MU-Team Berlin 03.01.2008  
Requiem MU-Team Berlin
von Andreas Pischner
8,80 Punkte  
33 Kommentare  
Liebe interessierte Magic-Universe-Leser,

mit diesem Artikel erkläre ich das Projekt "MU-Team Berlin" für gescheitert und ziehe einen Schlussstrich.

Welchen Schwierigkeiten sich das Berliner Team bereits seit seinen frühen Anfängen gegenüber sah, konntet Ihr hier ja bereits lesen:

Hatte ich zunächst nach dem Austausch von Jannik durch Alex F. direkt bei der konstituierenden Sitzung des Teams noch sehr motiviert und optimistisch begonnen, wurde ich recht bald zum ersten Mal ernüchtert, als Florian und Karim feststellten, dass sie doch nicht bereit waren, ihre Verpflichtungen als Team-Mitglieder zu erfüllen, obwohl diese eigentlich von Anfang an unmissverständlich klar formuliert gewesen waren.

Es gab einen zweiten Anlauf mit den beiden Alex, die zusicherten, das Projekt fortführen zu wollen und meiner Transformation zum vollständigen Team-Mitglied, sowie dem Blick auf mögliche neuen Interessenten. Hier boten sich Milan und Matthis an, die zunächst engagiert auftraten, sich auch bereits am Schreiben von Artikeln beteiligten und den Wunsch äußerten, ins Team aufgenommen zu werden.

Leider hielt auch dieser Enthusiasmus nicht lange vor. Zunächst nahm Alex K., der bereits in der Planung zum GP Krakau durch große Unzuverlässigkeit aufgefallen war, von einem Tag auf den anderen nicht mehr an Team-Aktivitäten teil und ließ nie wieder von sich hören. Tatsächlich muss ich sogar hoffen, dass ihm nichts zugestoßen ist!

In Krakau trat ich als einziges echtes MU-Team-Mitglied an, aber immerhin waren Milan und Matthis vor Ort und ließen in mir die Hoffnung aufkeimen, das Team in veränderter Zusammensetzung neu gründen zu können.

In der Zwischenzeit ließ jedoch auch der Elan des bislang einzigen wirklich zuverlässigen Team-Mitglieds, Alex F., spürbar nach.

Auch um die Zuverlässigkeit Milans und Matthis' stand es nicht zum Allerbesten, obwohl diese beiden zumindest noch einigermaßen motiviert schienen. Nichtsdestotrotz fanden Team-Aktivitäten praktisch nicht mehr statt. Insbesondere war ich sehr verärgert, als ich zu einem Draft, für den wir beim Veranstalter ausgehandelt hatten, dass wir an ihm als Training und Teil unseres Team-Treffs zu günstigeren Konditionen teilnehmen konnten, als einziges MU-Team-Mitglied erschien!

In telefonischen Gesprächen mit Alex F., Milan und Matthis wies ich darauf hin, dass das Projekt MU-Team Berlin auf der Kippe stand, und dass ich unser Auftreten beim GP Stuttgart als Hinweis darauf sehen wollte, ob und wie es weitergehen könnte. Unser nächstes Teamtreffen sollte daher in Stuttgart stattfinden. Milan und Matthis sicherten zu, dass sie auf jedem Fall anwesend sein würden. Alex relativierte diese Zusicherung bereits mit Hinweis auf einen möglichen Umzugstermin, sowie allgemeinem Kundtun nachlassender Motivation und Schwierigkeiten, die Team-Aktivitäten mit seinen sonstigen Verpflichtungen zu vereinen - Probleme, welche wenige Wochen nach der Team-Gründung nicht wirklich aus dem Nichts aufgetaucht sein konnten. Nichtdestotrotz gab ich das Team noch nicht auf, sondern wartete Stuttgart ab, in der Hoffnung, dass wir uns mit Alex F., Milan, Matthis und mir (also bereits ohne ein einziges ursprünglich vorgesehenes Mitglied!) neu formieren würden.

In Stuttgart war ich dann wiederum als alleiniges Team-Mitglied anwesend, und damit hatte ich die Schnauze endgültig voll!  Weder telefonisch noch per Mail habe ich von irgendjemandem jemals eine Absage, Erklärung oder Entschuldigung erhalten. Der Moment, an dem kein Zweifel mehr daran bestand, dass das Projekt gescheitert war, und dass ich Magic Universe und mich selbst mit einem Festhalten daran nur noch lächerlich machte, war endgültig erreicht.

Im Rückblick hat das Projekt MU-Team Berlin abgesehen von der ursprünglich erzeugten Aufmerksamkeit in keiner Weise die Erwartungen erfüllt:

  1. Die zu schreibenden Artikel wurden in der Menge zwar enorm reduziert, aber trotzdem kam der Nachschub zu keiner Zeit wirklich flüssig, und die Qualität des Geschriebenen war oft am unteren Rande des Zumutbaren. Die Redaktion hat mit dem Lektorat dieser Texte viele, viele Stunden verbracht - und das war bereits, nachdem ich selbst schon Stunden darin investiert hatte, stilistische Unsauberkeiten auszubügeln und vor allem inhaltliche Lücken zu schließen! Oft musste ich Absätze mehrmals lesen oder zum Telefonhörer greifen um herauszubekommen, was der Autor eigentlich hatte sagen wollen. Für den Einstieg war dieses Niveau ja noch akzeptabel, aber eine dringend nötige Verbesserung war leider nicht in Sicht.

  2. Die Präsenz des Teams bei Turnieren lag weit, weit unter dem, was für den Werbeträger einer Magic-Seite angemessen gewesen wäre. FNMs werden noch gelegentlich von einzelnen Spielern bestritten, GPTs und PTQs hingegen geradezu ignoriert. Grand Prixs in erreichbarer Entfernung schienen auch keinen großen Reiz auf die Team-Mitglieder auszuüben. Die Grundbedingung für das Projekt, enthusiastische Magic-Spieler zu fördern, war einfach nicht gegeben.

  3. Das Engagement der Mitglieder war völlig unzureichend. Selbständiges Kümmern um Trainingstermine, Planungen für kommende Turniere, Absprachen oder Nachfragen fanden praktisch nicht statt. Interesse am regelmäßigen Magic-Spiel war ebenfalls nur ansatzweise zu erkennen, und der Zeitaufwand, der ursprünglich für das Trainieren und Spielen veranschlagt war, schien allen Spielern zu viel bis viel zu viel zu sein. Das Team entwickelte keinerlei Eigendynamik.

  4. Letztlich am Schlimmsten und daher ausschlaggebend war jedoch die Unzuverlässigkeit der Spieler! Wenn Alex K. zu jeder Gelegenheit einen erheblichen Mangel an Reife offenbarte, so muss ich das auf meine Kappe nehmen, denn ich hatte ihn als "Jungspund" in der Hoffnung ausgewählt, dass die älteren übrigen Team-Mitglieder dieses Defizit (welches ich offensichtlich deutlich unterschätzt hatte) ausgleichen würden. Leider gab es durch die Bank aber auch bei allen anderen Spielern immer wieder nicht eingelöste Zusagen, unzureichende Kommunikation, sowie ohne Mitteilung nicht eingehaltene Termine zu verzeichnen. Das abschließende Desaster beim GP Stuttgart war dabei nur der Höhepunkt dieser Entwicklung. Veratnwortungsgefühl gegenüber den anderen Team-Mitgliedern, gegenüber mir als Koordinator, oder gegenüber dem Sponsor Magic Universe war nicht zu erkennen.

  5. Schließlich wurde die Resonanz bei der Leserschaft wurde immer negativer. Das ganze Projekt wurde immer stärker als Ego-Trip von mir, als "Team Pischner" wahrgenommen - ein Eindruck, dem schwierig entgegen zu treten war, wenn der Anteil, den ich an Präsenz auf Turnieren und in Artikeln zeigte, immer weiter anstieg!


Das Ganze hatte daher leider keinen Sinn mehr. Geeignete Kandidaten waren nicht mehr in Sicht, und in jedem Fall hätte ich mich einem dritten Anlauf, nachdem die aussichtsreichsten Konfigurationen bereits gescheitert waren, verweigert. Nach meiner Rückkehr aus Stuttgart überprüfte ich noch einmal mein Email-Postfach auf der Suche nach Mitteilungen der Team-Mitglieder und fand nichts vor. Daraufhin schrieb ich eine Rundmail an diese und an Magic Universe, in welcher ich meinen Entschluss, das Team aufzulösen und somit diese Farce zu beenden, bekannt gab. Auch dazu hat übrigens keiner der anderen Spieler eine Reaktion gezeigt.

Zweifelsohne wird sich jetzt viel Häme über uns - naja, wohl hauptsächlich über mich! - ergießen, aber das ist mir egal: Ich habe es mit einer Idee, die ich für gut hielt und immer noch halte versucht, und ich bin gescheitert. Damit kann ich leben.

Es gibt aber durchaus auch Lichtblicke: Philipp Summereder hat meine Idee aufgegriffen und das MU-Team Linz gegründet, welches erheblich besser zu funktionieren scheint! Insbesondere sind die Jungs komplett in Stuttgart angetreten - so muss das laufen! Auch andere Städte haben bereits Interesse angemeldet, und wenn ich Jörg auch versprechen musste, noch nichts Genaues zu verraten, will ich doch zumindest schon einmal in Aussicht stellen, dass das MU-Team nach Deutschland zurückkehren wird!

Wenn das Projekt MU-Team an anderer Stelle besser funktioniert und vor allem den Lesern dieser Seite denjenigen Content beschert, welchen sie sich wünschen, dann kann ich, wenn ich einen Schritt zurück mache und meine (ursprünglich übrigens keineswegs vorgesehene!) persönliche Beteiligung daran außer Acht lasse, letztlich sogar eine positive Bilanz ziehen! Den Standort Berlin, aber auch den zweifellos werbewirksamen, aber für meinen Geschmack immer zu starken Zuschnitt auf meine Person muss man dann eben als Fehler verbuchen, oder vielleicht als eine Art Aktivierungsenergie ansehen, um einen Prozess in Gang zu bringen, der sich nach ihrem Aufbrauchen aus eigener Kraft fortsetzt.

Bezüglich der Magic-Szene in Berlin gibt es übrigens zu vermelden, dass auch wenn das MU-Team grandios gescheitert ist, sich zumindest doch ein wenig zu rühren begonnen hat! Mehrere Spieler haben den Wunsch geäußert, sich zum gemeinsamen Testen und dem Organisieren von Fahrten regelmäßig zu treffen. Ich kann nicht sagen, ob diese Motivation lange genug anhalten wird, um die obligatorischen logistischen Schwierigkeiten, sowie den Berliner-Bleiarsch-Faktor zu überwinden, aber wenn das klappen sollte, wäre es eine auf jeden Fall eine gute Sache für Berlin, sowie eine Möglichkeit für Spieler, welche sich vom Team-Konzept abgeschreckt gefühlt oder überfordert gezeigt hatten, sich in Planung und Gestaltung einzubringen. Ob Hamburg, Nürnberg oder Linz: In anderen Städten scheint das Miteinander der Magic-Gemeinde weitaus besser zu funktionieren als in Berlin. Viellicht gelingt es uns ja, uns ein Beispiel daran zu nehmen!

33 Kommentare

 
  #1Matthis Klemm — kurze berichtigung03.01.2008 - 01:23
also ich möchte mal kurz ein paar sachen richtig stellen:

ich finde es falsch, zu behaupten, milan und ich seien unzuverlässig gewesen. Mit stuttgart das war blöd gelaufen, da brauchen wir nicht groß drumrum zu reden, und da ist auch nichts zu entschuldigen, zumindest, dass nicht bescheid gesagt wurde, über das nicht erscheinen. Von Mir kann ich sagen, dass ich als schüler mir beim besten willen keine 110E einfach so aus dem rücken schwitzen kann. zum einen wurde verlangt, dass wir 2 Gpts zu je 25E und einen gp zu ca.110E in einem monat spielen, zum anderen wurde und auch kein reisegeld zuteil(warum auch immer). Allein diese 3 turniere übersteigen mein monatliches budge um 10E und da hab ich noch nichts anderes gemacht, als magic zu spielen. Und wir hatte ja kein bischen im team für den gp getestet. Es war ja nicht so, als hätten wir mit den von MU erhaltenen (von milan und ich haben übrigens bis heute kein einziges gesehen) boostern das sealed format ordentlich getestet, um die reisekosten für den gp nicht für ein gutes 4:3:2 oder sowas aus dem fenster zu werfen.
Zum beispiel kann ich milan auch gut verstehen, wenn er sagt, dass er keine gpts spielen will, in einem format,dass er einfach nicht kann und überhauptnich getestet hat und sich keine chancen ausrechnet.
ich hätte es auch viel sinnvoller gefunden, wenn wir einfach extended für die ptqs für hollywood getestet hätten. diesen wunsch hatten wir schon oft erfolglos geäußert.


"Insbesondere war ich sehr verärgert, als ich zu einem Draft, für den wir beim Veranstalter ausgehandelt hatten, dass wir an ihm als Training und Teil unseres Team-Treffs zu günstigeren Konditionen teilnehmen konnten, als einziges MU-Team-Mitglied erschien!"

so stimmt das übrigens auch nicht. Milan und ich waren lediglich-natürlich auch nicht toll, aber doch noch was anderes als nicht anwesend zu sein-15 minuten zu spät waren, und der draft schon begonnen hatte.

Auch wird das hier so dargestellt, als ob andreas der große, zuverlässige organisator gewesen ist. Die beschränkte sich jedoch auf:"trefft euch einmal die woche, und wenn ihr wollt, auch darüber hinaus". zum beispiel bin ich auch der meinung, dass ein treffen pro woche nicht ausreicht, um zu testen. das ist vieleicht gut, um organisatorische dinge zu besprechen, aber nicht um zu testen (was sich bei uns auf vieleicht 4 verschiedene decks beschränkte, die höchstens 1 match best of 3 gegeneinander gespielt haben. man hätte das ganze, meiner meinung nach alles online machen können-ausgiebiger und effizienter (ganz nebenbei spaart man sich dabei auch noch mind. eine halbe stunde fahrtweg).
auch wäre noch ein geplanter draft zu erwähnen, bei dem andreas einfac nicht gekommen ist, ohne bescheid zusagen (oder zumindest ohne rechtzeitig bescheid zu sagen) und wir am ende zu dritt (milan, alex. F und ich) saßen und auf einen draft warteten.
Auch war es natürlich nicht so, wie dargestellt, dass wir und nicht mit magic beschäftigt hätten. wir haben online täglich getestet, turniere gespielt und diskutiert (milan und ich). trotzdem wird behauptet, wir wären nicht motiviert?


das nur als kleine kritik von milan und mir.

mfg


 
  #2Marcus Malden — MU-Team Berlin03.01.2008 - 10:21
@Artikel: Ich ziehe meinen (leider an dieser Stelle nur gedachten) Hut vor dir, denn der Schritt ist in der Konsequenz ein schwieriger - aber ein tatsächlich notwendiger.

Was man als Aussenstehender vom MU-Team Berlin an Artikeln zu sehen bekam war tatsächlich weit hinter den Erwartungen, und jeder hätte in der Zeit etwas schreiben können (hierzu zeige ich mit nacktem Finger auf die zahlreich entstandenen Blogs während der gleichen Zeitspanne), auch wenn man an Artikel höhere Massstäbe legen mag.
Die Präsenz bei Turnieren entsprach immer mehr den Schreibleistungen.

Ich würde von Teammitgliedern, die profimässig spielen wollen, mehr Engagement erwarten als ich es selbst gebe. Das hiesse mindestens zweimal die Woche selbständig Magic spielen (hierzu braucht man keinen Organisator, der einen an die Hand nimmt) um für wichtige Turniere zu testen und dann da auch hinzufahren, und in Zusammenhang mit dem Sponsoring ist auch das Zusammenfassen des Ergebnisses (Artikelschreiben) echt kein Problem. Ich kenne auch genügend Leute die diese Anforderung erfüllen (und ja, sie haben Pro Punkte - eventuell ein Zusammenhang).

Ich finde, dass die Idee, ein durch MU gesponsortes Team zu gründen, nach wie vor eine gute ist. Wenn die richtigen Leute gefunden werden kann es was werden - das zeigt das Engagement der Gruppe Linz.
 
  #3TMM03.01.2008 - 10:47
ich kann es irgendwie immer noch nicht glauben, dass sich bei diesem payout nicht leute finden, die an dem projekt teilnehmen wollen und das dann auch durchziehen! ich weiß, wie viel arbeit das mit dem artikelschreiben ist, aber ich schaffe das ganze neben einem fulltime job...

vielleicht wäre es ein besserer ansatz, das ganze nicht unbedingt als local team aufzuziehen (auch wenn das in linz offensichtlich gut funktioniert), sondern sich wirklich motivierte leute zusammen zu suchen, die über das internet testen und kommunizieren. so sieht zur zeit z.b. auch mein testen mit alex r. aus, wir spielen die ext decks über mws und diskutieren dabei über skype. da überwiegen die vorteile (alle decks instantly available, keine shufflezeit usw.) die minimalen nachteile. will man es perfekt machen, kauft sich jeder noch für 4 mark 50 eine webcam und ab gehts...

gut, draften kann man als team da zwar nicht, aber dafür gibt es ja sowieso modo.

weiterer vorteil von einem verteilten team ist die präsenz bei unendlich vielen verschiedenen turnieren, so dass die werbung nicht nur in berlin zieht, sondern in ganz deutschland.
 
  #4Mister U — ...03.01.2008 - 11:11
Schuld sind alle anderen nur nicht der Team-Trainer. Ein Coach hat ja mit der Motivation und der Auswahl der Teammitglieder absolut nichts zu tun.
 
  #5Julian Zeiß — diesundjenes03.01.2008 - 12:04
@TMM: die Idee das ganze übers Inet zu machen wäre auf jedenfall super, man könnte dadurch das Sponsorn abändern in eine teilweise der anderen Kosten für GPs, PTQs NTQs wie Übernachtungen und Reisekosten.

@Dietmar Umundum: Dass Andreas Pirschner sich auch eine Teilschuld gibt ist anscheinend mal wieder egal Hauptsache flamen

 
  #6Mister U — ...03.01.2008 - 12:29
@Julian:
"Dass Andreas Pirschner sich auch eine Teilschuld gibt ist anscheinend mal wieder egal Hauptsache flamen"

Wo steht denn das mit der Teilschuld?

 
  #7Julian Zeiß — Teilschuld03.01.2008 - 13:05
@Dietmar:
" so muss ich das auf meine Kappe nehmen, denn ich hatte ihn als "Jungspund" in der Hoffnung ausgewählt" Zitat AP

 
  #8Mister U — Wie03.01.2008 - 13:13
Wie konnte ich das nur übersehen.
 
  #9Maximilian Brambring — Hamburg...03.01.2008 - 15:33
...wäre das richtige Pflaster. Hier gibt's viele junge, motivierte Spieler. Zudem gibt es Spieler die schon länger dabei sind, studieren, Autos u.ä. Möglichkeiten haben. Schließlich gibt es hier ein super Testumfeld - und das liegt nicht nur an den zahlreichen erfolgreichen Pros.
 
  #10S. K. — dieser milan03.01.2008 - 15:49
den kenne ich ,dem habe ich ein Tüte Maisbrötchen gegeben,damit er meinen Hühnerkorb anmalt,jedoch hat er das noch immer nicht gemacht
 
  #11Florian Kirchbacher — Team MU Linz03.01.2008 - 16:29
Leider war das scheitern, des Projekts von Anfang an absehbar, was wahrscheinlich aber eher an der "Location", als an den Teilnehmenden Personen lag. Berlin ist als Stadt einfach zu groß und auch die Team-Mitglieder werden sich vor dem Projekt kaum gekannt haben, wodurch wohl auch der Einsatz füreinander gelitten hat.

Wahrscheinlich ist so ein Projekt rein auf Kompetenz aufgebaut nur im/über Internet möglich, wo Anfahrts- und Warte-Zeiten vernachlässigbar und eventuelle "Störfaktoren" austauschbar sind.

Warum das Linzer Team funktioniert?
Vermutlich weil jeder jeden kennt und der Wille Fehler des anderen auszubügeln größer ist. Leider hat man hier halt das Problem, das die Qualität der Spieler eventuell nicht so berauschend ist, da die Menge dafür viel geringer ist.

So far Floh
 
  #12Philipp Summereder03.01.2008 - 17:05
@ all

Finde auch schade, dass MU Team Berlin nicht so funktioniert wie gewünscht. :)

@ Florian Kirchbacher

Du hast auf jeden Fall recht mit der Vermutung, dass wir uns eben besser kennen, der Wille größer ist, sich gegenseitig zu helfen und die Anfahrtswege nicht so extrem sind.

Bei dem Punkt mit der Qualität muss ich dir allerdings widersprechen - denn die hat sehr wenig mit der Größe einer Stadt zu tun, sondern viel mehr mit der Organisation der dortigen Spielerschaft.

In den Jahren, die ich in Linz verbringen durfte haben unsere Spieler über 100 Pro Punkte zusammengesammelt, die sich auf viele verschiedene Köpfe verteilen. (ich hab 9 "Pro Player" gezählt)

Im Vergleich zu anderen, sogar größeren Städten (Linz hat knapp 200.000 Einwohner)hatten wir bisher schon immense Erfolge - und ich hoffe, dass wir - und damit meine ich nicht nur das MU Team - schon sehr bald wieder daran anknüpfen können.

Von der Qualität meines Teams bin ich zutiefst überzeugt - obwohl sie z.T. erst seit einem Jahr competitive Magic spielen haben alle Member schon riesige Fortschritte gemacht und konnten das glücklicherweise beim GP STuttgart - wie berichtet - schon unter Beweis stellen.

Natürlich haben wir noch viel Luft nach oben - aber das Projekt MU Team hat ja auch das Ziel "vom Küchentisch zur Pro Tour (?)" und nicht "von Pro TOur A zu Pro Tour B".

Dafür befinden wir uns glaub ich auf einem sehr guten Weg und ich freue ich immer über positive KOmmentare und Aufmunterungen, die uns für wieder Motivation für neue Aufgaben bedeuten.

lg Phips :)
 
  #13Christopher Eucken — Dies und das.... meine Gedanken dazu03.01.2008 - 17:36
Als das Projekt von AP verkündet wurde und er dazu aufforderte, bei interesse doch eine Mail an ihn zu richten, habe ich dies getan.
Die Mails liest sich - ich veröffentliche den Wortlaut hier nicht sondern gebe ihn interpretiert wider - so:

Eucken:
Klingt sehr interessant, wann sind denn diese Sessions und wo? Darf ich da mal mit dabei sein - nur so als aussenstehender?

Pischners Antwort:
Nein! Ich will dir nicht groß erklären warum, verstehst du ja eh nicht. Ich meine du brauchst professionelle Hilfe nicht von mir.
Wenn du noch weiter fragst, warum und wieso, leite ich notfalls auch rechtliche Schritte gegen dich ein

Von mir kam dann noch eine Antwort, die hier zu lang wäre.
Seit dem aber weiss ich, dass ein "Nein" auf eine Frage nicht das schlimmste ist, was einem passieren kann.

Nun meine Frage:
Hat AP auch andere Anfragen so beantwortet?
Wieso muss (!) ein erfolgreicher Turnierverlauf und eine aufstrebende Magic - Karriere denn vom Artikelschreiben kommen?
Die Organisation einer Turnierreise kann durchaus von Verpflichtungen und besonders von finanziellen Fallstricken beeinflusst sein.
Ich habe schon mehrere Reisren zu Turnieren nach Leipzig, Dresden und Hamburg organisiert. bis zu 12 mann waren am Start und das obwohl die Abfahrt bereits so umn 5 Uhr früh erfolgte!

Warum also ist das Team gescheitert?
Meine Ansicht: Der Trainer wollte ZU (!) viel!!

Er hat fast schon Artikelschreiben im Akkord verlangt.
Er hat erwartet, dass die Teammitglieder nichts anderes mehr tun, als Turniere zu spielen und dort hin zu reisen. An die Kosten, gerade im Format Limited denkt er wohl nicht...
Dass die Mitglieder zur Schule gehen oder Berufen nachgehen - alles so abwegig?
Dass ein Jugendlicher, der durchaus - zumindest mir erging es in meiner Jugend zeitweilig so - erst LERNEN muss, dass es wichtig ist, Verpflichtungen so gut es eben geht, zu befolgen - klar. War bei AP bestimmt auch so.

Ich für meinen Teil war auf dem GP Stuttgart dabei, bin dank Freilos 1-8 gegangen und auf Platz 1265 gelandet.

Alle die mehr wissen wollen: Mein Limited Rating ging um 14 Punkte runter auf 1001 Punkte....

Am Sonntag bin ich wieder nach Hause gefahren, am Montag bin ich arbeiten gegangen und erfuhr, dass mein Arbeitsvertrag um ein halbes Jahr verlängert wurde!

Das Turnier mit den Reisen und so hat einfach nur spass gemacht. Aber ich würde nie eine solche Sache unternehmen, wenn sie zum Beispiel meinen Arbeitsplatz oder die Schullaufbahn tangieren könnte.

Ich denke, dass der Zeitaufwand, den AP hier verlangt hat....

genau das für die Leute zur Folge gehabt hätte.

Ich glaube, dass mein Rating mittlerweile 3-Stellig ist, habe aber erst heute eine Lohnerhöhung bekommen....bestimmt nicht für mein Magicspiel.

Vielleicht war das jetzt etwas lang, aber denkt da erstmal drüber nach, bevor ihr den Leuten solche Leistungen abverlangt.

Übrigens ist am Samstag im ASL ein Standard - Marathon.
Ich spiele mit.
 
  #14Florian Kirchbacher03.01.2008 - 18:03
@Phips: Ich wollte bei Gott niemandem seine Qualitäten absprechen. Meine Aussage bezog sich mehr auf die Anzahl von Leuten, die konstant T8 auf einem PTQ machen können, die also von der Qualität cirka in deiner Liga spielen und ob du davon in Linz viele findest, die das realistisch können, ist doch fraglich.(Ich finde zu Sport gehört immer auch eine realistische Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten und der seiner Mitspieler.)
 
  #15TMM — @euncken03.01.2008 - 19:12
"Meine Ansicht: Der Trainer wollte ZU (!) viel!!

Er hat fast schon Artikelschreiben im Akkord verlangt"

schwachsinn. erstens hat nicht er es verlangt, sondern der sponsor und das wurde klar announct und der workload ist bei dem payout mehr als fair.
 
  #16S. K. — lolz der eucken03.01.2008 - 20:03
das kanns doch ned sein

"Hat AP auch andere Anfragen so beantwortet?"

Das kann ich dir auch beantworten.Nein hat er nicht,das war ein Sonderfall,aber du verstehst sowieso nicht wieso,deshalb spare auch ich mir die Begründungen.Genug Minuspunkte hast du durch diverse Posts nämlich schon gesammelt.

"Meine Ansicht: Der Trainer wollte ZU (!) viel!! "

Kannst du ja gar nicht beurteilen ,wenn du selber weniger als Nichst,also praktisch negative Leistungen bringst.

"Dass die Mitglieder zur Schule gehen oder Berufen nachgehen - alles so abwegig?
Dass ein Jugendlicher, der durchaus - zumindest mir erging es in meiner Jugend zeitweilig so - erst LERNEN muss, dass es wichtig ist, Verpflichtungen so gut es eben geht, zu befolgen - klar. War bei AP bestimmt auch so."

Wer ins Team will,der sollte genug Zeit haben und nicht Tag und Nacht Pauken müssen um auf die 4- zu kommen.Der Sponsor bezahlt einen dafür,dass man auf den Turnieren auftritt,das war die Forderung.Deine schulischen und beruflichen Leistungen interessieren ihn gelinde gesagt einen Dreck.

"Alle die mehr wissen wollen: Mein Limited Rating ging um 14 Punkte runter auf 1001 Punkte.... "

das will NIEMAND wissen

"Am Sonntag bin ich wieder nach Hause gefahren, am Montag bin ich arbeiten gegangen und erfuhr, dass mein Arbeitsvertrag um ein halbes Jahr verlängert wurde!"

Das interessiert auch niemanden

"Ich denke, dass der Zeitaufwand, den AP hier verlangt hat....

genau das für die Leute zur Folge gehabt hätte."

Du sollst nicht denken,das überlass anderen Leuten.Am besten den Leute selber.

"Ich glaube, dass mein Rating mittlerweile 3-Stellig ist, habe aber erst heute eine Lohnerhöhung bekommen....bestimmt nicht für mein Magicspiel."

Achwas, ich kriege meine Deutschnoten basierend auf Turnierergebnissen.

"Übrigens ist am Samstag im ASL ein Standard - Marathon.
Ich spiele mit."

Und ich säge mir meinen Arm mit einem Kamm ab.
 
  #17Florian Wroblewski — War nur eine Frage der Zeit….03.01.2008 - 20:54
Die Probleme beim berliner MU-Team lagen wohl nicht in der Eigenmotivation der Teammitglieder oder dem Standort, sondern eher in der Art der Organisation, der gestellten Forderungen und den Motivationsversuchen des „Teamchefs“ bzw. des Sponsors.
Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen im Team sprechen und diese mit den Kommentaren der nachfolgenden Mitglieder vergleichen.

Jeder Spieler, der mit dem Team in Verbindung getreten war, dürfte das Ziel gehabt haben, etwas zu erreichen. Wohl jeder hatte Interesse daran, durch ausgiebiges Testen verschiedener Formate sein eigenes Spiel zu verbessern und somit insgesamt erfolgreicher zu werden. An Eigenmotivation dürfte es zu diesem Zeitpunkt niemanden gemangelt haben.

Wenn aber ausschließlich alle zu testenden Formate vorgegeben und sämtliche Wünsche, Interessen und Vorschläge von einzelnen Mitgliedern dabei nicht beachtet werden, dann kann die Motivation schon mal ein wenig flöten gehen. Mein (neben Standard und Limited) bekundetes Interesse am Legacy- und Extendedformat wurde z.B. damit abgetan, dass es für MU nicht von Interesse wäre und ich mich darum, außerhalb des MU-Teams doch bitte selbst zu kümmern hätte. Matthis seinem Kommentar lässt sich Ähnliches entnehmen.

Der Slogan lautete übrigens: „Der Weg vom FNM zur Pro Tour“.

Statt aber bei den FNM’s und anderen lokalen Turnieren zu beginnen, diese zu analysieren, sich somit Stück für Stück zu verbessern und dann allmählich größere Turniere in Angriff zu nehmen, war das Thema unserer damalig ersten Teamsitzung der Grand Prix Krakau mit einem absolut unbekannten Standardformat (Der Lorwyn Spoiler war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal komplett - Stuttgart wurde übrigens auch schon erwähnt). Dass AP sehr reges Interesse an der Teilnahme des Teams und vor allem an der Organisation der Reise hatte verwunderte mich vorerst, schien aber „selbstverständlich nicht“ mit seinen drei Byes im Zusammenhang zu stehen.
In den folgenden Wochen kam es zu keinem einzigen vernünftigen Playtesting. Stattdessen wurde ein großes Augenmerk auf die Artikelanzahl- und Verteilung gelegt. Lediglich ein improvisiertes Sealed und ein 7-Mann Draft kamen zu Stande. Das für den kurz bevorstehenden Grand Prix wichtige Standardformat wurde von AP vollkommen außer Acht gelassen und das, obwohl alle dieses für notwendig empfanden. Letztendlich verlangte man von durchschnittlich bis weniger erfahrenen Spielern, dass sie ohne ein Fünkchen Vorbereitung und mit absolut geringen Erfolgschancen an großen und weit entfernten Turnieren im In- und Ausland teilnehmen sollten und dabei die kompletten Kosten selbst zu tragen hätten (oh - ich vergaß die großzügigen 25,- Fahrtkostenzuschuss, die eigentlich auch nur Turniere im Umland gedacht waren). Für zwei Studenten und einen Schüler definitiv der erste Grund mit dem Kopf zu schütteln und ein weiterer Grund für sinkende Motivation. Der dritte war wohl der generelle Umgangston des „Teamchefs“ gegenüber dem Team. Dieser wirkte auf mich oftmals beleidigend, extrem vorwurfsvoll und herabsetzend. Darüber hinaus wurde schon bei Kleinigkeiten oftmals die Kürzung des Sponsorings o.Ä. als Druckmittel benutzt – nicht unbedingt die beste Art Leute zu motivieren. Mir fällt noch ne Menge mehr ein und vieles müsste detaillierter erläutert werden, aber der Kommentar ist jetzt schon lang genug. Nach allem, was ich so erleben und mitverfolgen durfte, wäre folgender Slogan aber passender gewesen:

Artikelschreiben für MU – Mit Hoffnung auf Luck durch die EU und pleite wieder zurück!

Mal ehrlich – wer ein vernünftiges Team mit Erfolgschancen gründen will, der sollte auf das lächerliche Sponsoring scheißen, die Leute ansprechen, die er für geeignet hält, sich ausgiebig und langfristig auf große Turniere vorbereiten und sich selbst um die Organisation des ganzen kümmern. Magic soll einem letztendlich immer noch Freude bereiten und nicht zur lästigen Pflicht und Freakshow werden.

Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle so erscheint, so will ich Andreas hier nicht schlecht machen oder verurteilen. Lediglich sein Organisationstalent und besonders seine soziale Umgangsform halte ich für ein solches Vorhaben für ungeeignet - sorry Andi. Ähnliches gilt übrigens für das (Sponsoring)Konzept von MU.
 
  #18Christian Höhn — Liegt das...03.01.2008 - 23:55
...das nicht auch hauptsächlich daran, dass explizit ein "neues Team" aus dem Boden gestampft wurde? Gibt es nicht viele, auch ambitionierte Spieler- bzw. Testgruppen, die sich bisher selber schon gut organisieren und denen es "nur" ab und an an der Unterstützung fehlt? Gerade hier gibt es doch meist genug verschiedene Charaktere (der Sammler, der Freak, das Kiddie...) um das ganze spannend zu gestalten. Was wurde denn gemacht? Es wurden freiweg Leute aus einem ganzen BUNDESLAND zusammengeworfen und das sollte auf Anhieb funktionieren. Klappt nie... Klappt wirklich nie...

Und die Schuld muss sich nunmal der Verantwortliche für dieses Konzept ankreiden - und das ist Andreas. Ich kann selber kaum beurteilen, wie genau die Motivationskünste des Chefs aussehen - die recht zwiespältige (wenn auch spannende) soziale Kompetenz (das soll keineswegs eine Beleidigung sein) kennen aber einige...



Soweit sogut - vielleicht sucht ihr euch eine motivierte und eingespielte Spielergruppe und helft denen mit dem Sponsoring - ich denke sowohl mit Turnierpräsenz als auch mit Artikeln werden ihr dann wesentlich mehr Spass haben.
 
  #19Daniel Schmidt — Motivation04.01.2008 - 00:09
Ich glaube jeder weiß das der Andreas sehr schnell beleidigend wird. Vielleicht meint er das nicht so doch ALLE die er damit trifft sehen es so! Er sollte vielleicht mal seine Umgangsformen überdenken bevor er nochmal mit anderen Leuten zusammenarbeiten möchte
 
  #20Jörg Dengscherz — Das rechte Licht04.01.2008 - 15:49
Warum das Team in Berlin nicht funktioniert hat, wissen am Ende nur die Teammitglieder, dazu kann und will ich mich gar nicht äußern. Allerdings muss ich eines in jedem Fall klar stellen. Florian Wroblewski tut hier wieder so, als ob das Sponsoring ein Witz gewesen wäre im Vergleich zu den Aufgaben, die das Team hatte.
Das Sponsoring belief sich auf 400,- Euro pro Monat. Einzige Gegenleistung an Magicuniverse, 2 Artikel pro Woche. Also 8 Artikel pro Monat entspricht 50,- Euro pro Artikel. Das bekommen die besten Autoren hier nicht gezahlt, auch nicht auf anderen Magicseiten.

Hat sich der Sponsor ein mal beschwert oder vorschnell Leistungen gekürzt? Nein! Im Gegenteil, als vom Team die Beschwerde kam, dass zwei Artikel pro Woche zuviel seien, haben wir dies sofort auf einen Artikel pro Woche gesenkt. Natürlich wurde dann auch das Sponsoring halbiert, aber nicht als Strafe, sondern weil wir dann eben ein zweites Team brauchten, was uns die Inhalt für die Seite liefert.

Ich sage weiterhin, es handelt sich um ein hervorragendes Sponsoringprogramm, dass von niemanden sonst in Deutschland angeboten wird. Ständig erhalten wir Mails aus anderen Städten, die hier gerne mitmachen würden. Das Problem sind dort nicht die Spieler, sondern der Trainer. Der muss in der Tat sehr motiviert sein, denn die Stunden, die ein AP investiert hat, für die hat er keinen vernünftigen Stundenlohn bekommen.

Ach ja, wenn ihr auch mal eine andere Meinung hören wollt, dann fragt mal Philipp Summereder, was der Sponsor (außer den Artikeln) für Forderungen stellt.

Jörg
MU
 
  #21Andreas Pischner04.01.2008 - 16:32
Es war ja zu erwarten, dass sich jetzt auch Mitglieder des ehemaligen Teams zu Wort melden. Ich denke nicht, dass eine endlose Diskussion hier angebracht wäre, daher werde ich in den sauren Apfel beißen und diese Meinungsäußerungen hier unwidersprochen stehen lassen.

Nichtsdestotrotz will ich klar stellen, dass ich einige Dinge da irgendwie doch ganz anders in Erinnerung habe, insbesondere bezüglich meiner Versuche, die Team-Mitglieder dazu zu bringen, ihre Wünsche zu artikulieren.

Wie auch immer, es hat in Berlin nicht geklappt; es scheint in Linz zu klappen, und es wird vielleicht noch in XXX oder YYY klappen (Selbst-Zensur, nicht von Jörg!).

Zu Jörgs Sponsoring-Rechnung muss man ehrlicherweise allerdings richtig stellen, dass das Sponsoring für die Team-Mitglieder sich "nur" auf 300 Euro monatlich belief, was dann "nur" 37,50€ pro Artikel ergibt. (Die deutschen Magic-Autoren, deren Artikel regelmäßig mit diesem Betrag vergütet werden, können sich vermutlich auch konspirativ in einer Telefonzelle treffen.)
 
  #22Florian Wroblewski — Sponsoring...04.01.2008 - 21:46
Klar, wenn man das Sponsoring nur in Relation zu den geforderten Artikeln sieht, dann ist es mehr als großzügig. Betrachtet man aber die Zahl der Verpflichtungen, den damit verbundenen Zeitaufwand und die dadurch entstehenden und größtenteils selbst zu tragenden Kosten, dann ist das Sponsoring letztendlich ein Tropfen auf den heißen Stein (zumindest, wenn es durch drei oder vier geteilt werden muss). In den Kommentaren zu Reality Bites habe ich diesbezüglich schon etwas geschrieben.
Außer weniger Freizeit und Flexibilität, sehe ich auch keinen klaren Vorteil gegenüber dem normalen Artikelprogramm, bei dem jeder seinen Artikel bezahlt bekommt. Klar bekommt man da einiges weniger, wenn ich es aber richtig sehe, dafür dann in Form von Geld und nicht als bedruckte Pappkarten und ohne eine lange Liste an Erwartungen und Verpflichtungen (ich liebe dieses Wort übrigens im Zusammenhang mit einem Spiel).
 
  #23Christian Meierfeld04.01.2008 - 22:15
Ich finde es schon bedenklich, wenn Milan und Matthis nach eigener Aussage bisher kein Booster des Sponsorings gesehen haben.
Ich denke schon, dass man gerade Schülern schon eine gewisse Gegenleistung bieten muss, damit sie bei der Stange bleiben (v.a. wenn laufendes Engagement wie ein Erscheinen in Stuttgart verlangt wird). Und immerhin waren beide jeweils an zwei veröffentlichten Artikeln beteiligt, hätten somit rechnerisch Anspruch auf jeweils 25% des ursprünglichen bzw. 50% des gekürzten Sponsoringvolumens...
 
  #24Kai Bochert — gehts noch ???04.01.2008 - 22:26
Also irgendwie habe ich damals das sponsoring als ZUSÄTZLICHEN Anreiz gesehen für Spieler, die auch ohne diesen Anreiz bereits an einer Großzahl an Turnieren teilnehmen würden.
Auf wen das nicht zutrifft, der war mit seiner Bewerbung mal eindeutig fehl am Platze.

Leute: das war kein Jobangebot, sondern lediglich ein Bonus für Eure zumindest in der Theorie sowieso schon hohe Bereitschaft, viel Geld und Zeit in Magic zu investieren.
Wenn meine Zeit berufsbedingt nicht derart knapp wäre, hätte ich mich ohne zu zögern für dieses Team beworben; ich allerdings war in der Lage, bereits vorher abzusehen, dass ich in zeitliche Konflikte käme ...
Bei einer Bewerbung hätte man wenigstens eine gewisse Zeit Bemühen zeigen können (denn sonst wäre die wohl doch nicht vorhandene Bereitschaft ja wohl auch schon vorher absehbar gewesen).
 
  #25Thomas Jungmann — Ach du meine Güte05.01.2008 - 06:32
Mannomann, Florian, Du scheinst es bis heute nicht kapiert zu haben:
Du solltest mit dem Eintritt in das Team nicht mit Magic ANFANGEN!
Es ging darum, Deinen bestehenden Einsatz in diesem Spiel zu erleichtern, Dir mehr Möglichkeiten zu geben. Wenn Du keinen Bock auf Turniere hattest, nicht häufig zocken wolltest, dann hättest Du niemals da mitmachen sollen. Du kannst Dich auch als Sportler nicht für ein Sponsoring bewerben, und dann nicht zu den Veranstaltungen gehen. Dann kriegst Du keine Kohle!
Wie gierig kann denn ein Mensch sein??
Das ist en Bonus, verdammt noch eins. Keine Bezahlung für einen Job!

Ich habe den AP ja nun kennengelernt. Wir sind sogar ganz gut miteinander ausgekommen in Stuttgart. Und ich muss einfach hier mal sagen: An seinem Einsatz für das Team KANN es nicht gelegen aben. Denn er ist ein durchaus zu Vernunft fähiger Mensch. Ich denke, wenn ein Wille wirklich dagewesen wäre, er hätte dem niemals im Wege gestanden. Denn er mag aufdringlich sein, aber er ist auch zuverlässig und scheut den Aufwand sicherlich nicht, sich um so eine Aufgabe zu kümmern. Hört auf auf AP rumzuhacken. Es lag an der Gier, der Faulheit und der Unerfahrenheit der Teammitglieder, dass das hier nicht geklappt hat. Das der AP die Leute ausgesucht hat ist klar. E trägt damit einen gewissen Teil der Schuld. Das hat er selbst auch so gesagt. Aber er konnte die Leute nun auch nicht an einen Lügendetektor hängen...

Wenn ich, um mal wieder ein Beispiel zu bemühen, in einem Team, sagen wir Handball, erfolgreich spielen wil, dann muss ich zum Training kommen. Darum muss ich mich selbst kümmern (oder Mutti fährt mich hin). Wenn das Team dann auch noch gesponsort werden soll, dann muss es an einer Liga oder Turnieren teilnehmen. Und selbst dann wird es sich bei dem Sponsoring nur im Trikots oder ähnliches handeln, also alles andere als ein Geldwert. Um an richtig Reisekostenerstattung ranzukommen, oder vielleicht sogar Einkaufsgutscheine, muss man wirklich erfolgreich sein. Denn nur dann kann man für den Sponsor werbewirksam auftreten. Zum Beispiel, indem man in der Zeitung auftaucht. Auf diese Situation rückgerechnet: Wenn man konstant das MU-T-Shirt in internationalen Top 8en rumträgt, dann kann man über mehr Geld verhandeln.
Dazu hätte man aber auch mitspielen müssen, z.B. in Stuttgart.
Das Zauberwort heisst hier: Vorleistung!
 
  #26Jörg Gardill05.01.2008 - 10:57
Ich stimme hier Thomas J. zu, schön das ich es jetzt nicht selber schreiben musste =).
Die Reihenfolge bei so etwas ist nunmal, erst Leistung, dann gibt es Sponsoring. In dieser Hinsicht hattet ihr sogar eine Ausnahmeregelung, da ihr schließlich bereits Material bekommen habt ohne je etwas dafür getan zu haben.
Dabei muss man aber wieder die Ausnahme Milan und Matthis machen, sollten sie für ihre Artikel tatsächlich keine Entlohnung bekommen haben.

Zitat:
"Klar, wenn man das Sponsoring nur in Relation zu den geforderten Artikeln sieht, dann ist es mehr als großzügig."

Ja und so muss man das auch sehen! Es war doch von vornherein klar (oder sollte es sein), das hier Leute gesucht wurden die ohnehin schon viel und ambitioniert spielen und vielleicht nur ein bisschen Unterstützung brauchen um tatsächlich professionell zu spielen. Niemand sprach davon das es darum geht euch zu professionellen "alle zwei Wochen mal das FNM ownen"-Spielern zu machen.

Zitat
"Außer weniger Freizeit und Flexibilität, sehe ich auch keinen klaren Vorteil gegenüber dem normalen Artikelprogramm, bei dem jeder seinen Artikel bezahlt bekommt. Klar bekommt man da einiges weniger, wenn ich es aber richtig sehe, dafür dann in Form von Geld und nicht als bedruckte Pappkarten und ohne eine lange Liste an Erwartungen und Verpflichtungen (ich liebe dieses Wort übrigens im Zusammenhang mit einem Spiel)"

Ich weis gar nicht wo ich anfangen soll...na gut, der Reihe nach:

- Ich weis ja nicht wie das hier läuft, aber zumindest bei P-mtg habe ich für meine Artikel bisher auch immer "nur" Booster (also Pappkarten...) zu Gesicht bekommen (und ja, damit war und bin ich durchaus zufrieden). Wie gesagt, mag sein dass das bei mu oder auch schlicht bei wirklich guten regelmäßigen Artikelschreibern anders läuft, das wage ich nicht zu beurteilen.

- Bezahlt wird man für gewöhnlich auch nur für gute Artikel. Es steht dem Seitenbetreiber nämlich (Glücklicherweise!) für gewöhnlich frei zu entscheiden ob er deinen Artikel abdruckt und wenn er es nicht tut muss er dir dafür auch keinen Lohn geben. Oft ist auch vorher nicht klar wie viel du für den Artikel letztlich bekommst. Das was ihr da teilweise abgeliefert habt war, mit Verlaub, miserabel (und das jetzt ohne direkt auf dich abzuzielen, weil ich nicht mehr weis wer von euch was geschrieben hat).

- Du liebst also das Wort "Verpflichtungen" im Zusammenhang mit dem Wort "Spiel", ja? Dann frage ich mich doch, warum zum Henker hast du dich denn dann für das Team beworben? Es war doch sonnenklar dass das mit Verpflichtungen verbunden ist, das ist ein Team immer! Selbst wenn du in Hintermmondhausen in einem Basketballverein spielst hast du zB. die Verplichtung ein paar mal pro Saison Kampfgericht zu machen und da kannst du auch nicht kommen mit "is doch nur mein Hobby".

omfg

Keine weiteren Fragen euer Ehren.
 
  #27Alexander Friedenberger — MU Team05.01.2008 - 18:54
so jetzt lass ich hier auch mal meinen Senf ab. Als Mitglied des ehemaligen teams kann ich hier ja vielleicht etwas aufklärung leisten. seit der gründung des teams steht es unter einem ungünstigen stern.

1. in berlin sind wirklich ambitionierte und fähige spieler rah gesäht. da gibt es nichts zu diskutieren, das ist leider so.

2. einige der guten und ambitionierten spieler sind leider nicht so begeistert von dem guten herrn pischner, was den pool der zu rekrutierenden spielern weiter einschränkt. ich habe immer zugegeben dass ich noch kein guter oder erfahrener Spieler bin,es ist ja auch nicht schlimm wenn es in einem team auch schwächere spieler gibt. aber das team hatte in keiner konstellation das potential jenseites von fnms erfolgreich zu sein.

3. das team war zu jedem zeitpunkt eine heterogene ansammlung von spielern, nie eine gemeinschaft. etliche stunden sind drauf gegangen um das Boygroup syndrom zu kurieren, die für spieltraining wichtig gewesen wären.

4. auch die zielsetzung des teams war nicht hundertprozent klar. ich will jetzt hier nicht wieder so klugscheißer kommentare ala "man muss sich sein sponsoring auch verdienen" provozieren. mir war klar das wir die artikel schreiben müssen und das das nicht so einfach wird. darüber habe ich mir keine illusionen gemacht. nur fand ich die anspruchshaltung etwas hoch gegriffen. es ist doch etwas weltfremd, wenn man von relativ unerfahrenen spielern artikel erwartet, die neue erkenntnise liefern, die sogar mit den werken erfahrener autoren zu vergleichen. ich habe verstanden das hier artikel erwartet werden, die euch an unserer entwicklung teilhaben lassen, nicht welche die den Kolumnen von frank karsten oder mike flores konkurenz machen. ich habe in so ziemlich jeden artikel eine aufforderung zur konstruktiven kritik gegeben. wirklich viel verwertbares ist da nicht rausgekommen.

4. auch wenn andreas ein hervorrangender theoretiker ist, so ist seine praxis doch etwas eingerostet, so das er nur bedingt den mangel an fähigkeiten des teams kompensieren konnte.

5. persönliche unzuverlässigkeit. ich habe immer versucht meine pflichten zu erfüllen. alle meine artikel sind deutlich vor dem abgabetermin fertig gewesen, ich war immer pünktlich bei den teamtreffs und habe auch versucht anderen hilfestellungen zu geben. aber irgendwann ist auch bei mir schluss. ich will hier keine schmutzige wäsche waschen, aber es kam zu vorfällen, die meine motivation gegen null laufen ließen. als mir dann klar wurde das das team keine zukunft mehr hat habe ich auch meine handlungen für das team zurückgeschraubt.

also ich halte das system für gut nur war scheinbar die berliner variante vom anfang an zum scheitern verurteilt.

ich finde es sehr schade das das berliner team gescheitert ist, da ich wirklich in einem team arbeiten wollte. ich wünsche aber der abteilung aus linz alles gute und viel erfolg für die zukunft!
 
  #28Andreas Pischner05.01.2008 - 20:51
Also eine Sache muss ich jetzt doch unmissverständlich klar stellen:

Milan und Matthis wussten und wissen, dass sie noch Ansprüche an den Sponsor für ihre Artikel haben - das war von Anfang an klar! Wir hatten allerdings das Sponsoring für Dezember noch nicht erhalten, WEIL DAS TEAM ES NICHT GEPACKT HAT, SICH IM DEZEMBER AUCH NUR EIN EINZIGES MAL ZU TREFFEN, um die Aufteilung dieses Sponsorings zu besprechen! Jörg kann schließlich nicht aufs Geratewohl Booster herausschicken oder Geld überweisen, wenn wir gerade im November erst mit ihm ausgehandelt hatten, dass wir das Sponsorvolumen nach eigenen Vorstellungen flexibel dazwischen aufteilen wollten.

Direkt nach dem GP Stuttgart habe ich in der Mail, in welcher ich die Auflösung des Teams bekannt gab, diejenigen Spieler, denen noch Sponsoring zusteht, benannt und aufgefordert, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Und ja, alle von ihnen haben meine Email-Adresse und Telefonnummer.

Die vielbeschworene "soziale Kompetenz", die mir ja nach Äußerung so vieler Leute hier (einschließlich einiger, die mich überhaupt nicht kennen) abgeht, reicht allerdings bei manchen anderen Leuten nicht dazu aus, Kontakt mit mir aufzunehmen, genau so wie sie vorher nicht ausgereicht hat, Verabredungen einzuhalten oder abzusagen. Da ich es aber unterdessen satt habe, jedem ständig hinterher zu telefonieren, überlasse ich diesen Schritt jetzt ihnen.

Dass Alex F. mit Sicherheit nicht dasjenige Mitglied ist, welches die Hauptschuld am Auseinanderbrechens des Teams schlägt, habe ich ja wohl hinreichend klar formuliert.

Am Waschen schmutziger Wäsche bin ich eigentlich nicht interessiert, aber was ich nicht stehen lassen kann und werde sind Behauptungen, dass nicht jederzeit alles von Seiten des Sponsors und mir korrekt abgelaufen ist!
 
  #29Florian Wroblewski — Das Wort zum Sonntag...06.01.2008 - 02:28
Da der ein oder andere es scheinbar nicht schafft auch ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen noch mal einige Punkte von mir und dann solls das einfach mal gewesen sein.

1.
Ich war durchaus dazu bereit mehr Zeit, als bisher aufzubringen und mehr Turniere zu spielen. Allerdings sollte dies auch in einem Rahmen mit realistischen Erfolgschancen liegen. Dem geht ausgiebiges Testen und eine stückweise Steigerung des Powerlevels voran.
Demnach war ich also z.B. nicht bereit ohne jegliche Vorbereitung nach Krakau zu reisen o.Ä. und dabei auch noch teilweise dreistellige Eurobeträge auszugeben - logisch oder?

2.
Leider wurde ein Großteil unserer Teamsitzungen ständig damit verbracht über das (unorganisierte) Artikelprogramm, den Druck von T-Shirts, die Reise nach Krakau (von der zu diesem Zeitpunkt übrigens noch niemand sagen konnte ob er sie aus zeitlichen oder finanziellen Gründen überhaupt antreten könne) und andere, vorerst unrelevante Themen zu diskutieren. Zeit, die man besser hätte nutzen können.
Von Testen und einem langfristigen und organisierten Trainings-, Vorbereitungs- und Veranstaltungsplan war leider nichts zu merken.
Viel sinnvoller wäre es meiner Meinung nach gewesen den GP Krakau außer Acht zu lassen, da wir zu diesem Zeitpunkt weder theoretische, noch praktische Kenntnisse zum absolut neuen Standardformat hatten und uns stattdessen gezielt aufs Lorwyn Limited und den GP Stuttgart vorzubereiten. Parallel hätte eine Artikelreihe, ähnlich der von Phillip laufen können. Durchs Testen hätten wir automatisch mehr in der Materie gesteckt und somit auch leichter für inhaltlich "gute" Artikel sorgen können. FNM's hätte man nebenbei trotzdem Spielen können, um auch im neuen Standard unsere Erfahrungen zu sammeln und ggf. später qualitativ gute Artikel abliefern zu können. Zu diesem Zeitpunkt aber das Hauptaugenmerk auf Standard zu werfen und das, obwohl kaum einer ausreichende Kenntnisse und einen entsprechenden Kartenpool aufweisen konnte, war meines Erachtens nach einfach Schwachsinn und auch ein wenig eigensinnig von Andreas (3 Byes für Krakau). Obwohl dann Standard das große Ziel sein sollte wurde zu allem Überfluss auch noch zweimal Limited gespielt.

3.
Das ständige Gelaber von dem Sponsoring geht mir tierisch auf den Sack und ich will nur mal klar stellen, dass ich von Anfang an gesagt habe, dass es für mich nur ein netter Bonus bzw. freies Draftprodukt ist, da ich mir meine Displays so oder so selbst kaufe. Andreas und auch der Rest des ehemaligen Teams sollten dies bestätigen können. Leider habe ich mich, angeregt durch irgendwelche Heulsusen, in meinen Kommentaren doch immer wieder dazu hinreißen lassen darauf einzugehen und bin gedanklich in andere Regionen abgeschweift. Ich weiß jetzt auch nicht, wie hier jemand auf die Idee kommt, dass ich Geld vom Sponsor erwartet hätte, denn das habe ich ja nun nirgendwo erwähnt, angedeutet, geschweige denn tatsächlich getan.

4.
Die wirklichen Gründe für mich um auszusteigen waren vor allem:

dass kein roter Faden im Vorhaben des Teams und in der Organisation von Testsessions und Turniervorbereitungen zu erkennen war.

dass auch kein roter Faden im Artikelprogramm zu erkennen war. Stattdessen wurde stets spontan etwas festgelegt und irgendein Thema aus dem Ärmel geleiert - mit einer Deadline von 2-3 Tagen und meist ohne große Kenntnisse, was die Themen anging. Auch wenn wir alle da wohl unser Maul nicht aufbekommen haben (da diesbezüglich absolut unerfahren), so hätte man doch zumindest entweder vom Teamleiter oder vom Sponsor erwarten können für einen solchen zu sorgen.

dass Andreas meiner Meinung nach schon zu Beginn zu hohe Ansprüche an die Artikelqualität- und Inhalte hatte, statt einer stetigen Steigerung beizuhelfen und genügend Zeit für eine solche zu beachten.

dass das Spiel und die Entwicklung, sowie die persönliche Interessen der Spieler nicht im Vordergrund standen (letztendlich drehte sich einfach alles um die Artikelanzahl und die Reputation von MU)

dass ich, wie schon erwähnt, Andreas seine sozialen Umgangsformen für die Aufgabe als Teamleiter als unpassend und auf Dauer sogar als störend empfand und wie auch Alex befürchtete, dass seine hervorragenden theoretischen Kenntnisse nicht ausreichen würden, um dies zu kompensieren.

(Warum sich hier Leute, sowohl positiv, als auch negativ über Andreas äußern, obwohl sie ihn nicht kennen, kann ich übrigens auch nicht verstehen. Ein Treffen auf nem GP reicht da übrigens auch nicht aus - sorry)

Alles in allem hatte ich das bedrückende Gefühl nicht voran zu kommen, nicht die fördernde fachkundige Anleitung zu erhalten, die ich mir erhofft hatte, einer zu hohen Erwartungshaltung was die ersten Artikel betraf ausgesetzt zu sein, den tatsächlichen Zeit- und Geldaufwand etwas unterschätzt zu haben und dabei auch noch den Spaß an der Teammitgliedschaft und den Treffen zu verlieren. Demnach zog ich also selbst die Notbremse und schrieb Andreas eine Mail mit meinen persönlichen Gründen zum Teamaustritt. Bei unserem letzten Teamtreffen machte ich meinen Standpunkt dann auf relativ sachliche Art noch mal deutlich und gleichzeitig Platz für eventuelle Nachzügler. Eigentlich ganz einfach.

Dem hätte eine kurze Nachricht folgen können, in der auf die Rücktritte von zwei Teammitgliedern aus persönlichen Gründen, sowie die Neuformierung des Teams hingewiesen wird. Stattdessen folgte "Reality Bites". Ein Epos von Schuldzuweisungen und zweideutigen Anspielungen, der der Feder eines Autors der Bildzeitung entsprungen zu sein schien.

Um jetzt noch mal auf die Vergleiche zum Sportverein einzugehen:

Ich habe selbst vier Jahre Football gespielt, nebenbei auch zweimal in der Nord-Ostdeutschen Auswahl und habe somit eine Vielzahl von guten und weniger guten Trainern erleben dürfen. Ich weiß also wovon ich rede. Wenn ein (oder mehrere) Sportler mit einem Trainer und der Vereinsstruktur ein Problem hat, das Gefühl nicht ausreichend gefördert zu werden und keine Lösung in Aussicht scheint, dann tut er im Normalfall eins - er wechselt das Team oder aber der Trainer fliegt. Passiert auf allen Ebenen des Vereinssports.

Ich hoffe ich konnte für ein wenig mehr Aufklärung sorgen. Dumme Kommentare und Missinterpretationen werden wohl trotzdem Folgen - das Internet eben.


 
  #30Matthis Klemm — kurz noch was gaanz anderes07.01.2008 - 17:08
Ich hab am sammstag beim Standart Marathon im asl ausversehen meinen tauschordner gegen einen anderen ausgetauscht. Also wenn ihr dashier lest und am ssammstag da wart, würde ich euch bitten, doch einmal nachzugucken ob ihr auch noch den richtigen habt.
Vielen dank. (vorallem du florian, du bist mein favorit ;) wir haben meiner meinung nach als letzes getauscht)

Matthis
 
  #31Florian Wroblewski — Ordner08.01.2008 - 15:40
würde dir gerne weiterhelfen. Habe gerade nachgesehen. Leider (oder zum Glück?) habe ich hier nur meine beiden eigenen (groß+klein), was mir die darin enthaltene Lohnabrechnung mit meinem Namen bestätigt. Ich weiß nur noch, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem ich den Tisch verlassen hatte noch mehrere Ordner darauf lagen. Am Tisch saßen glaube ich noch Pascal und sein Gegner. Bin mir aber leider nicht sehr sicher - sorry.
 
  #32Matthis Klemm — ok08.01.2008 - 18:44
ok, danke erstmal. weißt du zufällig noch, wer pascals gegner war?
 
  #33Florian Wroblewski — ...09.01.2008 - 11:36
kein Plan. Falls sich nichts weiter tut, frag ihn am besten mal selbst. Müsste der Gegner aus der selben Runde gewesen sein, die auch wir gegeneinander gespielt haben.
 

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