben genannten Karten sind, bis auf vielleicht zwei Ausnahmen, Füller, die mit der Thematik von Kamigawa keine Verbindung haben - sie nutzen, bis auf Ideal und das Moonkin, keine typischen Kamigawa-Fähigkeiten.
Meines Erachtens war es der letzte wirkliche Test von Wizards' Seite, was man thematisch aus einem Block herausholen kann. Und Flair hatte Kamigawa - für jeden Vorthos ein Fest.
Spieltechnisch war Kamigawa aber eine absolute Niete. Soulshift war grundsätzlich interessant konzipiert, aber zu schwach ausgeführt. Bei Splice onto Arcane vermied man irgendeine Kombination mit anderen Keywords um es auch nur ansatzweise interessant zu machen (Buyback??), hinzu kommt noch, dass über die zu erwartenden Funktionen hinaus, die in jedem Set vorkommen, keine wirklich neuen Konzepte umgesetzt wurden (von Evermind abgesehen).
Auch die in den beiden Folgesets erarbeiteten Keywords waren nicht erfolgreich - Sweep, Offering - diese Konzepte sind schon so designed, dass sie unvorteilhaft wirken (obwohl: ist Champion nicht eine Weiterentwicklung von Offering?)
Ninjutsu war die löbliche Ausnahme und vermutlich das wirklich coolste Konzept am gesamten Block. Wie Andi schon schrieb: Ja... Ninjas.
Zuviele Konzepte scheiterten aber am "gute Idee" Problem. Beispiel "Epic". Da hatte R&D eine "gute Idee", einen legendären Spruch zu entwickeln. Wie üblich entwickelte sich daraus ein fünffarbiger Cycle. Nur die Preview-Karte schaffte es überhaupt in die Spielbarkeit und gründete direkt ein Extended-taugliches Deck. Der Rest ist unspielbar. Ist das ein Beispiel "guten Designs"?
Die andere Idee war die des legendären Subthemas. Gute Idee. In der Umsetzung lernte man vom Set Legends (1995), dass Legendär eher eine Einschränkung ist und machte die Karten tendentiell etwas stärker (He Who Hungers, broken; Sekki, Season's Guide IMBA!... wären sie nicht legendär). Nun waren aber alle "rare" und einige "uncommon" Kreaturen legendär mit dem Ergebnis, dass einige Chanchen verpasst wurden, die sich aus mehreren dieser Kreaturen im Spiel ergeben hätten. Viele Karten wurden wegen der Legenden-Regel nicht (Seizan, Perverter of Truth; Isao, Enlightened Bushi) in dem Ausmass gespielt wie sie es verdient hätten. Die Drachen (Kokusho allen voraus) profitierten überproportional von der Legenden-Regel.
Zu Gute halten lässt sich Kamigawa, dass es die Legenden-Regel aufräumte, die auf einem zehn Jahre alten System basierte, dass Karten "zufällig" nutzlos werden liess (der zweite, der Karakas oder Pendelhaven zog, durfte es nicht mehr spielen).
Während ich Kamigawa gerne gespielt habe, auch im Limited, müsste in einer Nachbetrachtung meiner Einschätzung nach das Urteil einer Fehlentwicklung auf spieltechnischem Gebiet überwiegen.
Da es am Samstag mit Beta beginnt, dürften die Kamigawa-Sets etwa vierzig Wochen später dran kommen... |
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| #16 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 18.02.2008 - 12:48 |
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Danke an Marcus, der bereits ausführlich geantwortet hat!
Ein paar Kernpunkte:
Kamigawa HAT einen sehr schlechten Ruf. Schaut Euch zum Beispiel www.UGMadness.net an; das ist typisch.
Woran das liegt: Nimm einen Casual Player mit nicht allzu erschöpfender Kartensammlung (insbesondere ohne Kamigawa). Schenke ihm 6 Booster aus dem Kamigawa-Block. Schau Dir an, wie viele Karten daraus er gebrauchen kann. Dann mache das gleiche Experiment mit Ravnica, oder Time Spiral, oder Lorwyn. Ergebnis: Kamigawa sucks.
Das ist unterdessen auch die offizielle Meinung von WotC (gemäßigt ausgedrückt, natürlich)! Jemand hat bereits darauf hingewiesen: Natürlich findet sich so manches von dem, was ich schreiben werde, in Mark Rosewaters exzellenter Kolumne "Making Magic". (Nein, Leute die regelmäßig dessen englischsprachige Artikel lesen, sind auch nicht das Primärpublikum meiner Kolumne.) Mark hat darin explizit erklärt, warum Kamigawa insgesamt sehr schwach designt war.
Ach ja: Ob ich mich dann in vierzig Wochen tatsächlich mit Kamigawa beschäftige, hängt natürlich davon ab, ob es mir bis dahin gelingt, einen signifikanten Teil der Leserschaft zu unterhalten! |
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| #17 | Florian Reiter | 18.02.2008 - 16:50 |
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Abgesehen davon: Ob 14 von 641 Karten wirklich "massenhaft viel" ist? |
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| #18 | Christopher Eucken — Ich denke (!)... | 18.02.2008 - 20:43 |
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...das dürfte recht interessant werden.
Seit 1996 habe ich mit Magic zu tun, im Sommer 1999 war es mein erstes Turnier, das ich spielte.
Ich bin also bereits seint Ice Age damit befasst und finde es gar nicht so schlecht, mal an die alten Zeiten erinnert zu werden, die ja so verbreitet gelobt werden^^
Ich bin neugierig, auf das was da kommt |
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| #19 | Robert Ewig — Wacko, Wack0 | 19.02.2008 - 18:22 |
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@ Ernst. Der Orchard wird sogar doppelt gespielt? |
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| #20 | kristin consör — also ich denke, das könnte interessant werden | 20.02.2008 - 21:19 |
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also ich bin gespannt auf die Artikel, da sie zumindest für mich, einen "Blick hinter die Kulissen" gewähren (das erhoffe ich mir zumindest). Ich habe zu Urza´s Saga-Zeiten schon mal Magic gespielt (auch wenn ich da eher als "Opfer" für meinen Bruder herhalten musste), bevor ich dann erstmal 8 Jahre pausiert habe. Ich lasse mir also gern mal was, von den guten, alten Zeiten erzählen... ich warte also mit Spannung auf die folgenden Artikel.
Aber eines kannst du mir ja vielleicht schonmal vorab erklären:
Alpha und Beta gehören doch nach deiner Aufzählung zu den Grundsets? und diese enthalten laut deinen Angaben niemals neue Karten. Aus welchen Editionen sind dann diese Karten, in wiefern wurden in Alpha Karten vergessen? ich dachte immer Alpha und Beta sind die ersten beiden Editionen?? Das wüßte ich gern, wenn nicht gleich hier, dann bitte in einem deiner Artikel.
Grüße
Kristin |
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| #21 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 20.02.2008 - 22:18 |
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"Abgesehen natürlich vom allerersten Set sind in den Grundsets niemals neue Karten erschienen"
"mit den charakteristischen abgerundeten Ecken und einigen schlichtweg vergessenen Karten (Volcanic Island, Circle of Protection: Black)"
Vielleicht habe ich Deine Fragen ja falsch verstanden, aber stehen die Antworten darauf nicht direkt hier im Artikel? |
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| #22 | kristin consör — @AP #21 | 23.02.2008 - 18:00 |
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Ja, hast du.
Ich meinte, wenn Alpha das erste Set war, wie kann man da Karten vergessen haben. aber ich habs mir jetzt schon erklären lassen, dass es bsp. von allen Farben CoP gab nur nicht von Black, ebenso auch wurde dann auch eine Farbkombo bei den Duals "vergessen"
Grüße,
Kristin
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| #23 | Falk Bernhardt — der sinn der reihe | 22.06.2008 - 19:30 |
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ist übersetzt also: Ich schreib einfach mal zu jeder Edition mein blahblah (ohne konkrete Zielsetzung). Obwohl das Ziel an sich ist: Ich kann die nächsten Monate endlos sinnfreie und anspruchslose Artikel schreiben, um mein Einkommen zu sichern.
Da jeder der schon länger spielt das erkennt, sind die daher auch nur für die neuen Spieler, die dann ob der geballten Theoriekenntnisse des AP in Erstaunen ausbrechen. lol |
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