Casual Wettbewerb 2 - Emperor 09.10.2007  
  Emperor, des Königs General
von Sidney "Sid" Ristock
7,00 Punkte  
19 Kommentare  
Der Morgen graut. Nebel liegt über dem Heiligen Land. Befeindete Königreiche stehen sich auf dem ewigen Schlachtfeld gegenüber. Kein Laut ist zu vernehmen, Stille hüllt den Raum.
So, wie es immer war, wird es immer sein. Der ständige Kreislauf allen Lebens schließt sich um von neuem zu beginnen.
Mit jedem Baum der fällt dringt mehr kostbares Licht auf den Grund des Waldes, so sagt man bei uns im Heiligen Land.

Ich, der General meines Königs, einer von zwei Auserwählten, habe die Ehre mein Leben für meinen König zu geben. Dieses Opfer könnte zu gering sein, um das Reich und meinen Herren zu schützen. Ist es doch von je her Gesetz, dass sich beim Streit zweier Könige nur diese, umgeben von den beiden engsten Getreuen, auf dem Feld der Ehre begegnen.

Die ersten zarten Lichtstrahlen erwecken das Land, nur wenige Augenblicke werden vergehen, bis die Horden des Gegners zu sehen und deren Schreie zu hören sein werden. Die morgendliche Sonne verspricht Mut und Kraft, ist sie doch die Schutzherrin meines Volkes. Die Verbündete der Engel, der Greifen und allem Guten, welches das Reich zwischen Himmel und Erde bevölkert. Nun, da die Himmelsscheibe noch tief am Horizont steht, sind es meine Truppen, die Sorge tragen werden, um das Wohlsein ihres Herrschers und seines Landes zu bewahren.
 

Ein Sonnenschwanzfalke bringt Befehl. Aufzuhalten gilt es die andrängenden
Kreaturen. Durchzuhalten gilt es, bis die Sonne im Zenit steht und mein König bereit ist, seine ganze Macht zu entfalten.

Eine Mauer der Engel ruf ich herbei. Sie soll dem gewachsen sein, was immer auch kommen möge. Was da kam, sollte unser Volk noch in Generationen besingen.

Geschöpfe, grobschlächtig und minderen Wuchses, lösen sich vom Horizont. Ihre Haut lodert rot wie die Glut der untergehenden Sonne. Die Gesichter vor Wut und Schmerz verzerrt. „Goblinoide“ werden sie einst genannt. Der Blick manisch, ihr Dasein birgt Tod und Verzweiflung. Unbestimmbar scheint ihre Zahl.

Die Luft schmeckt nach Schwefel und Eiter. Tief atme ich auf, um meine Lunge mit der Kraft zu füllen, die uralte Mächte zu beschwören vermag. Die Loyalen Wachposten sollen erscheinen, um ihre Pflicht zu leisten. Wirklicher Heldenmut soll sie durchströmen und ihnen das Unmögliche gelingen, so lauten mein Gebet und mein Befehl.

Das lärmende Kampfgeheul und die Erschöpfung ob der vollbrachten Beschwörungen beschleichen meinen Geist und machen sich meinen Körper Untertan. Jetzt, da das Aufeinandertreffen unmittelbar bevor steht, sind die Kreaturen, die unser Reich bedrohen so nah, dass die eigene Kraft nicht genug und die Schliche des Schicksals die einzige Weise ist, auf die das Schlachtglück sich entscheidet.
 

Wie als Hohn und Strafe für meine Gedanken scheinen mir die fanatischsten der Unholde sich selbst zu verzehren und einen unheilvollen Zauber zu wirken. Zuversicht und Hoffnung schwinden so rasch, wie sich die Goblinoiden selbst zersetzen, um für jeden von ihnen einen der Loyalen Wachposten unseres Landes mit sich zu reißen. Die große Zahl auf ihrer Seite wird die Schlacht schon vor dem ersten Hieb entscheiden. Doch die Natur der fremden Geschöpfe lässt sie vorandrängen und ihr selbstzerstörerisches Werk nicht vollenden.

Nun, da die ersten Hiebe geführt und selbst die Engel nicht gegen die drängende Übermacht bestehen, bleibt mir nur eine Wahl. Noch einmal gehe ich in mich und atme schwer, das Land und die uralten Mächte bitte ich mir einen letzten Dienst zu erweisen.

Jetzt da die Schlacht zu Ungunsten des Reiches entschieden ist und um der drohenden Gefahr Einhalt zu gebieten, um zu verhindern, dass die Unholde durch ihr Wüten das Heilige Land entehren und zerstören, erbitte ich eine letzte Gunst. Sie ist des Nennens nicht würdig und dennoch so nötig, wie das Licht zum Sehen, welches ich im Tausche zu geben bereit wäre.
Ein letztes Mal höre ich mich aufatmen, bevor ich mit aller Kraft Atem schöpfe, um all jenen, die des Hörens mächtig ist, meinen letzten Befehl entgegen zu schreien.
Heimzahlung“!
 

So wie das Wort meinen Mund verlässt, so schwindet auch das Bewusstsein und ergießt sich mit dem Luftstrom aus meinen Lungen und dem Schall aus meiner Kehle in die Welt.

Mein Geist wandert durch die Sphären der Wahrnehmung und findet sein Ziel an der sanft schwingenden Wiege eines Kindes in einem durch Kerzenlicht erhelltem Raum. Eine Frau, welche die Wiege langsam bewegt weint leise Tränen und singt ein klagendes Lied. Dabei streicht eine Hand immerwährend über die Mitte ihres Leibes. Sie scheint vor kurzem entbunden zu haben. Neben dem friedlich schlummernden Säugling scheint noch ein anderes Kind seinen Platz zu finden. Fein säuberlich ist das kleine Bett drapiert um einem weiteren kleinen Menschen Unterschlupf zu gewähren.

Die Türe des Raumes springt auf. Zwei bewaffnete Männer gefolgt von einem Priester betreten den Raum. „Nein! Entreißt mir bitte nicht auch noch dieses Kind“, fleht die Frau, wodurch das Säugling erwacht und zu schreien beginnt. „Schweig, Frau!. Es war nicht euer Recht diese Kinder zu gebären.“ Der Priester deutet den Bewaffneten das Kind zu nehmen. Alles Schreien und Flehen der Frau war vergebens.

Wieder entfernt sich mein Geist um sein neuerliches Ziel in einer Schlucht tief im Heiligen Land zu finden. Umringt von uralten Steinen und Bäumen steht ein kleiner Altar inmitten einer Lichtung, wenige Schritte vor dem Eingang zu einer felsigen Kluft.
Eine Prozession scheint hier ihr Ende gefunden zu haben. Chorale Gesänge und Fackelschein bestimmen die Atmosphäre.
Eine Scharr Priester und Angehörige königlichen Blutes sind Zeuge, wie vor dem Altar kniend eine in priesterliche Gewänder gehüllte Gestalt in der linken Hand einen mit Erde gefüllter Kelch und in der rechten Hand einen Dolch haltend betet. Die Gesänge werden eindringlicher und enden abrupt, als der Kelch und der Dolch in einem ohrenbetäubenden Knall ihr Zusammenkommen verkünden.
Der Priester erhebt sich und spricht beschwörend:

„Bruder der Drachen,
Herr über das Untergründige Land und aller Kriechwesen,
Beschützer unseres Volkes,
wir die Menschen des Heiligen Landes erflehen dein Kommen!
Erscheine und erneuere den uralten Eid.“

Die Erde bebt und eine furchteinflößende Gestalt, größer noch als der höchste Bäum, das Maul weit aufgerissen mit Zähnen lang wie zwei Männer, wird aus der Erde geboren.    

Der Priester wendet seinen Blick ab und dem Altar zu. Auf diesem liegen zwei neugeborene, gesunde Jungen. Er stellt den mit Erde gefüllten Kelch ab und packt das eine Neugeborene an den Beinen um es Kopfüber über den Kelch zu halten. Er wendet sich der monströsen Kreatur zu.
 

„Oh mächtiger Lindwurm,
mit Blut wurde einst der Eid geschmiedet und Blut soll ihn erneuern.“

„Nein!“, hört man eine Frau aus Leibeskräften klagen. Sie streift sich das Priestergewand ab und wirft sich nackt zu Füßen des majestätischen Lindwurms. „Herr“, fleht sie ihn an. „Es sind meine Kinder, aus meinem Leib, von meinem Blut, die die Schuld an euch bezahlen. Ich bitte euch, nehmt mich an ihrer Stell.“
„Ergreift sie!“, befiehlt der Priester, welcher der Szene machtlos vom Altar aus beiwohnt.

„Herr!“, flehte sie erneut.
„Unterliegt nicht der Täuschung, dies sind nicht des Königs und des Königsfrau Söhne.
Es sind die meinen, die ich als Gabe des Heiligen Landes für die Schande empfing, die mir  der König brachte um das Feuer seiner Lenden zu kühlen.“

Als sich die Priester zu reagieren anschicken, stößt der Lindwurm seinen markerschütternden Schrei heraus, verschlingt die klagende Mutter und taucht herab in das Reich, welches ihn gebar. Der König tritt aus der Menge hervor und befiehlt seine Söhne vom Altar zu holen und warm und sicher zu betten.

„Geschworen habt ihr es mir, Gemahl.
Und gebrochen habt ihr, was ihr mir gelobtet.“
Eine augenscheinlich gutbetuchte Frau richtet ihren ganzen Hass und Schmerz auf den König.
„Warum Gemahl, warum habt ihr mich betrogen, obwohl ihr mir den Treueid schwort?“
„Gebt nicht mir die Schuld Weib, hätten es eure Kinder sein sollen, die dem Bluteid zu opfern wären?“
„Tötet die Bastarde!“, befiehlt die Frau.
„Nein!“, gebietet ihr der König Einhalt. „Es sind meine Söhne! Seit vielen Sternenzügen lieben wir uns und noch immer schenktet ihr mir keinen Sohn. Ihr wisst genau, dass nach den Gesetzen des Heiligen Landes die Gemahlin des Königs sich erst dann Königin nennen darf, wenn sie dem Land einen neuen König schenkt.“

„Demnach ist die tote Hure Königin des Heiligen Landes!“, spottet sie verbittert. „Dann soll sie auch Königin bleiben.“
Sie richtet ihr Gewand und wendet sich ab.
„Ihr werdet es bereuen Gemahl, eurer Heiliges Land wird sühnen, was ihr mir getan.
Mein Vater und meine Brüder werden einfordern, was ihr mir versagtet.“

 

Als ich erwache steht die Sonne nun beinahe im Zenit. Verwunderung ist die erste wahre Empfindung die ich an mir neben Erschöpfung und Schmerz entdecke. Als sich der Staub der Schlacht endgültig legt, sind weder die Geschöpfe unseres Volkes, noch ihre goblinoiden Widersacher zu sehen.
Ein Teil des Landes und ein Stück meiner Selbst waren gestorben.
.
So wie ich die Wunden und das Schicksal des Landes teile, so gewiss ich den Tod des Landes sterbe, so gewiss die Wiederkehr des Feindes scheint, so unausweichlich ist dies das Ende.
Der ewige Kreislauf schließt sich und dennoch bleibt ein letzter zarter Keim, Hoffnung trägt seinen Namen.


Ein vertrautes Geräusch zerreist die Stille, während ein Schatten für den Bruchteil eines Augenblicks die Sonne verdeckt. Kündet dies von Tod und Verzweiflung oder von Leben und Hoffnung? Die Erde bebt und dennoch spüre ich nicht die Furcht des Landes.
Hat das Land die Verbindung zu mir, seinem Hüter verloren? Ist getrennt worden was untrennbar war?

Die Erde reisst auf und zeigt ihren Schlund um mich zu verschlingen. Schicksalsergeben sinke ich auf meine Knie um im Bewusstsein des Versagens mein Leben zu verwirken. War es mir nicht vergönnt das geheiligte Land mit meinem Blute zu verteidigen, werde ich jetzt wenigstens zu dem zurückkehren, was ich einst war? Woraus ich entsprang?
„Aus Erde sind wir geboren und zu Erde sollt ihr zerfallen“, so lauten die Heiligen Worte, deren Bedeutung mir im Angesicht des Todes so klar und einleuchtend wie nie zuvor erscheint.
 

Schon wieder das vertraute Geräusch, beinah unkenntlich durch das Lärmen des sich wölbenden Landes verzerrt, weckt es doch etwas in mir, das ich schon für gestorben hielt. Noch bevor ich mich nach dem Geräusch umsehen und mein Empfinden ergründen kann, taucht vor mir aus der klaffenden Wunde des Landes eine riesige animalische Kreatur auf, um sich gleichsam nur wenige Schritt vor mich auf den Boden zu werfen. Baumhoch und viele Schritte lang liegt er nun vor mir, das mächtigste aller Geschöpfe des heiligen Landes.
Der ehrerbietungswürdige Urvater und Meister aller Kriechwesen, der Lindwurm. Hat mein König Wort gehalten und mir, seinem Vasallen, da die Sonne im Zenit steht, seine große Gunst erwiesen und seinen mächtigsten, mit Blut gebundenen Verbündeten gesandt.
Zur Bestätigung und um mich aus meiner Lethargie zu befreien dringt nun der Schrei des Sonnenschwanzfalkes an mein Ohr. Ja mein Freund, ich habe deinen Laut vernommen und auch die Botschaft, die du mir bringst. Hoffnung ist mit dir zurückgekehrt. Ich spüre wieder die Kraft des heiligen Landes in mir fließen. Nun ist es an der Zeit den Krieg und Schrecken in das Land des Feindes zu tragen. Brich auf großer Lindwurm und vernichte, was die Erde die dich nährt, bedroht. Erfülle deinen Bluteid und bringe Unheil über jene, die das Heilige Land zu vernichten trachten.


„Und Go“ riss es mich aus meinem Tagtraum.
Ein spöttisches „Ein Land könnte helfen“, musste ich mir anhören, als ich mich ungläubig nach dem Verursacher des Lärms umsah.

Ich blickte auf meine Hand und sah eine Angelic Walls, zwei Loyal Sentry, zwei Ebenen, ein Retaliate und einen Valor Made Real.
Legte eine Ebene und vergaß im Drawstep die Karte zu ziehen.

LF

19 Kommentare

 
  #1Christopher Eucken — Oha....09.10.2007 - 08:35
...sehr fantasievoll, wie es dir gelingt, den Leser in eine völlig andere Welt mitzunehmen, die du auch sehr detailreich beschreibst.

Und doch erwachen wir alle in einem Spiel...

Wirlich gelungener Beitrag, hab mich gefreut, ihn lesen zu dürfen. Weiter so!
 
  #2Georg Heinze — Geschmackssache...09.10.2007 - 09:22
Es is zumindest mal ne Abwechslung... und wenn man einigermaßen Spaß dran hat sicherlich auch gelungen... aber wenn man wie ich in der Erwartung nen Magic-Artikel zu lesen an die Sache rangeht, wird man schwer enttäuscht!
 
  #3Marc Oelschläger — Nette Geschichte, aber...09.10.2007 - 09:46
...leider ´habe ich sehr den Inhalt "normaler" Magic-Artikel vermisst. Klar ist es schön sich mal in die Fantasiewelt von Magic reinzuversetzen, aber irgendwie habe ich doch etwas mehr "konventionelles" erwartet, also wie Emperor funktioniert, verschiedene Spielarten bezüglich der Reichweite usw. Ist zwar sehr nett zu lesen, gehört aber meiner Meinung nach mehr in die Sparte "Romane", und nicht zu den Artikeln von MU.
 
  #4 GOL — Mmmh,09.10.2007 - 10:01
also mir hat der Artikel sehr gut gefallen, aber ein Artikel zum Thema "Emperor"? Ich hoffe der zweite (oder gibt es noch mehr) Artikel zu dem Thema bezieht sich ein wenig mehr auf Magic - Das Spiel. Dann ist die Mischung optimal!
 
  #5Martin Slawski — Sehr schön..09.10.2007 - 10:24
Erstens ist das nicht nur eine gute Idee gewesen, sondern sie wurde auch sehr schön unmgesetzt.

Dem Casual-Spieler in mir geht bei dieser Geschichte das Herz auf. Aufgrund solcher Gedanken im Hinterkopf habe ich damals angefangen Magic zu spielen. Das ist mit dem Turniermagic bei mir leider etwas eingeschlafen. Aber früher hatten meine Decks alle eine Hintergrundstory.
 
  #6Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com09.10.2007 - 10:50
Also neee aber auch!

Wenn der Ansatz zu Beginn auch nur einigermaßen konsequent umgesetzt worden wäre, hätte ich ja nichts gesagt, auch nicht zu der verkrüppelten Grammatik oder dem überladen-kitschigen Stil.

Aber leider ist das schon wieder so ein Fall, wo ein Autor das Thema bis auf ein oberflächliches Lippenbekenntnis vollständig ignoriert hat! Da ist ein Absatz, in dem er uns weismachen will, dass es sich um eine Emperor-Runde handelt, aber diese Behauptung wird an keiner Stelle jemals bestätigt. Darüber hinaus bildet auch noch eine generische Fantasy-Story, die nichts mit Magic zu tun hat, den Hauptteil des Textes.

Es wäre sicherlich möglich und legitim gewesen, einen Artikel zu verfassen, in dem man den Ablauf einer Emperor-Runde als Fantasy-Geschichte verklausuliert. (Über Geschmack ließe sich dann immer noch streiten.) Dies hier ist aber ein weiterer Beitrag von jemandem, der die Wettbewerbsbedingungen zu 99% ignoriert hat.

Die Redaktion hat (meiner Ansicht nach sehr großzügige) Preise ausgelobt, um den Lesern Artikel über drei bestimmte Fun-Formate bieten zu können. Wer hier nicht kooperiert und themenfremde Texte mit einem falschen Etikett versehen einsendet, darf kein Anrecht auf diese Preise haben!
 
  #7Mitja Harloff — hmmmm...09.10.2007 - 12:10
also, ich hatte einen vage ähnlichen Ansatz wie du (falls mein Artikel zu Emperor denn dann auch gedruckt wird), habe aber etwas mehr Bezug zum Format (hoffe ich...), da heißt es Daumendrücken, dass AP etwas gutwilliger mit mir umgehen wird...
 
  #8Christian Seyboldt09.10.2007 - 12:29
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber der Erfinder der "Cindy-und-Bert-Endzeitwelt" sollte sich mit diesbezüglichen Äußerungen besser etwas zurückhalten.
 
  #9Sidney Ristock — Es ist kein Artikel09.10.2007 - 12:35
"Schreibt uns Eure Erfahrungen, lustige oder interessante Erlebnisse, Decklisten samt Erklärungen und was Euch sonst dazu einfällt."

Ich wollte meinen Kommentar gerne einmal mit einem Zitat beginnen.

Mein Werk, man streitet sich darüber, ob ich es überhaupt so nennen darf, verschreibt sich eindeutig dem "was Euch sonst dazu einfällt".

Ist es kontroverse? Wenn man die Kommentare betrachtet, erübrigt sich die Frage.
Aber die Aussage, daß es fehl am Platze und eine Story sei, die NICHTS mit Magic zu tun habe, führe ich darauf zurück, daß man natürlich auch keinen Zusammenhang erkennt, wenn man dies auch nicht möchte.

Sorgen brauchen sich die Missgünstigen nicht zu machen, gewinnen werde ich wohl kaum.
Aber wer meint, daß es 8 Stunden "Arbeit" in der Zeit, in der ich für Klausuren hätte lernen müssen, nicht Wert seien, vergolten zu werden, verdient es eigentlich kaum, daß ich seinen Ausführungen Beachtung schenke.

Um ehrlich zu sein, nehme ich das sogar persönlich. Leider kann ich im Moment nicht drüberstehen und möchte mich verteidigen.

Ich fasse es mal in einer nicht durch überladen kitschige Stilelemente verfremdeten Version zusammen. (wäre befremdlichen schon kitschig?)

Die Typen stehen sich 3 vs 3 gegenüber. Jedes Team sitzt beieinander. Jeder darf mit seinen Viechern oder Sprüchen nur seinen dirketen Nachbarn, oder sich selbst targeten. Außer der Mensch in der Mitte der Dreierteams. Der darf zwar mit seinen Kreaturen auch nur seine Nachbarn und sich selbst anvisieren. Und würde ja somit nur seine eigenen Teammember erreichen, solage der noch lebt . Er hat aber zwei weitere besondere Vorteile. Seine Spells haben die Reichweite 2, das heißt er kann damit die Generäle des Gegners targeten und er kann eine Kreatur von ihm tappen und unter die Kontrolle eines seiner Generäle stellen.

Das ist übrigens auch in meiner Geschichte Geschehen. Hat ihm doch der Imperator den Lindwurm geschickt, der auch noch auf den Befehl des Generals gehört hat.

Er muss wohl von Königlichem Blut sein. Mhh, er war wohl Zeuge seiner eigenen beinahe Hinrichtung. Nicht, daß er noch einer der kleinen Babys war, die geopfert werden sollten.

Btw, das Phatasiekönigreich, gegen daß der General Kämft ist übrigens der Papa der betrogenen Frau zusammen mit ihren beiden Brüdern.

Wenn man dann noch beachtet wie viel Zeit und Mühe es gekostet hat, auch die richtigen Magic-Karten rauszusuchen und passend zu verarbeiten, finde ich es sogar schon würdig und auch passend.

Magic ist auch ein Rollenspiel!!

Bitte, bitte lest euch die Geschichte nocheinmal durch, ohne die Erwartungshaltung einen MagicARTIKEL oder formvollendete Grammatik vorzufinden! (Mich würde schon freuen, wenn sie wenigstens grammatikalisch korrekt wäre )

Ich würde mir wünschen, wenn man von meiner Geschichte das erwartet was sie tut. Sie ist und bleibt eine Geschichte, die sich als Hintergrundstory einer Emperorrunde ereignet haben könnte.

Also bitte nicht aufgrund der Erwartungshaltung einen wirklichen Artikel vorzufinden enttäuscht sein. Man durfte schreiben, " was einem sonst noch dazu einfällt".
 
  #10jakob erbe09.10.2007 - 14:44
also ob das jetzt ein toller artikel ist oder nich ist mir egal. da könnt ihr drüber streiten. ich hab etz bock auf emperor...
 
  #11Marcus Malden — Konnte es nicht zu Ende lesen09.10.2007 - 16:24
"Magic ist auch ein Rollenspiel!! "

Hm... Nö. Da fühlt sich sowohl der Magic- wie der Rollenspieler beleidigt.
 
  #12Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com09.10.2007 - 18:32
Man durfte schreiben, " was einem sonst noch dazu einfällt".

Das Wort "dazu" besitzt in diesem Satz eine wichtige Bedeutung, die einige offensichtlich ignoriert haben...
 
  #13Philipp Summereder — @ AP09.10.2007 - 19:06
Ja. Dazu bezieht sich auf die 3 Formate.
Und bedeutet nicht Zusatz.

Das was einem dazu einfällt - ist genau das was jemandem zu den Formaten einfällt.

Und obwohl ich die Story nicht gelesen habe, weil ich keine Fantasyromane lese und nicht denke dass Magic ein Rollenspiel ist - anerkenne ich trotzdem sowohl die Leistung des Autors, als auch die Legitimität seines Wettbewerbsbeitrags.

Ihm ist DAS zum Thema Emperor eingefallen, daher IST es ein legitimer Wettbewerbsbeitrag.
Ob er dir gefällt oder nicht, kannst du ja gerne in den Kommentaren oder durch das Voting zum Ausdruck bringen.

Nuff said,
lg Phips
 
  #14Sidney Ristock — Schade...09.10.2007 - 19:09
Ich habe mich falsch ausgedrückt. Magic ist kein Rollenspiel. Ich habe selbst jahrelang DSA gemeistert und müsste es eigentlich genau wissen.

Was ich damit meinte war, daß man beim Magicspielen in die Rolle eines Zauberers schlüpft. Es gehört nicht zum Genre Rollenspiel sondern zu den Sammelkartenspielen, wie ich unnötigerweise ausführe.


Es war nicht meine Absicht den Unmut der Leserschaft zu wecken.

Ich wollte doch nur eine schöne Geschichte schreiben.
 
  #15Christopher Eucken — @Sydney:09.10.2007 - 19:48
...puhh....danke für die Edit-Funktion...

Obwohl sicher jeder von uns Magicspielern eine bestimmte Rolle in diesem Spiel einnimmt, ist der Unterschied zwischen einem Rollenspiel und einem Sammelkartenspiel sicher deutlich.

Trotzdem, auch die erfahrensten und wissensten unter uns, egal ob sie sich "Professor" opder sonstwie nennen, sollte sich im klaren sein darüber, dass bei diesem Artikelwettbewerb die jenigen angesprochen sind, die sich sonst nicht mit einem Artikel ins Feld trauen würden -obwohl ihnen eine Menge Kreativität innewohnt- ; gerade angesichts der Art, wie hier teilweise Kritik geübt wird.

Warum ein kreativer Beitrag für diesen Wettbewerb so unter's Fuhrwerk genommen wird, erschliesst sich mir nicht.

Warum ich fragte, ob ich mitspielen darf, und als Antwort mit Repressalien bedroht wurde, erschliesst sich mir nicht.

Warum ich die (durchaus zutreffenden möglichen und nicht unbedingt alle) Gründe für die ablehnende Haltung erst umständlich tagelang einsammeln muss und nicht vom verneinenden in einem sachlichen Kommentar zu meiner Frage mitgeteilt bekomme, erschliesst sich mir ebenfalls nicht.

Vielleicht kommt ja von mir mal ein Bericht / Beitrag und kann in den kommentaren dazu dann erschliessen, wieso das so ist.

Mein Aufruf an alle ist und bleibt jedoch: Lasst euch nicht unterkriegen von zu harsch erscheinender Kritik. Steht lieber darüber.
 
  #16Mitja Harloff — Also...09.10.2007 - 21:06
wer schon mal einen Magic-Roman gelesen hat, der sollte sich über deine (angedeutete) Geschichte freuen, die im Vergleich z.B. zur TimeSpiral-Trilogie wenigstens mithalten konnte!
Und wenn man sich alle Komentare nochmal durchliest, war da eigentlich fast nur Positives (mit ein-einhalb Ausnahmen), jedenfalls kein Grund den Kopf hängen zu lassen, oder den Eindruck zu gewinnen, man hätte 'Unmut erregt'!
 
  #17Christoph Thamm — ich finds doof.09.10.2007 - 22:19
Eindeutig nix fuer mich. Ganz subjektiv.
 
  #18Urs Traenkner — Fuer den Autor...10.10.2007 - 07:28
"Ich wollte doch nur eine schöne Geschichte schreiben.", sagst Du.

Was mein Empfinden angeht: ist Dir gelungen
 
  #19 GOL — ...10.10.2007 - 09:11
Nur um das nochmal klar zu stellen. Der Artikel war sehr schön zu lesen, in den Wettbewerb gehört er meiner Ansicht nach definitiv! Ich würde mich über Beiträge dieser Art als regelmäßige Variante zu den bisherigen Artikel hier sehr freuen. Natürlich befriedigt er nicht die Ansprüche der Leser, die etwas mehr über Emperor wissen wollten, aber das kann ja der zweite Artikel noch erfüllen.

Übrigens muss ich #16 zustimmen bzw. muss seinen Punkt aufnehmen, wer meint, die Geschichte gehört hier nicht rein, der muss auch den Standpunkt vertreten Magicromane gehören nicht zu MtG.

Die Kritiker hier sollten sich auch überlegen, wie es aussähe, wenn nur "technische" Artikel zum Thema kommen würden, dann liest man schnell 2-3x das Gleiche!

 

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