| Casual Wettbewerb 2 - ABC-Magic |
27.09.2007 |
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Acidic, Brood, Crystalline – Das ABC der Sliver
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von Martin "Elvish Piper" Slawski
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8,41 Punkte
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11 Kommentare
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Hallo Spaßgesellschaft.
Bevor ich Euch das Sliver-ABC beibringe, möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich heiße Martin, bin 28 Jahre alt und studiere in Rostock Soziologie und Germanistik. Ich habe mit der 4. Edition angefangen Magic zu spielen. An Turnieren teilzunehmen kam mir damals nie in den Sinn. Dass es da mehr als Typ1 gibt, wusste ich auch ewig nicht. Ich spiele bis heute leidenschaftlich alle Arten von Multiplayer. Vor allem Two-Headed-Giant. Als ich zwecks Studiums nach Rostock kam, wollte ich natürlich auch hier meinem Hobby frönen. Da ich aber keine Casualspieler ausmachen konnte, fing ich an Turniere zu spielen. Auch wenn ich inzwischen mehr Turniermagic spiele, ist die Liebe zu den Funformaten geblieben. Am liebsten spiele ich dabei mit einem meiner Highlanderdecks. Ich kenne also beide Seiten des Magicspielens, kenne Spieler die sich je einer Seite zugehörig fühlen und habe für mich einen Weg gefunden an Turnier- und Casual-Magic gleichermaßen, wenn auch auf differenzierte Weise Spaß zu haben.
Vor kurzem habe ich das erste Mal von ABC-Magic gehört und dass es sogar auf den Invitationals gespielt wird. Da ich seit einiger Zeit fleißig Karten für ein Sliver-Highlander sammle, habe ich mir überlegt das ganze mal in dieser Form zu tun. Denn im Prinzip ist ein ABC-Deck auch ein Highlander. Nur deutlich kleiner.
ABC-Magic ist in erster Linie keine Spielvariante von Magic, sondern eine Deckbauvariante, da es gilt strenge Vorgaben einzuhalten. Ein ABC-Deck beinhaltet 40 Karten, die sich aus 14 Basiclands und einer Karte pro Buchstabe im Alphabet zusammensetzen. Man sollte sich dabei allerdings auf eine Sprache beschränken. Regeltechnisch eigentlich ganz einfach. Die Herausforderung besteht in der Umsetzung.
Ich entschied mich für englische Kartennamen, da ich davon ohnehin mehr kenne. Also erstmal flux die Kartensuchmaschine angeschmissen und mir angeschaut, was es denn so für Sliver gibt. Ich musste schnell feststellen, dass das Kriterium, nach dem Anfangsbuchstaben die Karten auszuwählen, härter ist als erwartet. Zum einen gibt es mehrere unterbesetzte Buchstaben, wie X, Y und Z, und zum anderen überbesetzte Buchstaben, wo man sich dann wieder nicht entscheiden kann, wie bei B, F oder vor allem S. Der Buchstabe S sollte mein größter Feind werden. Denn dort gibt es das Überangebot an Slivern. Nicht nur quantitativ, nein nun musste ich mich auch noch zwischen den Slivern überhaupt entscheiden: Sliver Queen, Sliver Overlord und Sliver Legion. Außerdem vertritt die „S-Klasse“ noch weitere Schmuckstücke, wie Sedge Sliver, Shadow Sliver, Shifting Sliver, Sinew Sliver und Synapse Sliver. Auf was hatte ich mich da eingelassen? Nachdem ich diesen ersten Schock verdaut hatte, packte mich dann doch der Ehrgeiz. Außerdem entschloss ich mich mehrere Deckvarianten zu präsentieren. So sollte S doch würdig vertreten sein.
Ich werde also im Folgenden drei verschiedene ABC-Sliver-Decks vorstellen. Und zwar wird für jeden Spielertyp etwas dabei sein. Also weiter lesen, Timmy, schon mal mit ner 46/47-Kreatur angegriffen, und das in Runde 5? Hier geblieben, Johnny, Du kennst bestimmt noch nicht alle Sliver-Queen-Combos? Und aufgepasst, Spike, oder Du verpasst das Tier-1-ABC-Deck.
Timmy's ABC-Sliver
"Just wait till I get my Sliver Legion... ."
Ja, Timmy, Power Gamer, Du hast richtig gelesen: 46/47-Kreatur. Setz Dich erstmal und hol tief Luft. Dann stell ich Dir den ersten Buchstaben Deines Decks vor:
Am Anfang des griechischen Alphabets steht welcher Buchstabe? Genau: Alpha. Gibt's da nicht auch ne super Karte, die so klingt? Genau, Alpha Status. Die Verzauberung schlechthin für unseren Alpha-Sliver. Na das war ja einfach.
Beim nächsten Buchstaben fällt die Entscheidung nicht leicht. Belbe's Portal schickt Deine Sliver, egal welche Manakosten ins Rennen, aber wir wollen ja auch viele Sliver haben. Also doch lieber Brood Sliver ins Deck.
Combomäßig geradezu kommt Coat of Arms daher. Diese Karte powert gleich alle unsere Sliver.
Da sind wir schon beim vierten Buchstaben und haben erst einen Sliver im Deck. Nehmen wir doch einfach mal den Dark Heart Sliver mit an Board.
Eine Kreatur liegt mir aufgrund meines Nicks (bei www.magic-mv.de und anderen Foren) und einer Sammelleidenschaft besonders am Herzen. Der Elvish Piper serviert einem für ein grünes Mana jeden Sliver auf dem Sliver- äh Silbertablett.
Für besonders viel Schaden, nämlich doppelt so viel, sorgt der Fury Sliver.
Ganz besonders wichtig ist natürlich auch etwas Manabeschleunigung. Die bietet der gute Gemhide Sliver.
Haben wir es besonders eilig, dürfen wir den Heart Sliver nicht vergessen.
Immer noch nicht genug Mana? Wie wärs mit nem Izzet Signet?
Jeder Timmy braucht Mana. Also kommt das Jungle Basin ins Deck, damit wir auch fleißig Mana anhäufen können.
Kommt dazu noch Kodama's Reach, ist die Basisversorgung schon ziemlich sicher.
Lustig wird's dann, wenn sich noch ein Lotus Bloom dazugesellt. Allein schon wegen der Vielfarbigkeit.
Manamachen ohne Ende. Das kann auch der gute Magus of the Vineyard.
Noch schnell den Nantuko Elder hinzu, dann reicht's auch langsam mit der Manaacceleration.
Ohne weitere Länder kommen wir aufgrund der 14 Basicland-Beschränkung nicht aus. Da bietet sich Overgrown Tomb an.
Pumpen ist immer gut. Auch wenn der Plated Sliver das nur hinten tut. Und ein Bisschen auf die Kurve kann selbst Timmy mal achten.
Qualitativ hochwertige Sliver sind manchmal nicht leicht zu casten. Gut, dass wir sie mit dem Quicksilver Amulett ins Spiel befördern können.
Richtig viele Handkarten und dazu noch Mana bekommt man mit Rites of Flourishing.
Super. Dann sind wir jetzt endlich bei der S-Klasse angelangt. Aber wer ist nun Timmys Liebling? 7/7 sind sie alle. Da stimmt's also schonmal. Aber was sollen wir uns mit dem Sliver Overlord suchen? Bleiben Sliver Legion und Sliver Queen. Timmy will fette Sliver sehen, da gibt's nur eine Lösung: Sliver Legion, den Wappenrock in Persona.
Tut jeder Kreatur mächtig weh. Deshalb darf der Toxin Sliver hier nicht fehlen. Wenn bei euren Casualrunden allerdings die Spaßeditionen Unhinged und Unglued erlaubt sind, darf es auch gerne Timmy, Power Gamer persönlich sein.
Und nun erstmal wieder ein weiteres Land: Underground Sea.
Vielleicht brauchen wir doch noch mehr Sliver. Das machen wir am besten mit Volrath's Laboratory.
Warum gibts eigentlich keine fetten Sliver mit W? Ward Sliver ist der teuerste, Watcher Sliver pumpt nur hinten. Nehmen wir mal den Winged Sliver, der unsere Fettie-Armee zum fliegen bringt.
Xanthippe, die Frau des Philosophen Sokrates, pflegte zu sagen: „Ich hätte lieber den gutgebauten Ringer heiraten sollen. Der würde nicht so viel reden.“ Und genau das nimmt Timmy sich zu Herzen. Nicht reden, sondern prügeln. Und damit der Gegner auch aufhört (Sprüche) zu sprechen, nehmen wir den Xantid Swarm mit ins Deck.
Yeah, noch ein solides Land, das uns sogar einen komplizierten Buchstaben abnimmt: Yavimaya Coast.
Zuletzt noch der gute Zoologist. Der kann beim aktivierten Topdeckmodus ja ne Menge.
Spinnen wir uns nun mal folgende Situation zusammen. Auf der Starthand haben wir Heart Sliver, Gemhide Sliver, Magus of the Vineyard, Rites of Flourishing und 3 Länder. Da unser Gegner angefangen hat, ziehen wir Plated Sliver nach. Nun legen wir erstmal Forest und Magus.
Nächste Runde Lotus Bloom gezogen, dann Land und Rites of Flourishing gelegt, nutzen dies gleich, um noch ein Land zu legen, damit wir noch den Gemhide Sliver casten können. Der Lotus Bloom wird natürlich schonmal suspended.
In der dritten Runde ziehen wir Elvish Piper und Brood Sliver nach. Der Piper wird natürlich sofort auf den Tisch gehauen. Dazu kommt der Heart Sliver, der nun durch den Gemhide Sliver sofort Mana machen kann, um noch den Plated Sliver zu sich zu rufen.
Juhu. In Runde vier lässt sich dann auch die Sliver Legion samt ihres Alpha Status' blicken. Die Sliver Legion folgt dem Flötenspiel des Pipers auf das Feld. Hinzu gesellt sich noch der Brood Sliver und der Alpha Status gebührt natürlich der Legion.
Runde 5 und der finale, wenn auch erste Angriff steht bevor. Der Piper krümmt sich noch mal für den Fury Sliver und das Lotus Bloom geht für Coat of Arms vom Platz.
Nun stehen folgende 6 Sliver bereit den Gegner zu Überrennen:
. Gemhide Sliver (11/12), Heart Sliver (11/12), Plated Sliver (11/12), Brood Sliver (13/14), Fury Sliver (13/14), Sliver Legion (27/28).
Attacke!!!
So, dann rechnen wir mal den Schaden aus. Bei diesen Dimensionen könnte man schon glatt wie ein Yo-Gi-Oh-Spieler den Taschenrechner benutzen. Macht 86 Schaden! Hui, das ist schon ne Menge Holz. Aber den Cleveren unter Euch ist es sicher aufgefallen…wir sind erst beim Firststrike-Damage. Jaha, richtig gehört. Der Fury Sliver macht bitterere Sachen. Aber diejenigen von Euch, die jetzt ganz clever sind, werden gemerkt haben, dass das dann nicht einfach 162, also doppelt so viele Schaden sind. Neenee, der Trigger der Broodsliver Ability ist auch schon resolved. *Jubel* Also habt ihr jetzt noch mal doppelt so viele Sliver, die unser Schadenspektakel dank Coat of Arms, Sliver Legion und Alphastatus noch einmal enorm steigern. Aus der Brut von 6 Slivertoken ergibt sich jetzt folgende Muskelmasse:
Gemhide Sliver (23/24), Heart Sliver (23/24), Plated Sliver (23/24), Brood Sliver (25/26), Fury Sliver (25/26), Sliver Legion (51/52).
Das sind dann nochmal 170 Schaden, die zu den 86 hinzukommen. Macht 256 Schaden insgesamt. Und es gibt noch mal ne Runde Token. Naja…das ist dann wohl eher egal. Auch wenn ich mich verrechnet haben sollte macht das alles ganz viel Aua. Timmy springt jedenfalls vor Freude auf dem Tisch rum und der Gegner liegt platt am Boden.
Aber mal Hand auf's Herz. Das war jetzt schon etwas theoretisch und der Goddraw schlechthin. Außerdem spielt der Gegner vielleicht auch noch ein paar Spot- oder sogar Massremovals. Allerdings lässt sich Timmy davon nicht beirren. Er weiß welches Potential sein Deck hat und ist damit zufrieden. Das Deck ist jetzt auch schon so überfrachtet gewesen, dass Johnny auch seinen Spaß gehabt hätte. Oder etwa nicht? Hm..naja..es geht wohl noch trickreicher.
Johnny's ABC-Sliver
"Just wait till I get my Ashnods Altar, Heartstone, and Sliver Queen. Oh yeah, and a Rocket Launcher."
Johnny ist nicht direkt auf gewinnen aus. Er möchte dies auf möglichst besondere und komplizierte Art und Weise tun. Und wenn er dafür oft erstmal ein paar Matches verliert. Irgendwann kommt sein Tag, sein Spiel. In dem er alle Register ziehen kann. Und auch Sliver bieten eine Menge Möglichkeiten krasse Combos zu machen. Allen voran die Mutter aller Sliver. Unsere Königin. Wenn wir sie haben, brauchen wir auch nicht mehr viele weitere Sliver. Denn die produziert sie ja selber.
Add CKLNOQU to your Manapool –
Die Manabasis
Um komplizierte Combos zu spielen und möglichst schnell die Sliverqueen casten zu können, brauchen wir eine solide Manabasis, die uns WURBG zur Verfügung stellt. Allen voran Crystal Quarry, das Sliver-Queen-Land, aber auch Kodama's Reach, Lotus Bloom, New Frontiers, Orzhov Basilica, Quirion Elves und Underground Sea tragen zur Stabilisierung unserer Zauberkräfte bei.
D sucht W – Die Tutoren
Wir haben viele Comboteile, die irgendwie gefunden werden müssen. Diabolic Tutor und Worldly Tutor werden uns den Weg weisen und dabei behilflich sein.
Mission XZ – Combo beschützen
Xantid Swarm ist in diesem Deck endlich mal so richtig nützlich und schließt mal wieder die X-Lücke. Zur's Weirding kontrolliert den Gegner. Wenn man über ne Combo allerdings viele Leben hat, kann man den Gegner auch zu Tode langweilen.
ABEFGHIJMPSTV! Gewonnen! – Die Combotools
Beliebig viel Mana und Token bekommt man mit Ashnod's Altar, Heartstone und Sliver Queen, sowie mit Sliver Queen und Mana Echoes. Wenn man nicht eine Runde warten will, um anzugreifen, kann man das Mana auch für den Rocket Launcher investieren.
Hat man anstelle von Heartstone mal Goblin Sharpshooter zur Hand, kann man in Kombination mit Asnods Altar und Sliver Queen beliebig viel Schaden schießen.
Mit Sliver Queen, Earthcraft und Orzhov Basilica erhält man ebenfalls beliebig viele Token. Um seine Leben bis zum Angriff in der nächsten Runde zu sichern, kann man einfach einige tausend in den Victual Sliver opfern. Wenn man die Blasting Station oder Pandemonium im Spiel hat, geht es dem Gegner gleich an den Kragen.
Wenn diese Tokencombo wiederum mit Intruder Alarm und Quirion Ranger kombiniert wird, kann man sich beliebig viel Mana machen, das sich ja wie bereits erwähnt in den Rocket Launcher stecken lässt.
Die meisten werden es etwas albern finden. Aber mit Twilight Drover und Juniper Order Ranger kann man beliebig große Kreaturen züchten. Etwas speziell und unnötig. Aber darum geht's ja schließlich bei Johnny-Decks.
Den Juniper Order Ranger kann man natürlich auch mit der Unhinged-Karte Johnny, Combo Player ersetzen.
Das Sahnehäubchen bei den ganzen Tokenopfercombos ist Fecundity. Damit kann man schließlich das ganze Deck ziehen und alle, aber wirklich alle Register ziehen, so dass das Deck in einem ohrenbetäubenden Combokonzert endet.
Ihr seht, dieses Deck ist ein riesiger Kinderspielplatz, bei dem jeder Johnny ins Schwärmen gerät. Ob er aber gegen Spike ne Chance hat, wage ich zu bezweifeln.
Spike's ABC-Sliver
Spike will nur eins: Den Sieg. Und genau den soll das nachfolgende Deck möglichst häufig von sich tragen.
Als Vorbild nehme ich hier mal das Legacy-Deck „GWU-Counter Sliver“, das ein bisschen fischig funktioniert. In einem Turnier-Counter-Sliver mit 40 Karten müssen etwa 13 Sliver, 7 Counter, etwa 3 Carddraw und 2 Removals rein. Mal sehen, was wir da so bekommen.
Um mich nicht all zu lange damit aufzuhalten, gucke ich mir erstmal an, welche Buchstaben schon wegfallen, da entsprechende Karten in den Turnierdecks vorkommen. Ich werde die dann auch nicht weiter erläutern, sondern einfach mit „gesetzt“ kennzeichnen.
A wie Aether Vial. Gesetzt.
B wie Brainstorm. Gesetzt.
C wie Crystalline Sliver. Gesetzt.
D wie Daze. Gesetzt.
E wie Essence Sliver. Ist zwar etwas teurer, aber er hat einen ordentlichen Body und ne Fähigkeit, die ganz schön abgehen kann. Die Farbe stimmt auch. Wird teilweise sogar bei Turnieren gespielt.
F wie Force of Will. Gesetzt.
G wie Gemhide Sliver. Er verfehlt meiner Meinung nach nur wirklich sehr knapp die Turniergrenze. Beim Buchstaben G ist er für mich allemal nicht wegzudenken.
H wie Harmonic Sliver. Wenn der Gegner mal Enchantments oder Artifacts hat, die uns nicht gefallen, kein Problem. Wird auf Turnieren häufig im Sideboard gespielt.
I wie Interdict. Viele spielen Stifle im Turnier im Maindeck. Das S brauchen wir aber noch und Interdict kann auch ne Menge. Manchmal sogar mehr.
J wie Judge Unworthy. Das J ist auch nicht der Stärkste Buchstabe. Dafür ist Judge Unworthy allerdings ein nettes Removal, das wir gerne mitnehmen.
K wie Keep Watch. Leider kein Sliverbuchstabe. Dafür fand sich ein akzeptabler Carddraw.
L wie Logic Knot. Uns fehlen noch ein paar Counter. Lymph Sliver fand ich etwas zu teuer.
M wie Muscle Sliver. Gesetzt.
N wie Necrotic Sliver. Da musste ich länger überlegen. Lohnt es sich B zu splashen? Man braucht dann halt schon Vial oder Gemhide Sliver, um ihn zu bringen. Aber dann ist er einfach super und fängt auch noch mit N an. Nicht gerade der Spoiler-Buchstabe. Alternative Möglichkeit wäre vielleicht Natural Selection. Macht aber Kartennachteil.
O wie Opaline Sliver. Passt eigentlich ganz gut. So viele Alternativen bietet O auch gar nicht. Wenn der Gegner Spotremoval bereithält, bekommen wir wenigstens Entschädigung oder ziehen nen Counter.
P wie Plated Sliver. Gesetzt.
Q wie Quick Sliver. Quirliger Buchstabe, bei dem wir allerdings sogar ein Luxusproblem haben. Quilled Sliver drängt sich nämlich ebenfalls auf. Aber am Ende des Zuges Überraschungs-Sliver zu bringen oder stets erstmal Countermana offen zu haben ist dann doch die bessere Wahl.
R wie Rune Snag. Manaleak für arme. Die Alternativen sind Reflex Sliver und Root Sliver. Da sie mehr als 3 Mana kosten hab ich sie allerdings außen vor gelassen.
S wie Sinew Sliver. Gesetzt. Damit fallen natürlich auch die großen Brummer raus, aber die sind ja sowieso viel zu schwer zu casten.
T wie Telekinetic Sliver. Sein Konkurrent, der Talon Sliver, ist zwar auch nicht zu verübeln, aber ne Opposition macht das Deck wesentlich stärker.
U wie Underground Sea. Die Idee kam mir, nachdem ich den Necrotic Sliver im Deck hatte. Ansonsten gibt das U auch nicht all zu viel her.
V wie Victual Sliver. Einfach super. Billig und Effizient. Virulent Sliver würde zu sehr in eine andere Richtung gehen. Bleiben wir bei gewöhnlichem Schaden.
W wie Winged Sliver. Gesetzt.
X wie Xantid Swarm. Passt gar nicht mal so schlecht in das Deck und ist damit mehr als eine Verlegenheitsentscheidung für das komplizierte X. Schade, dass es keinen Xantid-Sliver gibt.
Y wie Yavimaya Coast. Um dieses Land kommt man hier einfach nicht herum. Super Ersatz fürs Tropical Island und besetzt einen Problembuchstaben.
Z wie Zephid's Embrace. Da ich vorher festgelegt habe, dass nur englische Karten erlaubt sind, war es nicht leicht überhaupt was mit Z zu finden. Die Umarmung verträgt sich allerdings nicht mit dem Crystalline Sliver. Aber ansonsten macht sich das ganz gut. Zur Not in die Force schmeißen. Die Alternative Zur's Weirding ist allerdings zu sehr vom Matchup abhängig.
Das Deck macht nicht nur Spaß, sondern ist auch relativ stark. Und beim nächsten Legacy-Turnier könnt ihr den Judge mit einer alphabetisch korrekt und harmonisch geordneten Deckliste beeindrucken. - Ach..oh.. lieber doch nicht. Da war doch was mit 60 Karten. Bleiben wir lieber beim Casual. Da ist es nicht nur stark, sondern unheimlich witzig.
Nun noch einige Anmerkungen und Eindrücke. Für mich war das ja nun auch eine Art Experiment, da ich mich mit einem mir zuvor fremden Format beschäftigt habe. ABC-Magic ist eine interessante Variante, da man sich in seinem Deckbauskill vollends beweisen kann, dabei aber Decks heraus kommen, die vom Powerlevel immer noch im Casualbereich anzusiedeln sind. Damit wird also niemandem der Spaß verdorben. Allerdings hält das Alphabet auch jede Menge Landdestruction- und Handdisruption-Sprüche bereit.
Als kompliziert beim Deckbau erwies sich übrigens die Kartensuche. Die gängigen Kartensuchmaschinen sortieren Karten dankenswerterweise zwar nach dem Alphabet, aber es gibt nach meinem Wissen keine Möglichkeit nur nach einem bestimmten Anfangsbuchstaben zu suchen. Das würde die ganze Sache wesentlich erleichtern.
Apropos Suchen. Entschuldigen möchte ich mich an dieser Stelle beim Sliver Overlord, der es aufgrund des Überangebotes beim Buchstaben S in keines der Decks geschafft hat. Vielleicht sollte ich bei Zeiten mal einen Artikel über mein 100-Karten-Sliver-Highlander schreiben. In dem Deck ist er nämlich wirklich „The end of evolution.“
Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß beim Lesen dieses Artikels. Für Timmy, Johnny und Spike sollte doch was dabei gewesen sein. Vielleicht bastelt ihr ja selber gedanklich schon an einem ABC-Deck. Viel Spaß dabei. Wenn ihr Kommentare habt, dann nur her damit.
Gruß
Euer
Martin „Elvish Piper“ Slawski
LF |
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| 11 Kommentare | |   |
| #1 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 27.09.2007 - 07:56 |
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Das "R" in der ersten Deckliste stimmt nicht.
Ansonsten müsste ich auch mal wieder ABC-Decks bauen...
Ach ja, vermutlich ist Rethink trotz der höheren Manakosten besser als Rune Snag, und ich würde in einem dreifarbigen Deck doch lieber Lay of the Land statt Logic Knot spielen, und an Stelle von Keep Watch wäre vielleicht ein Krosan Grip oder so nützlicher.
Und Lay of the Land und vielleicht Fertile Ground für die häufig uncastbare Force of WIll würde auch U für Umezawa's Jitte freimachen!
Und statt Interdict wäre ein Impulse vielleicht ganz gut... Okay, ich höre dann mal auf mit dem Nacheditieren meines Kommentars...
Na gut, einen noch: Harmonic SLiver durch Harmonize ersetzen gäbe den erwünschten Card Draw her. |
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| #2 | Sidney Ristock — Grüsse aus Lübeck | 27.09.2007 - 12:43 |
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Hallo Martin,
ich war schon sehr gespannt, was du so "verbrichst".
Beruhigend zu sehn, daß auch ein Germanistik Student nicht vor dem Fehlerteufel gefeilt ist. :)
Timmy, Jonny und Spike können stolz sein.
Man merkt, dass du das nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt hast.
Gruß
Sid |
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| #3 | GOL — So kann es weiter gehen... | 27.09.2007 - 12:55 |
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Sehr schöner Artikel, wenn es so im Wettbewerb weiter geht, dann kann man sich schon freuen und die Wahl wird sicher spannend! |
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| #4 | Aaron Böhmler — oha | 27.09.2007 - 13:43 |
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Für ABC-Magic wär ich ja viel zu blöd
Da würde ich ja ewig brauchen, um ein gutes Deck zu bauen ... da gibt es "Slots" mit so viele Karten (Beispielsweise "B") ... und dann gibts da noch die Slots mit nur einer Karte ? (Für X und Y gibts wohl kaum mehr als 1-2 spielbare Karten oder ?^^)
Naja, dank deines Artikels hab ich ja jetzt ein paar Anregungen und brauch nicht alle Datenbanken nach Buchstaben zu sortieren
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| #5 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 27.09.2007 - 14:08 |
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Mit Apprentice ging das damals ganz gut, und eigentlich funktioniert es auch mit Gatherer...
Wie auch immer, X ist natürlich DER Problemslot, aber was Y anbetrifft, denk' lieber noch mal drüber nach! |
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| #6 | Martin Slawski — Thanks for comments | 27.09.2007 - 14:23 |
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Danke erstmal für die vielen positiven Reaktionen so weit.
@AP: Rethink anstelle von Rune Sang ist natürlich ne gute Überlgeung. Ich hatte bei R sofort den Coldsnapcounter im Sinn.
Anstelle von Lay of the Land könnte man dann ja auch gleich Land Tax einbauen. Zur FoW: Es gibt Legacy-Decks, die auch nur jede vierte Karte im Deck pitchen können. Keep watch macht nach meiner Erfahrung im Casual genauso viele Karten wie Harmonize. Udn auf den Harmonic Sliver will ich nun wirklich nicht verzichten. Allein für Johnny wäre dann jeder Sliver der Teufel persönlich.
Aber, dass ich die Jitte vergessen habe, kann ich mir gerade selbst nicht verzeihen. D'Oh
@Sidney: Schade, dass Dein Beitrag zu kurz war. Ich fand ihn sehr innovativ. Vielleicht findet sich ja noch irgendwo ein Platz dafür. Eigentlich hatte ich es schon fast ein wenig bereut mich als Germanist zu outen. Aber weniger wegen der Fehler, sondern mehr aufgrund des noch nicht wirklich vollendeten Schreibstils.
Der Buchstabe Y ist im englischen, lässt sich ein wenig mit dem Buchstaben Z im deutschen vergleichen und umgekehrt. Außerdem gibt es in der Magicwelt das wunderebare Volk der Yavimaya, die es einem vor allem bei grünen Decks sehr leicht macht.
Das X ist allerdings wirklich der Knackpunkt. Leider gibt es Xena noch nicht als Magickarte. |
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| #7 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 27.09.2007 - 14:51 |
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Lay of the Land durch Land Tax zu ersetzen ist Unsinn - Manafixing gehört in die Hauptfarbe, und außerdem ist das Tax ohne Broken Combo nicht zuverlässig.
Außerdem sind ABC-Decks durchaus hinreichend ernstzunehende Gegner, dass Keep Watch da genau so schlecht ist wie schon eh und je im Constructed, während Harmonize auch einmal bei leerem Board nachlegen kann. |
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| #8 | Sidney Ristock — Emperor | 27.09.2007 - 15:02 |
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Meinen Beitrag habe ich noch "verlängern" können und somit gibt es zumindest einen Artikel, eigentlich eher eine Geschichte, zum Thema Emperor.
Da Klasurenzeit herrscht, musste kostbare Zeit abgeknappst werden. :)
Der Schreibstil ist wohl etwas, daß sich nie zur Vollkommenheit entwickel lässt, liegt es doch in der Natur der Sache selbst.
Am 7.10 marschieren ja ein paar Lübecker in Rostock ein um den Trial zu Krakau zu gewinnen. Ich weiß zwar nicht genau wer das dann sein soll, doch werd ich auch zu gegen sein. Vielleicht sieht man sich.
Btw, ich bin kein Germanist, aber der deutschen Sprache halbwegs mächtig und in der Beurteilung auf mein Gefühl angewiesen.
Und das sagt mir, dein Schreibstil rinnt meine lyrische Kehle hinab wie reinstes Ambosia. Soviel dazu. ;)
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| #9 | Martin Heruth — Respekt | 27.09.2007 - 16:41 |
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Sehr guter Artikel. Besonders die Idee mit der Deckerklärung in Alphabetform hat den ganzen Text aufgelockert und war unterhaltsam. Da ich selbst einen Artikel zu diesem Thema geschrieben habe, weiß ich mich ja nun in harter Konkurrenz und wünsche für diese gelungene Leistung als fairer Sportsmann viel Glück bei der Abstimmung am Ende. |
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| #10 | Lars Luckhaupt — ... | 27.09.2007 - 16:49 |
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Wie man mit Earthcraft Orzhov Basilicas entappt ist natürlich super nice - bis man seine Karten gelesen hat. |
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| #11 | Martin Slawski — Earthcraft | 27.09.2007 - 18:09 |
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Blöde Vintage-Karten. Die kennt zwar jeder, aber keiner liest sie. Dann muss wohl n Overgrowth anstatt der Basilika ins Deck, dann funzt das. |
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