Casual 21.02.2008  
Morningtide: Casual Construction Challenge
von André Frenzer
6,23 Punkte  
9 Kommentare  
Hallo und herzlich willkommen zurück an meinem Küchentisch. Nachdem wir beim letzten Mal eines meiner alten Lieblingsdecks in seiner Entwicklung begleitet haben, versuchen wir heute direkt neue Lieblingsdecks zu kreieren. Der Morgen ist angebrochen, und Wizards of the Coast haben die nächste Edition – Morningtide – auf den Markt gebracht. Und immer, wenn eine neue Edition in die Spieleläden kommt, rauchen an allen Küchentischen im Lande die Köpfe, um entweder bestehende Kreationen zu verbessern oder komplett neue Deckkonzepte aus dem Boden zu stampfen. Auch erfolgreiche Turnierdecks entstehen nun mal zuerst am Küchentisch. Heute will ich mit einigen der neuen Karten herumspielen und sie in Deckkonstrukte verwandeln, die entweder als Inspiration für Eure eigenen Kreationen oder als schlechtes Beispiel, wie man es nicht macht, dienen können.

Dabei werde ich mich aus zwei Gründen auf das Standard-Format beschränken:

  1. Eine neue Edition hat auf das Standard-Format, aus dem alte Karten wesentlich schneller herausrotieren als bei Extended oder gar Vintage naturgemäß einen wesentlich größeren Einfluss.

  2. Da sich das hier in erster Linie an den Küchentischmagier richtet, kann man nicht davon ausgehen, dass ein Playset Moxe, Fetchlands oder Entsprechendes vorhanden ist, um die Decklisten vernünftig nachzubauen.



Neue Wege


Immer wenn ich mir den Bilderspoiler einer neuen Edition ansehe (ehrlich gesagt bin ich kein großer Freund von Textspoilern), geistern in meinem Kopf direkt neue Ideen herum. Dabei geht es entweder um die Erweiterung bestehender Deckkonzepte oder ich finde Karten, von denen ich denke, dass sie cool genug sind, um ihnen ein eigenes Deck zu gönnen. Und genau um solche Karten soll es heute gehen. Nun sehen wir uns einige Karten mit Constructed-Potential an und bauen neue Decks rund um diese Karten. Beginnen wollen wir mit...

Notorious Throng



Auf den ersten Blick eignet sich diese Karte natürlich für ein blau-schwarzes Feendeck. Gerade im Limited ist das auch der Fall. Hier bringen die fliegenden und aufblitzenden Feen natürlich auch genug Evasion-Potenzial mit, um selbst genug Schaden durchzudrücken, damit sich das Notorious Throng auch richtig lohnt. In Constructed-Formaten denke ich aber an eine andere Farbe, um dem Gegner in einem Zug so richtig viel Schaden vor den Kopf zu knallen – natürlich denke ich an Rot.

Rot bietet im aktuellen Standard-Format einige hervorragende Möglichkeiten um enormes Schadenspotenzial zu entwickeln. Natürlich fallen in diese Kategorie "Direct Damage"-Sprüche wie Beacon of Destruction oder sehr gute Kreaturen wie der (aus jedem Dragonstorm-Deck bekannte) Bogardan Hellkite, mit seiner "Comes-into-Play"-Abillity. Ebenfalls in diese Kategorie fällt auch eine meiner Lieblingskarten, nämlich Riddle of Lightning. Teure Karten vorausgesetzt ermöglicht es diese Karte (Deckmanipulation inklusive) mit einem Schuss enormen Schaden anzurichten.

Eine weitere Möglichkeit - und auf diese wollen wir uns hier konzentrieren - aber wäre es, mit Hilfe von Pandemonium die durch Notorious Throng entstandenen Tokens wieder direkt in Schaden umzuwandeln. So ist man unabhängiger davon, die Prowl-Kosten des Throngs bezahlen zu müssen, um mit den Tokens auch etwas Vernünftiges anzustellen. Wie aber schießen wir dem Gegner vorher genug Schaden an den Kopf?

Nun, neben der oben erwähnten Burn-Variante ist sicherlich auch das Spitebellows in Verbindung mit Pandemonium eine Erwähnung wert. Es kann schnell evoket werden, schaltet einen gegnerischen Thread direkt mit aus, sorgt per Pandemonium für sechs Schaden beim Gegner und bringt damit sechs Tokens per Notorious Throng. Und die verursachen wiederum sechs Schaden... Wenn, ja wenn dann noch Furnace of Rath mit im Spiel ist... Mit diesen Gedanken im Hinterkopf bastelte ich folgende Deckliste:




Notorious Throng Deck
MaindeckVorschau
Länder
6 Island
10 Mountains
4 Primal Beyond
4 Shivan Reef

Kreaturen
3 Flamekin Harbinger
3 Smokebraider
3 Brighthearth Banneret
3 Mulldrifter
4 Spitebellows

Andere
4 Incinerate
2 Furnace of Rath
2 Riddle of Lightning
4 Ponder
4 Pandemonium
4 Notorious Throng





Diese Deckliste verwendet Smokebraider und Brighthearth Banneret zur zusätzlichen Beschleunigung für das Spitebellows. Incinerate handlet hier frühe Bedrohungen des Gegners und ist eher in zweiter Linie dafür gedacht, zusätzlichen Schaden am Gegner zu verursachen. Mit Hilfe des Harbingers bringen wir schnell genau das Elemental auf die Hand, das gerade benötigt wird. Blau liefert darüber hinaus noch ein wenig Deckmanipulation und Carddraw-Effekte, um auch die benötigten Enchantments rechtzeitig auf die Hand zu kriegen.

Wir verlassen nun die blau-rote Kombination und wenden uns einer weiteren Karte mit Constructed-Potential zu, nämlich

Idyllic Tutor



Um den Idyllic Tutor voll zur Entfaltung zu bringen sollten wir natürlich auch ein Deck bauen, das seine Stärke aus Enchantments zieht. Nun, einige – in meinen Augen deutlich zu selten gespielte – Enchantments sind ja im aktuellen Standard-Format enthalten. In der gewählten Farbe sticht hier (neben dem extrem kompliziert zu spielenden Barren Glory) Hoofprints of the Stag ins Auge.

Eine fliegende Armada heranzuzüchten um das Spiel zu gewinnen sollte sicher Spass machen! Um den Plan zu unterstützen, sollten weitere Enchantments mit ins Deck – einzelne Karten, die sich mit dem Tutor suchen lassen. Lost Auramancers suchen ebenfalls Verzauberungen, ein sehr nützlicher Vertreter der Wizard-Familie. Wenn es um's Kartenziehen geht, sollte blau mit in das Deck! Eine der besten Kartenziehmaschinen liefert Morningtide mit dem Sage of Fables ohnehin direkt mit. Neben weiteren Wizards wollen wir aber natürlich noch mehr +1/+1-Counter für unsere Kreaturen, und hier kommt dann Meadowboon, dicht gefolgt von ein paar Momentary Blink, ins Spiel. Eine Deckliste könnte so aussehen:





Idyllic Tutor Deck
MaindeckVorschau
Länder
4 Wanderwine Hub
4 Adarkar Wastes
4 Calciform Pools
5 Island
5 Plains

Kreaturen
4 Stonybrook Schoolmaster
4 Stonybrook Banneret
4 Sage of Fables
2 Vedalken Aethermage
3 Lost Auramancers
3 Meadowboon
2 Sigil Tracer
1 Wanderwine Prophets

Andere
4 Idyllic Tutor
4 Hoofprints of the Stag
4 Momentary Blink
1 Ajani Goldmane
1 Counterbalance
1 Teferis Moat





Das Wizards-Thema ist, wegen des Carddraws für das Hoofprints of the Stag, recht deutlich vertreten. Ein geblinktes Meadowboon sorgt dafür, das dem Sage of Fables die Munition nicht so schnell ausgeht. Ein paar Bonus-Enchantments, die das Spiel für den Gegner verlangsamen sollen – Counterbalance und Teferis Moat – haben ebenfalls ihren Weg in's Deck gefunden. Die Calciform Pools ermöglichen – ordentlich aufgeladen – mehrere Elemental-Tokens auf einmal.

Das waren nun zwei sehr experimentelle Listen, um die neuen Möglichkeiten von Morningtide auszuprobieren. Kommen wir nun zu etwas klassischerem in Verbindung mit einer weiteren Karte, die unbedingt in Constructed-Decks wandern will:

Countryside Crusher



Man ist kurz versucht, eine Liste zu erstellen, die ausschließlich aus Gebirgen und diesem Kerl besteht...


Crush'em
Maindeck
Länder
56 Mountain

Kreaturen
4 Countryside Crusher

...aber gehen wir die Sache ernsthafter an. Im Idealfall sollte das Deck so schnell sein, dass es theoretisch mit drei Ländern auskommt. Ab dann sollte es Schaden, Schaden, Schaden machen können. Da der Countryside Crusher ein Warrior ist, bietet sich der Einsatz der Obsidian Battle-Axe ebenfalls an – vielleicht finden sich ja noch ein paar weitere nutzbare Warriors im Standard-Format...?





Countryside Crusher Deck
MaindeckVorschau
Länder
12 Mountain
4 Mutavault
4 Ghitu Encampment

Kreaturen
4 Mogg Fanatic
4 Keldon Marauders
4 Brighthearth Banneret
4 Countryside Crusher
3 Nova Chaser
2 Inner-Flame Igniter
3 Blood Knight

Andere
4 Obsidian Battle-Axe
4 Rift Bolt
4 Incinerate
4 Shock





Hier gibt es nicht viel zu erklären: unkompliziert, schnell und tödlich. Der Countryside Crusher sorgt dafür, das nicht unnötig viele Länder im Spiel sind, die Battle-Axe synergiert mit (fast) jeder Kreatur im Deck und die Mana-Kurve endet (dank Brighthearth Banneret) wie gewünscht bei 3. Um Mutavault und Ghitu Encampment wäre es natürlich schade, wenn Sie dem Crusher zum Opfer fallen wüden, darum ist es wichtig, den richtigen Moment abzuwarten um den Countryside Crusher auszuspielen. Eine Überlegung war es, auch dem neuen Shard Volley einen Platz einzuräumen. Neben einem guten Preis-/Leistungsverhältnis bietet es auch mehr Marken für den Countryside Crusher. Allerdings wäre es gefährlich, zu viele Länder auf einmal zu verlieren.


Bisherige Erfahrungen


Um Euch einige zusätzliche Anregungen zu geben, will ich hier noch ein paar Decklisten mit Mornigtide-Karten vorstellen, die Ihre Feuertaufe auf Turnierebene bereits bestanden haben. Eine der offensichtlich gern gesehenen neuen Karten mit Constructed-Potential ist dabei die Obsidian Battle-Axe, die exzellente Warrior-Decks mit enormer Durchschlagskraft ermöglicht. Als Beispiel sei hier eine Deckliste des Japaners Takahito Nakajima präsentiert:




Warrior Deck - Takahito Nakajima
MaindeckVorschau
Länder
4 Forest
3 Swamp
4 Gilt-Leaf Palace
4 Llanowar Wastes
4 Treetop Village
3 Mutavault
1 Urborg, Tomb of Yawgmoth

Kreaturen
4 Llanowar Elves
4 Wren's Run Vanquisher
4 Bramblewood Paragon
4 Imperious Perfect
3 Civic Wayfinder
2 Chameleon Colossus
1 Mirri, Cat Warrior
1 Wren's Run Packmaster

Andere
4 Obsidian Battle-Axe
3 Sudden Spoiling
3 Thoughtseize
4 Profane Command




Hier wird voll auf das neue Krieger-Potenzial gesetzt; von den Mana-Elfen einmal abgesehen sind ausschließlich Krieger im Deck vertreten. Dies ermöglicht, in Verbindung mit der Obsidian Battle-Axe, einen extrem schnellen Start des Decks.

Auf der anderen Seite steht der eher Combo-orientierte Ansatz rund um das fliegende Elemental Reveillark. Dies ermöglicht in Verbindung mit dem 0/0er-Body Double eine Endlos-Combo, in dem es abwechselnd sich selbst als Body Double zusammen mit jeweils einer anderen Kreatur ins Spiel zurückholt. Als Beispiel sei hier wieder mal ein japanisches Deckkonstrukt aufgeführt, diesmal von Tsubusa Tomii:




Project X-Wing - Tsubusa Tomii:
MaindeckVorschau
Länder
10 Snow-Covered Island
4 Snow-Covered Plains
4 Adarkar Wastes
4 Wanderwine Hub
2 Calciform Pools

Kreaturen
4 Riftwing Cloudskate
4 Bonded Fetch
4 Reveillark
4 Mulldrifter
3 Mirror Entity
3 Body Double

Andere
4 Mind Stone
3 Cryptic Command
2 Momentary Blink
2 Condemn
3 Wrath of God




Dieses Deck nutzt die Mirror Entity um auch Reveillark mit in den Friedhof zu befördern. Möglich wären auch alle Arten von Opfereffekten (wie der Nantuko Husk oder das Thermopod). Je nach (zusammen mit Body Double) zurückgeholter Kreatur ergeben sich die verschiedensten Effekte; dank Mulldrifter ist die Hand gut gefüllt, dank Riftwing Cloudskate ist des Gegners Board sehr leer. Möglich wäre hier natürlich auch eine aggressivere Version mit dem guten alten Mogg Fanatic, der binnen eines Zuges den Gegner sofort abschießt.

Der Vollständigkeit halber sollte ich hier noch erwähnen, dass es auch bereits verschiedene Listen gibt, die Bitterblossom, Mind Shatter oder Mind Spring herumexperimentieren. Diese Karten besitzen natürlich Constructed-Potential, erweisen sich bislang aber als eher mäßig erfolgreich. Gerade bei den beiden Mind-Karten ist die Kosten/Nutzen-Frage zu stellen.

Zum Abschluss


Das soll es für heute dann auch mal wieder gewesen sein. Bitte seht diese Listen als das was sie sind – Experimente, um neue Wege aufzuzeigen, Morningtide an Eueren Küchentisch zu bringen. Verbesserungsvorschläge, Kritiken, andere Herangehensweisen und Decklisten sind in den Kommentaren natürlich gerne gesehen!

In diesem Sinne bis dahin
Seanchui

MM

9 Kommentare

 
  #1Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com21.02.2008 - 09:33
Okay: WIE ist dieser Artikel hier von einer angezeigten Bewertung von 8.00 vor einer halben Stunde auf 10.00 gesprungen?
 
  #2André Frenzer — ich war´s nicht :-)21.02.2008 - 09:41
aber jetzt stimmt's ja Gott sei Dank wieder.
 
  #3Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com21.02.2008 - 16:43
Vielleicht illustriert das ja, was ich gerade in einem anderen Kommentarteil geschrieben habe:

Andres Bewertungen gehen immer weiter in den Keller, alle Viertelstunde ist der Wert wieder ein bisschen niedriger... aber keiner schreibt ihm, was an seinem Artikel denn nun so schlecht ist!
 
  #4André Frenzer — Kritik21.02.2008 - 16:52
Hallo Andreas,
danke für die "Steilvorlage". Als Autor verfolge ich - natürlich - ebenfalls den Verlauf der Bewertung (hier natürlich wenig glücklich ). Und mir als Autor wäre es natürlich auch wesentlich lieber, etwas Feedback zu bekommen. Schlechte Bewertungen sind schade, aber kein Problem, wenn man mir die Möglichkeit, mich zu bessern.

Woran liegt's also? Sind die Decklisten zu schlecht? Ist mein Schreibstil unannehmbar? Ist das Konzept "Küchentisch" für diese Seite einfach nicht gewünscht?

Ich habe eigentlich vor, weiterhin Artikel für diese Seite zu schreiben. Warum? Weil es mir Spaß bereitet. Und wenn Ihr mir die Möglichkeit gäbet, meine Artikel näher an Euere Bedürfnisse heranzubringen (sofern mir das möglich ist), hätten natürlich auch beide Seiten mehr Spaß. Ich bitte am Schluß meines Artikels nicht unabsichtlich um Kritik .

Gruß
André
 
  #5Christoph Thamm21.02.2008 - 21:41
naja:
wieder mal zu großes Thema mit zu wenig Infos.
Du redest von Karten, die fürs Constructed interessant sein könnten. Da solltest du eigentlich auf mehr als 4 kommen. Ich rede hier mal nur von einer Farbe, weiß:
was ist zB mit den beiden Kinsbaile Viecher, Cenn's Tac und Ballyrush Benneret, die White Weenie noch mehr verstärken (oder auch nciht)? Könnte Coordinated Barrage ein gutes weißes Removal werden? Du solltest auch über Karten reden, die deiner Meinung nach eben NICHT gut/cool genug für den Küchentisch sind, und WARUM dem so ist. Feudkiller's Verdict und Stonehewer Giant haben praktisch CASUAL auf der Karte stehen.

Insgesamt einfach zu wenig, da helfen auch keine kopierten Decklisten. Und über Countryside Crusher zu schreiben, ohne Man-Lands, Desert usw zu erwähnen (die in diesem Standartformat so häufig sind wie wohl noch nie zuvor) ist schwach.
 
  #6Martin Fuchs21.02.2008 - 21:55
hoffe es nerft dich ned, dass ich mich schonwieder zu wort melde.
weil du ja kontern kannst: wer immer meckert solls besser machen!
und dazu hab ich einfach keine zeit. ausserdem denke dass mein schreibstil relativ trocken ist (das war er jedenfalls zu schulzeiten).

ungluecklicherweise is die lange version des kommentars gerade floeten gegangen, weil ich mich verklickt hab.
also kurzversion:

ich finde du hast dich hier etwas vergriffen.
ziel war es ein paar casual karten fuer das post morningtide t2 vorzustellen.
ich haette mich dabei nicht nur auf so wenige karten beschraenkt, (waere ja keine deckliste notwendig gewesen) nur 2 saetzte dazu und 2,3 karten, die gut damit synergieren, oder unterschiedliche decktypen, die damit moeglich waeren.

die decklisten selber sind eher langweilig bis schlecht.

nr 1
hat die zusaetzliche pandemonium combo, aber fast ausschlieslich power 1 kreaturen.
du spielst keien einzigen roughe (etwa looter il kor, tauren mauler) um die deine keycard fuer prowl zu spielen.

(rechenbeispiel prowl:
tauren mauler mit 1 counter greift eine gegner ohne blocker an
(3 schaden) notorius throng mit prowl fuer 3 token, extraturn
(ziehe noch ein notorius throng von oben nach)
angriff mit mauler und 3 token (6 schaden)
throng fuer 6 token, extraturn
angriff mit mauler und 9 token (12 schaden)
insgesammt 21 schaden in einem zug
da pfeif ich auf furnace of rath.)

die beste burnkarte zusammen mit throng ist nicht riddle of lightning, sondern rift bolt.

nr2
ein eingeschraenkter 3 tutor ist wirklich keine karte, die man extra fuer eine casual review erwaehen muesste, da es quasi kein targets gibt.
couterbalance ohne manipulation? -nicht ernsthaft.
warum kein oblivion ring, das rentiert sich zum suchen und kann ganze spiele rumdrehn.
7 tutoreffekte fuer ein 2 mana enchantment???
lost auramancer in der 4. runde = kreatur mit der man ned angreifen/blocken will um sie ned fruehzeitig zu verlieren.
dann 3 runden warten fuer hoofprints 2 mana zum ausspielen zahlen.
nochmal 4 runden warten (falls man nicht die sage combo hat)
nochmal 3 mana zahlen
-> 4/4er token nach 11 runden fuer 11 mana
*fuercht* *fuercht*

nr3
komplett falsch am platz da man fuer mutavault+crusher schon allein 100 euro berappen muss.
dass die karte verdammt stark ist wird ja wohl jeden bereits aufgefallen sein. rot hatte vorher keine kreatur der elephanten-klasse und jetzt einen der evtl gleich als 5/5er loslegt und permanent groesser wird.

die beiden fremden listen passen nicht zu der intention des artikels.

die reveilark combo haette zudem fuer die, die sie zum ersten mal sehen auch noch besser erklaert werden sollen.
ich denke das einige nicht erkannt haben welche funktion die mirror entity in diesem deck hat.
sie ist der opfer effekt, der die combo erst ermoeglicht.
mehrere moeglichkeiten zur combo, etwa:
mirror entity und reveilark im spiel, body double und cloudskate im friedhof.
mirror entitys ability fuer x=0 100 mal auf den stack gehen lassen.
1 mal resolven lassen, beide sterben, reveilark triggert.
riftwing cloudskate und body double kommen ins spiel.
riftwing bounced gegnerisches permanent, body double kopiert reveillark.
mirror entitys abillity ein weiteres mal resolven lassen.
body double holt sich selber und cloudskatte zurueck ->loop

mfg
eidolon
 
  #7André Frenzer — Danke21.02.2008 - 22:54
Das sind doch mal begründete Kritiken, auf denen ich aufbauen kann.

@Martin: wer sich so fundiert äußert der nervt nicht, keine Sorge.

Wahrscheinlich neige ich wirklich dazu, Themen aufzugreifen, die in einem Artikel nicht zufriedenstellend abhandelbar sind. Ich wollte halt tatsächlich nicht den gesamten Spoiler auf Constructed-Tauglichkeit abklopfen sondern lieber ein paar anregende (oder eher abschreckende??) Decklisten aus guten Karten basteln. Hätte ich da mehr als drei behandelt, wäre das IMO nicht nur ausufernd, sondern auch langweilig geworden.

Ich nehme aber für die nächsten Artikel mit, mich auf kleinere Thematiken zu beschränken. Und die dafür ausführlicher zu behandeln. Decklisten wird es aber weiterhin geben, da in meinen Augen nichts die Einsatzfähigkeit einer Karte mehr verdeutlicht als eine Deckliste.

Danke und Gruß
André

PS: über die Reveillark-Combo hatte ich schon so viele Artikel gelesen, dass es mir zu den Ohren rauskam , daher keine weitere Erklärung dazu. Aber vielleicht hast Du recht...
 
  #8Martin Fuchs — reveillark22.02.2008 - 00:57
ja klar normalerweise hat man davon schon gehoert, aber wenn casual spieler xy zufaellig ueber diesen artikel stolpert und sich denkt: "hey mirror entity ist doch der finisher in meine soldaten deck. aber wie macht sich der unendlich mana?"
ist doch irgendwas schief gegeangen.

falls du noch probleme mit groesseren artikeln hast wuerde ich dir mal vorschlagen einfach mal ueber einen deiner drafts zu berichten.
oder fuers gateway ein relativ lineares tribaldeck zu bauen (elfen, meerfolk, kithkin) und der lesern berichten wie es sich so geschlagen hat, wo die staerken dieses tribes sind, wogegen man probleme hat.
noch ein vorschlag: warum nicht mal eine pauper (ein format, bei dem nur commons erlaubt sind) artikel schreiben?
da hast du eine ueberschaubaren pool, da 60% der karten wegfallen und es kommt dannach immer ein casual deck raus, das sich jeder fuer nen 10er nachbauenn kann.
 
  #9Christoph Thamm22.02.2008 - 01:03
Wenn du planst, Decklisten zu bauen, die auf nur ein paar Karten basieren, sollte man eine Entwicklung der Decklisten erkennen. Ewiges Testen ist nicht unbedingt nötig; aber eine gewisse Weiterentwicklung innerhalb des Decks sollte erkennbar sein. ("Ich habe hier, in Version 2 die Inseln durch Gebirge ersetzt, weil mir die Synergie mit den roten Spells auffiel")
 

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