MU-Team Berlin 18.10.2007  
Reality Bites
von Andreas Pischner
7,53 Punkte  
30 Kommentare  
Stellen wir uns einen verliebten jungen Mann vor. Nennen wir ihn passender Weise Romeo. Romeo ist Hals über Kopf in eine junge Frau verliebt, die wir sinniger Weise Julia nennen wollen.

Romeo möchte unbedingt mit Julia zusammen sein. Deswegen bestürmt er sie mit Liebeserklärungen. Er findet heraus, welche Dinge sie ganz besonders mag, so zum Beispiel morgens das Frühstück ans Bett gebracht zu bekommen und abends beim Einschlafen massiert zu werden. Er verspricht ihr deswegen: "Julia, wenn wir zusammen sind, werde ich Dir jeden Morgen das Frühstück ans Bett bringen und Dich jeden Abend massieren, bis Du einschläfst!" Julia gibt nach, denn sie mag Romeo gerne und ihr gefällt die Vorstellung, so von ihm verwöhnt zu werden.

Die beiden ziehen zusammen. Am ersten Morgen klingelt leise Romeos Wecker, und er springt voller Tatendrang aus dem Bett, wirft einen Blick auf seine geliebte Julia, die sich verschlafen auf die andere Seite wälzt und eilt in die Küche, um Kaffee zu kochen und Frühstück zu machen. Dabei pfeift er vor sich hin und freut sich, dass es ihm gelungen ist, das Herz dieser wundervollen Frau zu erobern. Die Zubereitung des Frühstücks geht ihm leicht von der Hand, und voller Stolz bringt er Ihr das Tablett ans Bett.

Am Abend massiert er Julia zärtlich den Rücken, während sie einschläft. Voller Glück genießt er es, die Frau seiner Träume zu verwöhnen.

Als am nächsten Morgen der Wecker klingelt, blinzelt er verschlafen. Was ist los? Ach richtig, er muss ja das Frühstück zubereiten. Er fühlt sich ein bisschen müde und würde gerne noch weiter schlafen, aber er ist fest entschlossen, sein Versprechen einzuhalten, denn er liebt Julia ja.

An Abend dann stellt er fest, dass er eigentlich viel lieber gleich schlafen gehen würde, anstatt Julia noch eine halbe Stunde zu massieren, aber Pflicht ist Pflicht, und gähnend erledigt er diese.

Dann kommt der nächste Morgen, und der Wecker reißt ihn wieder viel zu früh aus dem Schlaf. Nein, er will wirklich nicht aufstehen, aber widerwillig quält er sich aus dem Bett. Müde, wie er ist, trödelt er ein bisschen, vergisst die Eier zu kochen und bittet Julia, sich die Brote selbst zu schmieren, weil er es sonst nicht mehr zur Arbeit schafft.

Abends massiert er sie zwei, drei Minuten, bis ihm die Lust vergeht. Er möchte lieber selbst schlafen gehen.

Dem Wecker haut er am nächsten Morgen kräftig eins aufs Dach und löst so die Schlummerfunktion aus, die ihn zwanzig Minuten später noch einmal weckt. Da ist es zu spät, um das Frühstück noch zu machen. Stattdessen murmelt er Julia gegenüber eine Entschuldigung und begibt sich zur Arbeit.

Als er dann abends nach Hause kommt, stellt Julia ihn zur Rede. Was ist denn nun mit seinen Versprechungen? Will er sie denn nicht halten? Er überlegt. Ja, schon, eigentlich will er ja, aber irgendwie ist ihm das Ganze zu viel. Er braucht schließlich auch seinen Schlaf. Julia zeigt sich enttäuscht von ihm, sie streiten ein bisschen, und auf einmal ist sich Romeo gar nicht mehr sicher, dass er diese Frau wirklich noch liebt - jedenfalls nicht genug, um sie wie versprochen zu verwöhnen. Julia besteht aber darauf, einen Freund haben zu wollen, der sie verwöhnt, und so trennen sich die beiden.


Und die Moral von der Geschicht': Reality Bites! Wie oft macht man im Leben Zusagen für die Zukunft, und wenn es dann an der Zeit ist, diese Zusagen zu erfüllen, stellt man fest, dass man das eigentlich gar nicht will. Es ist übliches menschliches Verhalten, fürchte ich.

Ich zitiere aus dem Aufruf, sich für das MU-Team zu bewerben:

"Das Kernteam verpflichtet sich, jede Woche mindestens zwei Artikel für Magic Universe zu verfassen."

"Alle vier Mitglieder garantieren die pünktliche Ablieferung veröffentlichungsfähiger Artikel!"


Das ist doch eigentlich klar wie Kloßbrühe, nicht wahr? Musste da nicht jedem Bewerber klar sein, worauf er sich einlässt?

Theoretisch - ja. Theoretisch ist das Verfassen von zwei Artikeln pro Monat für vier Leute ein vertretbarer Aufwand: Jedes Team-Mitglied muss im Schnitt alle zwei Wochen einen Artikel verfassen.

Praktisch jedoch ist dieser Aufwand gleich viel größer, wenn man ihn WIRKLICH betreiben muss! Genau so wie Romeo übertrieben romantische Vorstellungen davon hatte, wie leicht es ihm fallen würde, seine geliebte Julia zu verwöhnen, setzte wohl auch hier erst zeitgleich mit der harten Realität die Erkenntnis ein, wozu genau man sich verpflichtet hatte.

Ich will hier nicht missverstanden werden: Ich bin weiterhin fest überzeugt davon, dass das Sponsoring-Angebot von MU sowohl sehr großzügig, als auch für einen engagierten Spieler sehr lohnend ist! Da abgesehen vom Verfassen der Artikel und dem (wirklich zu vernachlässigenden) Tragen von T-Shirts nichts von den Team-Mitgliedern verlangt wird, was sie theoretisch nicht alleine tun wollen (regelmäßig testen und Turniere spielen), entspricht das Sponsoring, selbst wenn man den Gegenwert eines Booster-Displays mit 75 Euro sehr niedrig ansetzt, pro Mitglied und Monat über 80 Euro, für die in einem Vierwochenmonat zwei Artikel geschrieben werden müssen; in einem Fünfwochenmonat zweieinhalb. So viel Geld für einen Magic-Artikel erhalten ansonsten vielleicht der TrashT und ich!

Nur: Diese Artikel KÖNNEN eben nicht geschrieben werden, sie MÜSSEN. Und da beginnen die Probleme:

Was passiert, wenn das Team beschließt, am ersten Pre-Release-Wochenende neben dem Einzelprerelease auch das 2HG-Release mit ein bis zwei Teams zu besuchen, um dann zu jedem Format einen Artikel zu verfassen, und dann aus diesen und jenen Umständen doch kein MU-Team beim 2HG antritt? Nun, dann muss man eben zwei Artikel über die Einzel-Prereleases verfassen und versuchen, sie interessant genug zu gestalten, dass einem die Leser die Dopplung des Themas verzeihen.

Was passiert, wenn man dann zum nächsten Wochenende sich vorgenommen (und in den letzten Artikeln auch angekündigt) hat, diesmal aber wirklich mit einem MU-Team zu einem 2HG-Prerelease anzutreten und darüber zu schreiben, das dann aber wieder nicht klappt, weil hier ein Spieler krank geworden ist und dort Samstag mit Sonntag verwechselt wurde und man nicht rechtzeitig miteinander kommuniziert hat, um umzudisponieren? Nun, dann gibt man dem Team (und vor allem dem "Coach") halt rechtzeitig Bescheid, damit man sich um einen anderen Artikel kümmern kann.

Was passiert aber, wenn man auch dieses Bescheid Geben vergisst und erst am Montag bei der Teamsitzung nach einer Lösung für den am Donnerstag erwarteten Artikel sucht? Nun, dann muss man sich eben ein Thema suchen, welches man ohne Turnier- und Testpraxis behandeln kann, wie zum Beispiel einen Überblick über die Archetypen des alten Standard, und welche Zukunft ihnen im neuen Format bevorsteht, sowie welche Veränderungen sie vermutlich erfahren.

Was ist aber, wenn diejenigen, die sich bereit erklärt haben, mit dem Schreiben dieses Artikels die entstandene Lücke zu stopfen, im Verlauf des Dienstags feststellen, dass sie nicht wirklich wissen, wie sie dieses Thema (mit vertretbarem Zeitaufwand und überhaupt) behandeln können? Nun, dann rufen sie halt ihren Coach an, der im Rahmen seiner Funktion in diesem Team für solche Fälle ausdrücklich bereit steht und besprechen ihre Herangehensweise mit ihm.

Was aber, wenn die Schreiber auf diese Idee nicht kommen (obwohl ihr Coach ihnen ausdrücklich gesagt hat, sie sollen sich melden, wenn sie auf Probleme stoßen) und am Dienstag Abend, als die Abgabe des Artikels fällig ist, einfach noch nichts Abgabefertiges vorzuweisen haben? Nun, dann schreiben sie dem Coach eine Mail, in dem sie ihn bitten, den Artikel erst am Mittwoch Nachmittag abzugeben, und da ihr Coach auch am Mittwoch noch ein bisschen Zeit hat, sich mit ihrem Artikel auseinander zu setzen, kommt er dieser Bitte nach.

Was aber nun, wenn am Mittwoch Nachmittag dieser Artikel beim Coach landet, und er ist schlicht nicht veröffentlichungsfähig?

An dieser Stelle ein erklärender Einschub: Zu keinem Zeitpunkt wurde vom MU-Team erwartet oder verlangt, dass es Artikel schreibt, die ich als "gut" empfinde! Dass ich hohe Maßstäbe an Artikel anlege, ist allgemein bekannt, aber diese Maßstäbe finden selbstverständlich keine Verwendung, wenn es darum geht, einen Artikel als "veröffentlichungsfähig" einzustufen. Ich denke, an den beiden Turnierberichten, die das MU-Team in seiner ersten Woche veröffentlicht hat, sieht man das auch: Keiner von den beiden ging meiner Ansicht nach als "gut" durch, aber sie waren lesbar und besaßen das erforderliche Minimum an Inhalt, und an ihren Schwächen ließ sich für die Zukunft arbeiten.

Den Artikel, den ich erhielt, hätte man auf einer Magic-Seite nicht veröffentlichen dürfen. Das Problem war nicht, dass er grobe sachliche Fehler enthielt, denn die hätte ich einfach herauskorrigiert. Das Problem war nicht, dass er einen unübersichtlichen Aufbau oder schlimme stilistische Entgleisungen enthielt, denn auch hier hätte ich mich einfach hingesetzt und ihn überarbeitet. Ach ja, das Problem war auch ganz bestimmt nicht Orthographie oder Interpunktion, denn darum kümmert sich die Redaktion.

Das Problem war, dass der Artikel keinen Inhalt besaß! Er listete Decks des alten Formats auf und zählte auf, welche Karten aus diesen Decks herausrotierten. In einer Einstiegssequenz erklärte er zu einem halben Dutzend herausrotierender Karten, was diese taten, und das las sich ungefähr so wie in der satirischen Lorwyn-Preview, die ich auf Zeromagic veröffentlicht habe. Er enthielt Sätze wie "Ihr wisst ja alle, was diese Karte macht" als Erklärung zu Dark Confidant und erklärte dem Leser, wie Remand funktioniert. Das war's dann auch schon. Er wäre von der Leserschaft, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel, völlig in der Luft zerrissen worden!

Ich habe diesen Artikel nicht deswegen als nicht veröffentlichungsfähig eingestuft, weil er MEINEN Ansprüchen nicht genügte, sondern weil ich es weder dem Sponsor zumuten konnte, für diesen Artikel einen Gegenwert zu leisten, noch (und das wog nicht weniger schwer!) den Schreibern zumuten wollte, die verdiente Kritik daran schlucken zu müssen!

Problematisch war die Situation besonders deswegen, weil der Artikel die einzige Art von Mangel aufwies, die ich nicht einfach beheben konnte: Ich konnte ihn nicht mit Inhalt füllen! Dann hätte ICH diesen Artikel geschrieben - eine Option, die natürlich bestand, aber sicherlich Konsequenzen für das Team haben würde.


Zurück zu den W-Fragen: Was aber nun, wenn am Mittwoch Nachmittag dieser Artikel beim Coach landet, und er ist schlicht nicht veröffentlichungsfähig?

Nun, dann setzt sich der Coach mit den Autoren umgehend in Verbindung und erklärt das Problem, und er schlägt folgende Optionen vor:

a) Der Coach teilt der Redaktion mit, dass sie den versprochenen Artikel leider erst später erhält. Am Donnerstag stellen die Autoren dann in Zusammenarbeit mit dem Coach den Artikel fertig.

b) Der Coach teilt der Redaktion mit, dass dieser Artikel leider ausfallen muss. Zu diesem Zeitpunkt waren dafür Konsequenzen für das Team-Sponsoring weder angedroht noch angedacht, aber es war natürlich klar, dass das nicht den besten Eindruck hinterlassen würde.

c) Der Coach übernimmt das Schreiben dieses Artikels und gibt ihn pünktlich zur Veröffentlichung morgen ab, wird für dieses Troubleshooting aber dann natürlich aus dem Team-Sponsoring angemessen entlohnt.

Nach einigen Telefonaten einigt man sich dann auf eine Mischung aus a) und b): Der Coach teilt der Redaktion mit, dass diese Woche nur ein MU-Team-Artikel erscheinen wird und setzt sich mit einem der Autoren am Donnerstag zusammen, um mit ihm das Verfassen des Artikels zu besprechen.

Noch ein Einschub: An keiner Stelle habe ich den Autoren einen Vorwurf dafür gemacht, dass ihnen der Artikel misslungen war! Ein theoretischer strategischer Artikel ist, besonders ohne Praxis, schwierig zu verfassen. Vorwürfe allerdings mache ich ihnen dafür, mir diese Probleme nicht rechtzeitig angezeigt und sich um eine Lösung bemüht zu haben! Ich bin jederzeit bereit, flexibel auf Schwierigkeiten einzugehen, aber dazu muss ich davon rechtzeitig informiert werden.


Wenn nun am Donnerstag der Coach mit einem der Autoren in mehreren Stunden Schritt für Schritt den Artikel durchgeht und eine Vielzahl von Vorschlägen und Ideen einbringt, wie der Text besser strukturiert und vor allem mit relevantem Inhalt gefüllt werden kann, und der Autor sich dazu Notizen macht und sich dann nach Hause begibt, um ihn zu schreiben, hat diese Geschichte dann ein Happy End?

Was aber, wenn der Autor zu Hause feststellt, dass ihm diese Schreibarbeit eigentlich zu viel ist und er deswegen andere Team-Mitglieder anruft, um sie zu delegieren, obwohl diese im Gegensatz zu ihm natürlich nicht wissen, wie dieser Artikel aufgebaut sein soll? Was, wenn durch dieses Delegieren und Verzetteln die Deadline von 21 Uhr, die der Coach für die Abgabe des Artikels setzen musste, da er sich am Freitag aus RL-Gründen nicht mehr um diesen Artikel kümmern kann, verstreicht ohne dass der Coach, der vereinbarungsgemäß den ganzen Donnerstag telefonisch für den Fall erreichbar ist, dass der Autor beim Verfassen des Artikels auf Probleme stößt, kontaktiert wird? Was, wenn um 22 Uhr auf Nachfragen des Coaches ihm versichert wird, dass der Artikel bald bei ihm einträfe, aber bis kurz vor Mitternacht nichts passiert? Was, wenn dann an Stelle des fertigen Artikels eine Mail mit zwei Anhängen eintrifft, die von unterschiedlichen Autoren verfasste Texte enthält, die in keiner Weise aufeinander abgestimmt wurden und inhaltlich nicht zusammen passen?

Nun, um diese ganzen Fragen zu beantworten:

Dann knallt es schließlich!


Ich habe diesen ganzen Verlauf der Geschichte nicht etwa nur referiert, weil "die Öffentlichkeit ein Recht auf Information hat" - auch wenn das natürlich ebenfalls ein guter Grund ist, nachdem zwei angekündigte Artikel ausgefallen sind! - sondern um zu belegen, dass selbstverständlich von Seiten des Sponsors und mir Flexibilität vorhanden ist! Deadlines können verschoben werden - aber eben nur bis zu einem gewissen Rahmen, denn irgendwann muss ein Artikel auch an die Redaktion weiter gegeben werden. Pläne können geändert werden - auch dann, wenn diese Änderungen dadurch notwendig geworden sind, dass das Team sich kleinere bis mittlere Unzuverlässigkeiten zu Schulden hat kommen lassen. Für Probleme können Lösungen gesucht werden - ich habe die meiste Zeit in dieser Krisenwoche damit verbracht, Optionen zu benennen und meine Hilfe anzubieten. Das MU-Team wurde zu keinem Zeitpunkt mit seinen Verpflichtungen allein gelassen.

Das Problem war aber, dass offensichtlich die bereits im Aufruf vereinbarten Verpflichtungen einfach nicht wirklich in das Bewusstsein des Teams gedrungen waren! Dass kein MU-Team zum 2HG-Prerelease antritt, wäre bei ausreichend vorhandenem Pflichtbewusstsein aller Mitglieder nicht passiert (wohlgemerkt resultierte die Verpflichtung, dort anzutreten, aus der bei der Teamsitzung getroffenen Vereinbarung, den nächsten Artikel darüber zu schreiben, und nicht daraus, dass der Sponsor dem Team auferlegt hätte, dieses Turnier unbedingt zu besuchen!) Wenn nun aber diese Teilnahme nicht klappt, dann hätte ein Team, dem seine Eigenverantwortung für das Verfassen von Artikeln bewusst ist, sich spätestens am Sonntag bereits abgesprochen, auf welche Art der ausgefallene Artikel ersetzt werden könnte.

Nachdem dieses Troubleshooting nun auf die Teamsitzung am Montag verschoben wurde, hat das Team zwar erst einmal richtig gehandelt, indem es sich bereit erklärte, mit einem Ersatz-Artikel einzuspringen. Dann allerdings fehlte wieder das Verantwortungsbewusstsein, sobald man bemerkte, dass die angestrebte Deadline nicht einzuhalten war, dieses Problem rechtzeitig aufzuzeigen!

Mal wieder ein Einschub: Früher hier auf Magic Universe, sowie aktuell auf PlanetMTG verfasse ich eine wöchentliche Artikelreihe, und es ist meiner Erinnerung nach noch nie ein Artikel von mir ausgefallen! Woran liegt das? Nun, einerseits daran, dass ich Deadlines sehr ernst nehme, und es mir deswegen in der Regel gelingt, sie einzuhalten (Artikel vorzuschreiben, wenn das Thema und die Zeit es einem erlauben, hilft natürlich ebenfalls). Dann aber vor allem auch daran, dass ich WENN ich einmal Probleme mit einer Deadline habe (und das kommt durchaus vor!) rechtzeitig meinen Editor informiere! Ein flexibler Editor zusammen mit dem Umstand, dass meine Deadlines nie wirklich auf dem letzten Drücker liegen führen dazu, dass selbst wenn ich einmal eigentlich "zu spät" dran bin, die Leserschaft nichts davon bemerkt, weil diese Deadlines genügend Luft lassen, dass der rechtzeitig unterrichtete Editor seine eigene Planung noch umstellen kann. Die Moral hier: Zuverlässigkeit bedeutet einerseits, sich wirklich Mühe zu geben, Verabredungen einzuhalten, aber andererseits besonders auch in den Fällen, in denen es dann doch nicht klappt, so früh wie möglich Bescheid zu geben, damit andere sich darauf einstellen können!


Das Ergebnis: Aus einem 2HG-Turnierbericht, der wohl ohne größere Mühe spätestens am Dienstag Abend (nach leichter Überarbeitung von mir vermutlich) veröffentlichungsfähig an die Redaktion hätte weiter geleitet werden können, wurde nach einer Verkettung von Unzuverlässigkeiten ein als Ersatz improvisierter Artikel, der trotz erheblichen zeitlichen Aufwands sowohl von Seiten des Teams als auch von meiner Seite Freitag um 0 Uhr noch nicht in einem solchen Zustand war, dass ich ihn mit dem zeitlichen Aufwand, der mir am Freitag zur Verfügung stand (maximal 2 Stunden), zur Veröffentlichung an die Redaktion hätte schicken können.

Und woran lag's? Viele kleine Versäumnisse, die sich aufaddierten, die sich aber mit zwei Begriffen zusammenfassen lassen:
Fehlendes Verantwortungsbewusstsein und mangelnde Kommunikation.

Dies sind die Dinge, die ich dem MU-Team anlasten muss, aber andererseits bedeuten sie auch eine Erkenntnis, die mich so unerwartet nicht hätte treffen dürfen: Reality bites!

Ja, ich hatte in meinem Aufruf die Anforderungen an die Team-Mitglieder so klar und unmissverständlich wie nur irgend möglich formuliert. Aber ich hätte wissen müssen, wie häufig Menschen sich bei ihren Zusagen überschätzen, insbesondere dann, wenn es sich um die Zusage von Regelmäßigkeit handelt.

Besucht Ihr ab und zu PlanetMTG? Ihr dürft ruhig "ja" sagen - während sich der Planet immer sehr schwer damit tut, die Existenz von Magic Universe zuzugeben, gibt es da umgekehrt keine Berührungsängste. Kennt Ihr dort die Daily Links? Dieses wirklich nützliche Feature, das einem jeden Tag alle interessanten Magic-Beiträge aus dem Netz (außer von Konkurrenzseiten) auflistet? Dieses Feature, welches heute (ich schreibe diese Sätze am Dienstag, dem 16. Oktober) seit einer Woche nicht mehr upgedatet wurde?

Und was ist mit dieser Turnierserie in der zweiten Jahreshälfte 2007... na gut, lassen wir DIESES Thema an dieser Stelle besser...

Stattdessen erinnere ich mich an die Zeit zurück, in der ich in einem Spieleladen arbeitete. Wir hatten ein sehr familiäres Verhältnis in der Belegschaft, und insbesondere hatte ich einen absolut unwahrscheinlich netten Chef, mit dem ich nicht nur im besten freundschaftlichen Verhältnis stand (und stehe), sondern dem gegenüber ich auch Kritik sehr frei äußern konnte.

Immer mal wieder kam es vor, dass dieser Chef eine neue Idee hatte, wie man den Ablauf bestimmter Prozeduren im Laden verbessern konnte, die einen zusätzlichen Arbeitsschritt von ganz kurzer Zeitdauer bedeuteten, der allerdings zuverlässig immer und immer wieder gemacht werden musste. Und immer mal wieder, wenn ich von der absoluten Notwendigkeit dieses Arbeitsschrittes nicht überzeugt war, sagte ich meinem Chef: "Du, das ist zu viel Zeitaufwand! Die ersten Tage machen es vielleicht noch alle, aber sobald es zur Gewohnheit werden muss, wird es einfach weggelassen. Glaub' mir - in einer Woche machst selbst Du es nicht mehr!" Und immer mal wieder erwies es sich, dass ich Recht hatte, und dass nach einer Woche ich der einzige im Laden (meinen Chef eingeschlossen) war, der diesen Arbeitsschritt noch machte, und er wieder abgeschafft wurde.

Regelmäßigkeit ist ein oft enorm unterschätzter Faktor bei Verpflichtungen, die man eingeht. Alle zwei Wochen einen Artikel schreiben? Kein Problem! Alle zwei Wochen WIRKLICH einen Artikel schreiben, der bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgegeben sein muss, und das auch dann, wenn irgendwo etwas schief gelaufen ist und man improvisieren muss? DAS ist ein Problem!

Weil mir dieses Problem zumindest prinzipiell durchaus bekannt war, war ich auch bereit, sehr flexibel zu reagieren. Ich plante bei jeder Deadline, die ich setzte, eine Verzögerung von ein bis zwei Stunden ein. Ich hielt mir außerdem immer, wenn es möglich war, am Folgetag zusätzlich die Zeit offen, um etwaiges Troubleshooting zu betreiben. Ich stand unausgesetzt mit unserem Sponsor in Kontakt, um gegebenenfalls auch bei versäumten Terminen eine Lösung zu finden. Außerdem war ich immer auf der Suche nach Lösungsvorschlägen für anstehende Probleme, sowie bereit praktische Hilfestellung zu geben.

Nichtsdestotrotz gab es eine Grenze dieser Flexibilität, und die war Donnerstag Nacht erreicht! Die vorletzte mögliche Deadline war abgelaufen. Ich wusste, dass ich am Freitag zwischen 18 und 20 Uhr noch einmal Zeit haben würde, mich um Teambelange zu kümmern, und dann bis ungefähr Sonntag nicht mehr. Deswegen setzte ich dem Team eine LETZTE mögliche Deadline, nämlich Freitag 18 Uhr, um mir diesen Artikel in einer Form zuzusenden, in der ich ihn mit einigermaßen geringem Überarbeitungsaufwand an die Redaktion weiterleiten konnte. Das war keine Bosheit, sondern einfach eine Notwendigkeit: Wenn der Artikel bis dahin nicht vorlag, konnte er nicht veröffentlicht werden!

Damit ich nicht missverstanden wurde, dass diese Deadline NICHT mehr zu verschieben war, formulierte ich meine entsprechende Mail an das Team sehr deutlich. Außerdem begann ich, Konsequenzen zu ziehen: Da das Teamsponsoring untrennbar mit dem Verfassen von Artikeln verbunden war, stellte ich eine Kürzung des Sponsorings, entsprechend dem Volumen der ausgefallenen Artikel in Aussicht (allerdings mit dem Hinweis, dass das Sponsoring durch Nachreichen von Artikeln wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgebracht werden konnte). Ich wollte sichergehen, dass dem Team klar war, dass EIN ausgefallener Artikel vielleicht noch kein Beinbruch war, ZWEI ausgefallene Artikel in einer Woche jedoch, insbesondere wenn dieser Ausfall auf ein Aufsummieren von Unzuverlässigkeiten zurückzuführen war, nicht hinnehmbar!

Nun, das Team ließ diese Deadline verstreichen, und deswegen gab es letzte Woche keinen MU-Team-Artikel. So war das.

Bitte nehmt zur Kenntnis, dass ich bislang absichtlich keine Namen genannt habe! Das hat einmal den Grund, dass es nicht der Sinn dieses Artikels hier ist, irgendjemanden in die Pfanne zu hauen; zum anderen, dass wie auch im Aufruf bereits gesagt, das GESAMTE Team für die Abgabe von Artikeln verantwortlich ist. Natürlich haben einige Team-Mitglieder an dieser Katastrophe mehr Schuld als andere, aber es ist nicht meine Aufgabe, das auseinanderzupfriemeln - jedenfalls nicht, so lange es nicht darum geht, Mitglieder aus dem Team auszuschließen, und ganz so weit war es nicht gekommen.

Das ist aber ein gutes Stichwort: Das Team hatte noch nicht gelernt, sich als Team zu begreifen und als Gesamtteam Verantwortung zu übernehmen. (Insbesondere ist es wohl dem alten Irrtum verfallen anzunehmen, dass Gruppenarbeit WENIGER Verantwortung für den Einzelnen bedeutet. Das Gegenteil ist der Fall: Gruppenarbeit bedeutet, dass andere von der eigenen Arbeit abhängig sind und bedeutet somit MEHR Verantwortung für jeden!) Alex (der Hipphoppler, nicht der Jungspund) hat es gut auf den Punkt gebracht: Es ist das Boygroup-Phänomen. Vier einzeln möglicherweise hervorragend geeignete Kandidaten werden zusammengebracht und müssen als Gruppe funktionieren. Das klappt selten.

Hier lag offenbar eine Schwäche des MU-Team-Konzeptes (was heißt, etwas das ich verbockt habe, denn das Konzept stammt ja von mir): Es ging davon aus, vier Individuen zusammenzubringen und von ihnen zu erwarten, als Einheit zu funktionieren. In einer perfekten Welt mag das klappen; in der Realität eher nicht.

Es gibt noch andere Dinge, die ich im Nachhinein anders machen würde: Zum Beispiel hätte man den Beginn des Artikel Schreibens um einige Wochen verschieben können. Dann hätte das Team sich in den ersten Wochen auf das Training konzentrieren und ohne großen Druck bereits zusammenwachsen können. Wenn dann das Artikel Schreiben begann, hätte es weniger Schwierigkeiten bei der Themenauswahl gegeben, und teaminterne Absprachen hätten hoffentlich bereits besser funktioniert.

Wie auch immer, das Kind war im Brunnen: Es war mir nicht gelungen, dem Team rechtzeitig zu vermitteln, dass sie einem gewissen Verpflichtungsdruck ausgesetzt waren, und als ich dann schließlich diesen Verpflichtungsdruck unmissverständlich klar machte, stellten zwei Leute fest, dass sie das eigentlich gar nicht wollten.

Es ist tatsächlich wie bei Romeo und Julia: Sobald man sich mit den selbstgewählten Verpflichtungen in der Realität konfrontiert sieht, scheint der Gegenwert, den man erhält, plötzlich nicht mehr angemessen!

Wir hatten am Sonntag eine ausführliche Team-Diskussion. Ich will noch einmal betonen, dass sowohl der Sponsor als auch ich sehr flexibel sind und immer nach Lösungen für aufgetretene Probleme suchen! Wir analysierten, wie es zu der verfahrenen Situation gekommen war und fragten nach den zu Grunde liegenden Ursachen. Diese lassen sich wohl wie folgt zusammenfassen: Der Druck und die Verantwortung, zwei Artikel pro Woche verfassen zu müssen, war dem Team zu groß. Von meiner Seite bemängelte ich in der Hauptsache, dass gegebene Zusagen - oft kommentarlos - nicht eingehalten wurden, und dass das Team nicht von sich aus die Initiative ergriff, um nach Lösungen zu suchen (auch wenn diese Initiative häufig einfach nur darin bestanden hätte, meine Telefonnummer zu wählen).

Auf dieser Basis suchte ich nach Lösungsvorschlägen. Das Volumen von zwei Artikeln pro Woche war durchaus verhandelbar. Auch ein Verschieben des Artikelprogramms, wie ich es bereits erläutert habe, kam zur Sprache, ebenso weitere Ideen der Team-Mitglieder, wie das Sponsoring individueller auf sie zugeschnitten sein könnte (Veränderungen der Anteile von Displays und Kartensponsoring, zur Verfügung stellen von Einzelkarten, variables Artikelvolumen).

Nachdem die Details ausführlich besprochen wurden, kristallisierte sich folgender Kompromiss heraus: Die Team-Verpflichtungen sollten auf die Hälfte reduziert werden (also nur noch ein Artikel pro Woche), was natürlich auch mit einer Halbierung des Sponsorvolumens einherginge. Zusätzlich besaßen die einzelnen Team-Mitglieder die Möglichkeit, Bonusartikel zu schreiben, mit deren Hilfe sie ihren Sponsoranteil auf das ursprüngliche Volumen zurück bringen konnten. So sollte einerseits dem Bedürfnis nach weniger Verpflichtungsdruck Rechnung getragen werden, andererseits aber denjenigen Mitgliedern, welche sich ein höheres Sponsoringvolumen wünschten, weiterhin diese Möglichkeit gegeben werden.

Nun war zwar innerhalb der vorgegebenen Parameter vermutlich die für alle Beteiligten fairste Lösung gefunden, aber es stellte sich heraus, dass zwei Team-Mitglieder immer noch unzufrieden waren. Es wurde einerseits die Forderung geäußert, die Artikelverpflichtungen zu halbieren, OHNE dass das Sponsorvolumen reduziert wurde. (Ich versprach selbstverständlich, diesen Vorschlag an den Sponsor weiter zu reichen, aber offensichtlicherweise konnte man nicht damit rechnen, dass diesem ein MU-Team-Artikel ca. 80 Euro wert wäre, und so war es natürlich auch!). Eine andere Forderung war diejenige nach einer massiven "Investition" des Sponsors in das Team, die sich dann langfristig, wenn schließlich große Erfolge sich einstellten - als Beispiel wurden Grand Prix Top 8s genannt - auszahlen sollten, sowie eine Entkoppelung des Sponsorings von den Artikelverpflichtungen. Anders ausgedrückt, es sollten Artikel nur gelegentlich nach Lust und Laune geschrieben werden, und den Gegenwert für sein Sponsoring sollte Magic Universe durch den Image-Gewinn eines siegreichen Teams erhalten. Auch diese Idee leitete ich pflichtschuldigst weiter, aber über ihre Unumsetzbarkeit muss man ja wohl keine weiteren Worte verlieren!

Bei beiden Vorschlägen kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, dass da jemand einfach festgestellt hatte, dass er keinen Bock mehr auf das ganze Projekt hatte und deswegen absichtlich völlig überzogene und unerfüllbare Forderungen einbrachte! Es wurde dann noch erwähnt, dass eine Team-Mitgliedschaft ja zum Beispiel auch bedeutete, sich längerfristig für die Teilnahme an einem Grand Prix zu verpflichten, obwohl man sich doch lieber spontan entscheiden würde, ob man dieses Wochenende Magic spielen oder nicht vielleicht lieber mit ein paar Freunden in eine Cocktailbar gehen wolle.

Anders ausgedrückt: Zwei Team-Mitglieder sahen sich mit der Realität des Konzeptes, dem sie sich verpflichtet hatten, konfrontiert und stellten fest, dass das eigentlich doch nichts für sie war! Nun, daran ist letztlich nichts zu ändern.

Viel interessanter ist die Frage, wie es denn nun weiter geht - im MU-Team sind zwei Plätze frei, wie werden diese neu besetzt?

...zunächst einmal gar nicht! Die Schwierigkeiten, dass Bewerber sich nicht über die tatsächliche Bedeutung der Verpflichtungen, welche sie eingehen, im Klaren sind, sowie dass eine noch so sorgfältig zusammen gestellte Personengruppe nicht von heute auf morgen als Team funktioniert, wären bei einer hektischen Nachnominierung gewiss nicht geringer!

MU-Team


Deswegen wird das MU-Team in nächster Zeit erst einmal als "Rumpfteam" bestehen bleiben, welches aus den beiden Alex und mir besteht (bislang war ich nicht Team-Mitglied im eigentlichen Sinne, aber in dieser Situation steige ich als Vollmitglied ins Team ein). Das ist natürlich ein sehr kleines Team, und mittelfristig ist selbstverständlich gewollt, dass es wieder auf Sollstärke anwächst! Ich denke aber nicht, dass es Sinn ergibt, hier etwas zu überstürzen.

Stattdessen wollen wir versuchen, die Vorteile eines verschlankten MU-Team-Konzeptes zu nutzen:

1. Der Verpflichtungsdruck wird auf einen Artikel pro Woche reduziert (mit der Option, Bonusartikel zu verfassen). Da das Team jetzt nur noch drei Viertel seiner bisherigen Größe hat, bedeutet das sogar effektiv eine noch bessere "Entlohnung" als vorher!

2. Besser funktionierende Absprachen. Zum einen sind jetzt diejenigen Mitglieder im Team verblieben, die mit dessen Konzept auch tatsächlich zufrieden sind. Zum anderen sind wir einfach WENIGER, was nicht nur bedeutet, dass Kommunikation und Terminfindung einfacher werden, sondern auch, dass dem Einzelnen deutlicher klarer ist, wie viel Verantwortung bei ihm liegt!

3. Klare Team-Strukturen. Bei vier Team-Mitgliedern hat es sich immer wieder als problematisch erwiesen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Im Gegensatz zu dem, was offensichtlich viele vermutet haben, habe ich zu keinem Zeitpunkt über die im Aufruf genannten Vereinbarungen hinausgehende Vorgaben gemacht, sondern immer danach gefragt, was das Team will! Nur - "Das Team" war eben eine Ansammlung von vier Individuen, denen außerdem nicht klar war, wie viel Eigeninitiative ihrerseits möglich und erwünscht war, und vier ist eine bei Herbeiführen von Mehrheitsentscheidungen schwierige Zahl. Mit nunmehr drei Team-Mitgliedern und mir dabei in der Sonderrolle als "Spielertrainer" ist es ganz einfach: Wenn die beiden Alex' gemeinsam einen anderen Standpunkt vertreten als ich, bin ich überstimmt, ansonsten entscheide halt ich, was gemacht wird.

Natürlich müssen auch die Nachteile des neuen Konzeptes adressiert werden. Ein Team-Mitglied weniger, das bedeutet einen Artikelschreiber weniger, was sich nicht nur auf die Menge und Frequenz der vom Einzelnen zu verfassenden Artikel auswirkt, sondern auch auf die möglichen Themen und Perspektiven, die zur Verfügung stehen. (Zum Beispiel: Wenn ein interessantes Turnier ansteht, über das man einen Artikel verfassen will, dann ist es um so problematischer, wenn das eine oder andere Teammitglied an diesem Turnier dann doch nicht teilnimmt, und die Chance geringer, dass die Turniererlebnisse eines Mitglied besonders interessant sind.) Außerdem wird das Troubleshooting problematischer, weil effektiv nicht nur EINE, sondern ZWEI Personen weniger zur Verfügung stehen, die einspringen können (denn beim Troubleshooting war ich ja auch vorher schon eingeplant). Einerseits hoffe ich natürlich, als vollwertiges Teammitglied (und JA, das bedeutet natürlich, dass auf Magic Universe wieder mit einer gewissen Regelmäßigkeit Artikel von mir erscheinen werden!) mit meiner Schreiberfahrung einen überdurchschnittlichen Anteil einbringen zu können, der den Verlust zweier anderer Schreiber ein wenig kompensiert. Andererseits muss die Zuverlässigkeit der einzelnen Team-Mitglieder deutlich zunehmen. Auf jeden Fall ist die Reduktion der Artikelfrequenz aber absolut notwendig!

Ansonsten bedeutet der Abgang zweier Mitglieder auch zwei Personen weniger, die ZUVERLÄSSIG an Teamtreffs teilnehmen können! Ich betone "zuverlässig" deswegen, weil sie natürlich, ebenso wie andere Gäste, sich weiterhin am Playtesting beteiligen können, aber "können" und "verpflichtet sein" ist eben nicht das Gleiche. Daher werden wir die bei nunmehr nur noch drei an Stelle von fünf zu einem Termin zu versammelnden Personen gewonnene Flexibilität dazu nutzen, uns etwas öfter zu treffen, und mehr Personen aus unserem Umfeld zu diesen Treffen gezielt einzuladen. Damit hoffen wir nicht nur, unsere Trainingssessions zu beleben, sondern auch mittelfristig weitere potenzielle Teammitglieder zu gewinnen, die durch besonderes Engagement auffallen.

Die Herangehensweise für das Suchen weiterer Mitglieder hat sich also geändert: Anstatt im DSDS-Stil eine "Boygroup" zu produzieren, werden wir drei jetzt zunächst einmal als Team zusammenwachsen und dann in aller Ruhe schauen, ob es geeignete Kandidaten gibt, die sich in dieses gewachsene Team integrieren lassen. Auf keinen Fall aber werden wir etwas überstürzen, um einen erneuten "Romeo-und-Julia-Effekt" zu vermeiden!




Ach ja, PS: Für den Fall, dass die Kommentar-Booster für diesen Monat ausnahmsweise weder beim Atog noch bei mir landen, empfehle ich folgendes Zitat von Teardrop:

" Es wird wohl viel eher so gewesen sein, das sich da ein paar Leute nicht an die Deadline gehalten haben, oder der Scheiss war so schlecht, dass Pischners Korrektur ein: "Schreib das noch mal!" war. Und dann kam nichts mehr. Die Leute scheinen in Berlin sehr schnell die Lust an der Sache verloren zu haben. So nach dem "Die Freundin ist aber gerade wichtiger" Motto. Und so funktioniert "Leistungssport" leider nicht. Da muss man viel Zeit investieren, und die Bereitschaft dazu haben heute kaum noch junge Leute..."

Ohne Einblick in irgendwelche Team-Interna zu haben, ist so eine zu 95% zutreffende Vermutung schon bemerkenswert!

Hierzu eine Frage an die Redaktion: Wie wäre es denn, beim Kommentar-Wettbewerb die zehn Eurer Meinung nach besten Kandidaten aufzulisten und das Volk abstimmen zu lassen?
(Anmerkung der Redaktion: Die Idee ist gut. Ob und wie (das "wie" beschäftigt sich vermutlich ausschließlich mit der Zahl 10) wir sie umsetzen, werden wir in Kürze entscheiden. Wir lassen uns gern von weiteren Kommentaren beeinflussen.)  

LF

30 Kommentare

 
  #1Markus Magera — jaja...kommt mir bekannt vor18.10.2007 - 00:34
allerdings aus anderen episoden des magic lebens. aber das trifft man leider überall wieder. als ich damals das team mir sponsorte war das zum glück geordneter, das team bestand schon und die qualität der artikel war auch trotz ebbe in der magic szene recht hoch (auch wenn manche themen 20 mal behandelt wurden).

ich persönlich finde es schade, das das projekt erstmal "gescheitert" ist. auch würde ich das zsuammenwachsen genau überlegen. denn wenn ihr 3 euch eingespielt habt, wird es eine nummer 4 und nummer5 lebt, es schwer haben, sich da zu integrieren. ausserdem mögen die wege und benötigte kommunikation geringer sein, allerdings ist auch sowohl ein höherer aufwand beim planen eines metagames und auch beim allgemeinen testen, planen u.ä.

ich kann nur dazu raten, die auswahlliste nochmals zu öffnen, um vielleicht sogar auf 6! leute zu kommen. dadurch wäre auch ein puffer vorhanden wenn mal wer ausfällt.

ach ja, die überzogenen forderungen fand ich lustig. vielleicht waren die ja auch ernst gemeint
 
  #2Karim Mansour — überzoge Forderungen18.10.2007 - 01:32
Die hier als "überzogen" dargestellten "Forderungen", dienten lediglich zur Illustration des Unterschieds zwischen Sponsoring und einem angestelltem Verhältnis.

Im Gegensatz zu einem angestellten Verhältnis, bei dem ein Leistungsaustausch vorliegt (auf Leistung erfolgt Gegenleistung), steht beim Sponsoring der Aspekt der Förderung im Vordergrund.

Wenn mir nun unmissverständlich mitgeteilt wird, dass pro nicht veröffentlichtem Artikel auf magicuniverse.de das "Sponsoring" um 1/8 gekürzt wird, kann ich nur noch davon ausgehen, dass der Leistungsaustausch im Vordergrund steht. Dabei wird der Förderungsaspekt komplett hinten angestellt.

Da aus der Ausschreibung vor einigen Wochen nicht ersichtlich wurde, dass ich in erster Linie als Autor angestellt werden sollte, musste ich nun meine Konsequenzen ziehen.

Trotzdem wünsche ich denen, die von diesem Konzept weiterhin überzeugt sind, viel Erfolg bei der zukünftigen Umsetzung.

MfG
 
  #3Tobi Henke — ohrwurm18.10.2007 - 05:27
jetzt hab ich'n Ohrwurm:

"Money for nothin'
and your chicks for free"


Aber im Ernst: Mir scheint das nach allem, was ich lese, ein guter Rauswurf zu sein, Andi! Und das bezieht sich jetzt weit weniger auf deinen "Bericht" als auf den sehr aussagekräftigen Kommentar #2.

Der Begriff "Förderung" ist schon allein dadurch gerechtfertigt, dass den Gesponsorten jetzt schon so viel für einen Artikel gezahlt wird wie echten Top-Spielern/Schreibern -- eben in der Hoffnung, dass sie dadurch dieses Level auch wirklich einmal erreichen.
 
  #4Mitja Harloff — denke auch...18.10.2007 - 09:55
sinnvolle Trennung! (Wer war jetzt noch mal Julia...) Einen Artikel alle zwei Wochen schreiben zu müssen, ist never ever zu viel! Wenn man da mit Spaß dabei ist (und etwas weniger pedantisch ist als AP ) dauert das auch keine sechs Stunden. Und wenn!
Wusste ja gar nicht, dass du nicht mehr bei SG arbeitest, Andreas. Das erklärt aber auch, warum du so viel Zeit hast, Artikel zu schreiben und zu kommentieren...
Nächstes Jahr bin ich wieder in Berlin, dann meld ich mich mal für's Team!
 
  #5Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com18.10.2007 - 10:10
Nein, es war kein Rasuwurf. Es war nur ein Feststellen zweier unvereinbarer Positionen:

a) Der Sponsor erwartet als Gegenleistung für sein Sponsoring ein gewisses Artikelvolumen.

b) Die dem Team jetzt nicht mehr angehörigen Spieler empfinden dieses Konzept als prinizipiell unzufriedenstellend.

Unter einem "Rauswurf" verstehe ich, dass man jemanden ausschließt, der eigentlich dabei bleiben will.
 
  #6Tim Richter — www.ichhabauchnblog.de18.10.2007 - 10:10
Verabschiedet man sich jetzt nicht vom Grundkonzept, daß ich (evtl fälschlicherweise) als Nachwuchsförderung verstanden hatte?
Andreas hat immerhin mehrfach Tour gespielt und in einem 3er Team hätte ich "Angst" davor, daß die beiden anderen von der "schier übermächtigen" Präsenz des Teamleiters erdrückt werden, was die öffentliche Wahrnehmung angeht.
Mit anderen Worten: AP als Trainer fand ich interessanter als AP als Spielertrainer. Denn interessant war doch hier: "Wie bringe ich einen durchschnittlichen Magic-Spieler auf die Tour" - das DSDS-Konzept halt.
Vorschlag: Doch forciert nach 2 weiteren Spielern suchen ;>
 
  #7Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com18.10.2007 - 10:14
Wenn sich jemand aufdrängt, dann wird das Team auch wieder vergrößert - gar keine Frage!

Nur - "Aufdrängen" muss jetzt mehr bedeuten als halbherzige Lippenbekenntnisse. Wer engagiert bei uns mittrainiert und generell Interesse daran beweist, sich auch um Teambelange (Organisation, Artikel) zu kümmern, der drängt sich auf.
 
  #8Marvin Riechers — wenig überraschend18.10.2007 - 11:12
als ich gestern (oder war es dienstag?) auf zeromant von der ankündigung gelesen habe habe ich kurz überlegt, was es sein könnte. da ich selbst 2 wochen abstinenz hatte kannte/kenne ich den veröffentlichten artikel nicht, aber mir wurde schnell klar, dass garantiert nicht jeder magicspieler; egal wie gut er ist; ist auch automatisch ein artikelschreiber und ich kann mir gut vorstellen, wie schwer sich manche damit tun. insbesondere wenn es darum geht regelmäßig zu schreiben. vielleicht ist leichter einen schreiber zum magic spielen zu bekommen als andersrum
ansonsten natürlich viel glück mit dem "neuen" team. bin mal gespannt ob ap dann auch ein paar grundsätzliche strategieartikel verfasst. wäre auf jedenfall mein vorschlag für das nächste wunschkonzert.
 
  #9Christian Reinschmidt — lololololololololo18.10.2007 - 11:31
Was mich ein bisschen stört ist die beweihräucherung des Coach... Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, du musst um deinen Job kämpfen...

Beim Fussball sind solche Statements typisch für einen Abstiegsbedrohten Verein... Der Coach suspendiert Spieler, kann sich selbst keine Fehler vorwerfen und ist 1 Woche später entlassen...

 
  #10Malte Wissmann — Menge der Artikel18.10.2007 - 12:15
Das Hauptproblem sehe ich darin, dass 2 Artikel pro Woche vom Team gemacht werden sollte. Worüber sollen die bitte schön den 2 Artikel pro Woche machen?
Ok, gerade ne neue Edi, da hätte das Team vielleicht 3 Wochen lang Limitedreviews geben können aber danach?
Da muss man schon jede Woche ein Turnierbericht plus nen Techbericht machen. Dabei über das 4:3 zu schreiben macht auch keinen Sinn und soviel Tech wird ein gerade im entstehen befindliches Team auch nie liefern können.
Pro Teammate 2 Artikel im Monat ist relativ realistisch aber 2 Artikel in der Woche ist hingegen unrealistisch, da fehlen IMO irgentwann einfach die Inhalte.
 
  #11Philipp Summereder — Re : Menge der Artikel18.10.2007 - 13:33
Habe der Redaktion schon eine Idee geschickt bez. Menge der Artikel - bin gespannt was dabei rum kommt. ^^

Ansonsten wünsch ich den verbleibenden Team-Mitgliedern viel Erfolg und Spaß für ihr zukünftiges Schaffen!

lg Phips
 
  #12Sidney Ristock — nur ein Gefühl18.10.2007 - 14:37
Ich empfinde es ähnlich wie #6

Wenn Kommentare und Beiträge auch nur bedingt Rückschlüsse auf den Charackter zulassen, habe ich auch Befürchtungen, daß das eigentliche Team unter die Reder von Andreas Anspruchshaltung gerät.

Egal wie gerechtfertigt und eloquent vorgetragen diese tatsächlich ist, hoffe ich auf genügend Soziale Kompetenz um das Team zu führen.

Das bedeutet nicht nur die literarische Peitsche herauszuholen.
Gerade die Fähigkeit zur Kommunkikation beinhaltet auch zu erahnen welche Auswirkungen das gesagte/geschriebene beim Empfänger hat und zu beurteilen, ob es nun konstruktiv ist oder nur dazu dient seinem eigenen Unmut luft zu machen.
 
  #13Thomas Jungmann — @Markus M.:18.10.2007 - 14:45
Ich denke es ist eher leichter, in ein bestehendes Team hereinzuwachsen, denn eigentlich ist Magic eine Individualsportart, und demnach ist das Team ja eher organisatorisch. Wenn man jett auf Sessions Leute kennenlernt, die gerne mitmachen wollen, dann kennt man sich schon, und jeder weiss, was er erwarten kann. Die älteren können Tipps geben und es ist eine klare Aufgabenverteilung gegeben: Der Neue muss das Bier holen

@Karim:
Klar erwartet ein Sponsor gegenleistung! Meinst Du ein Sponsor von Random Sportler X würde es sich gefallen lassen, wenn Du seine Pressekonferenz zu dem von Dir beworbenen Produkt versäumst? Da muss Dir schon eine Beinamputation dazwischenkommen. Ein: "Ich hatte keine Lust!" reicht da niemals. Da wird dann immer sehr schnell Geld gekürzt. Denn "Werbung durch Siege" stellst Du Dir als erstens zu zugkräftig und zweitens zu einfach vor. Vor allem: Das einzige Medium, bei dem Du durch Deine Erfolge Werbung machen kannst, ist MU! Und wie fragst DU? Na durch Artikel. Es sei denn, Du bringst Bilder von Deinem Shirt auf dem Planeten unter !


Ganz allgemein:
Wie degeneriert ist es denn bitte, die Finanzierung des eigenen Hobbies auszuschlagen, nur weil man nicht bereit ist, eine Gegenleistung dafür zu erbringen. 80 Euro im Monat, 960 EURO!!!! im Jahr. Einfach so. Das bringt einen kompletten Pool, und wenns klappt, gewinnt man auch noch Geld damit. Ich hätte mir alle 10 Finger danach geleckt. Aber heutzutage scheint das keinen mehr hinter dem Ofen hervorzulocken, man will alles geschenkt haben... Ich bitte Euch; Wenn man es geschickt anstellt kann man sich mit dem Sponsoring in 2 Jahren eine fast kompletten Pool der wichtigsten Karten antauschen/kaufen. Da werden die Foils in normale Karten umgesetzt etc. Schon klappt das. Aber scheinbar nicht mit Euch. Schön für die Leute, die es dann machen können.
 
  #14Philipp Summereder — @ Thomas Jungmann18.10.2007 - 16:01
Schön formuliert. ;)

Wenn ich daran denke, wieviel ich tauschen musste / Turniere gewinnen musste - um einen halbwegs vernünftigen Cardpool aufzubaun - ich hätte viel getan für solches Sponsoring. ;)

mfg Phips
 
  #15Roland Bode — Pflichten vs. Bezahlung18.10.2007 - 16:36
Also ersteinmal 40 Euro pro Artikel sind mehr als fair, aber das hier angegebene Angebot vom "MU-Team" wäre es für mich nicht. Warum?

Diese "Sponsering" umfasst viel mehr Pflichten als nur das Schreiben von 2 Artikeln pro Monat.
AP schrieb: "Die Teilnahme am Haupttermin ist (natürlich im Rahmen zwingender RL-Notwendigkeiten) Pflicht; die Teilnahme am Zusatztermin empfohlen."
+
"Von den Team-Mitgliedern wird erwartet, regelmäßig FNMs zu besuchen (sinnvollerweise vielleicht bei unterschiedlichen Veranstaltern, damit Teammitglieder nicht so oft gegeneinander spielen), sowie nach Möglichkeit an allen wichtigen Wochenendturnieren in Berlin, insbesondere PTQs und Prereleases teilzunehmen, sowie Fahrten zu PTQs in erreichbarer Nähe zu organisieren."

Natürlich spiele ich Magic zum Spass und natürlich ging ich auch mal zu Prereleases und FNM. Aber das ganze als regelmäßigen Pflichtbesuch einzuführen wäre mir zu weit gegangen. Genauso wie das Testen mit fremden Leuten in uninteressanten Formaten(Formate die mir kein Spass machen).
Da nutzte ich meine Zeit lieber und zocke mit den Personen mit denen es mir am meisten Spass macht.

Und mal ganz im Ernst nix gegen AP, er kann sehr gut Artikel schreiben, aber wenn ich mich ernsthaft für ne PT quen wollen würde, würde ich mir einen anderen "Lehrmeister" suchen.


 
  #16Andre Bronswijk18.10.2007 - 23:07
Danke Roland, dass du mir die Worte aus dem Mund nimmst!
 
  #17Mitja Harloff — @Roland18.10.2007 - 23:35
Und genau weil du Magic nur so zum Spaß spielst - was dein gutes Recht ist - und du deshalb bestimmte Formate langweilig findest - was ebenfalls dein gutes Recht ist - bist du (ZU RECHT!) NNIIIIIIIICCCCCCCCHHHHHHHHHHHHHHHTTTTTTTTTTTT in einem Magic Team! Der ganze Sinn von so einem Team ist doch, das ganz Magic-Ding mal ein wenig ernsthafter und professioneller anzugehen! Und man sollte erwarten können, dass Menschen die sich für so ein Team bewerben, das NICHT (diesmal in kürzer) so sehen wie du und deshalb die 'Anforderungen' nicht als solche Empfinden, vor allem nicht als übertrieben...
 
  #18TMM — tmmblog.de19.10.2007 - 09:50
mit teams kennt sich der rolandb aber doch a bissi aus, schließlich hat er in einem team 2004 irgendso ein event gewonnen.. was war das noch gleich? ein fnm? ein prerelease? oder vielleicht worlds? :D
 
  #19Thomas Jungmann — @TMM19.10.2007 - 09:58
Joa, da hat sich der Mitja glaube ich ein wenig verrannt.
Du weisst, wer RolandB ist, oder Mitja?

Ich glaube der braucht auch kein Team, um sich für die PT zu qualifizieren, der alte Casualzocker
 
  #20g geissler — O Tempora o Mores19.10.2007 - 10:26
MEIN TIPP fuers Team:

nehmt Leute ueber 30 (die sind von der alten Schule und koennen noch was mit dem Wort VERANTWORTUNG anfangen)

und Leute unter 15( Die sind noch unverdorben,formbar und bekommen so einen halbwegs sozial vertraegliche Sinn fuer die Realitaet und das Erwachsenwerden...)

Ein guter Beobachter haette solche sozialschmarotzenden Egomanen schon im Vorfeld der Teambildung aussortiert. Das klingt vielleicht etwas hart formuliert, aber ich wollte es fuer JEDEN verstaendlich ausdruecken.

Ich waer sofort dabei, aber berlin....

 
  #21Babak Mojtahedy — Team19.10.2007 - 10:46
Ich finde das das ganze Konzept nicht ganz optimal ist. Hätte es eher so gemacht wie der Magera und ein bestehendes Team oder Spielergruppe gesucht und gesponsort. Weiss nicht ob es da sowas in Berlin gibt, aber ich geh mal davon aus. Vll hättet ihr auch nicht total unbekannte Spieler nehmen sollen, denn mit bekannten Spielern und Schreibern hättet ihr definitiv eine höhere Werbewirkung.
Wenn ihr jetzt trotzdem weiter machen wollt, würde ich so schnell wie möglich das Team aufstocken. Würde sogar auf 6 Mitglieder incl. Pischner hochgehen, denn dadurch habt ihr einfach mehr Leute die mal aushelfen können, falls es wieder etwas knapp wird mit der Zeit.

Ansonsten ist der Kommentar vom Mitjar zum Roland sehr amüsant
 
  #22Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com19.10.2007 - 11:17
Da ein wenig die Gefahr einer zu großen Verallgemeinerung besteht: Die beiden im Team verbliebenen Mitglieder tragen das Konzept des MU-Teams voll mit und sind sich auch der damit verbundenen Verantwortung bewusst!

Mein Anliegen war es mit diesem Artikel besonders herauszustellen, dass niemand durch besondere Bosheit das Team sabotiert hat, sondern dass eben ein theoretisches Konzept auf die harte Realität geprallt ist. So etwas passiert in allen Lebensbereichen ständig.

Daher habe ich es vermieden, Versäumnisse namentlich einzelnen Team-Mitgliedern zuzuordnen. Bitte zieht daraus aber nicht den Schluss, dass sich alle Team-Mitglieder im gleichen Maße Versäumnisse haben zu Schulden kommen lassen; das wäre unfair!
 
  #23Mitja Harloff — nee...19.10.2007 - 11:26
kenn ich nicht... (wohl ein Fettnäpfchen), bin für Aufklärung zu haben. Deshalb blieb/bleibt mir aber auch nüscht übrig, als sein Geschriebenes so zu nehmen wie's da steht... Also Roland, nüscht für Ungut!
 
  #24Thomas Jungmann — Aufklärung:19.10.2007 - 12:22
Roland Bode Bielefeld Germany 14 (Lifetime Pro points, leider noch ohne dieses Jahr, dann +5)

Ansonsten schau mal hier: http://www.wizards.com/default.asp?x=mtgevent/worlds04/welcome
wer da Teamweltmeister geworden ist.
 
  #25Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com19.10.2007 - 12:25
Naja, aber unabhängig davon, ob der Roland nun Weltmeister etc.. ist, hat Mitja doch trotzdem Recht: Der Aufruf erging ausdrücklich an diejenigen, die intensiv Magic spielen WOLLTEN! Wer das nicht will, für den sind das zusätzliche Verpflichtungen, klar - aber warum sollte der sich überhaupt bewerben?
 
  #26Roland Bode19.10.2007 - 19:43
@Mitja:
Du hast schon recht, ich spiele eben nicht alle Formate gern und ich bin auch in keinem Magic-Team und das wir(Szink,Torben und ich) damals auf den Worlds erfolggreich waren lag unter anderm an einen "random" Pro Namens Kai der uns schlicht gesagt hat auf welchen Seats wir welche Decks draften sollten.

Kurz gesagt ich hab auch nur eine Meinung dazu, die nicht mehr zählt als deine.
Von daher war das gar kein Fettnäpfchen.

In "15" wollte ich nur klarstellen das hier mehr Pflichten liegen als der eine oder andere bemerkt.

@AP: Es geht nicht darum viel/intensiv Magic zu spielen, sondern das man Format, Leute , Ort und Zeit vorgeschrieben bekommt.(Zeit+Ort sicher unter Absprache, dann aber fest) Über Kurz oder lang für das für die meisten irgendwann zur Verpflichtung. Die Schwierigekit für dich ist, genau diesen geringen Prozentsatz zu finden für den das nicht der Fall ist.
 
  #27Urs Traenkner — Oeh, ja20.10.2007 - 10:48
Die Schnelligkeit des vorlaeufigen Scheiterns ist beeindruckend. Wenigstens sind schnell Konsequenzen gezogen worden.

Was den Artikel angeht: der Autor hat "mimimi" fuer meinen Geschmack vielleicht etwas zu detailliert ausgedrueckt
 
  #28Stephan Keller20.10.2007 - 18:11
vielleicht war das ganze etwas zu straff angesetzt. ich meine so im moment herrscht eben ein bisschen flaute, es sei denn man bereitet sich auf krakau vor.
und wenn man nix zu tun hat kann man auch nicht viel schreiben.
draftberichte übernimmt ja der phips, also bleibt da ja eigentlich nicht soviel übrig.
aber was solls...

-edit: insgesamt wollte ich noch sagen dass ich sofort dabei wäre wenn es etwas ähnliches bei uns geben würde.
 
  #29Maximilian Brambring22.10.2007 - 18:49
Das Verständnis von "Sponsoring" scheint, wie #2 zeigt, in der Tat bei einigen nicht ganz klar gewesen zu sein. Es hätte aber m.E. aufgrund der Ausschreibung klar sein müssen.

Dass sich im Übrigen Sponsoring als Konzept nicht mit der Austauschidee von Leistung und Gegenleistung verträgt, kann zwar in dieser Generalität nicht angenommen werden. Ein bisschen was dran ist da aber schon. Eine klassiche "Förderung" - man nehme etwa ein Stipendium für ein Studium - bringt natürlich ganz klare Pflichten mit sich. So sind etwa Semesterberichte zu verfassen, man hat bei bestimmten Veranstaltungen des Förderers anwesend zu sein und - natürlich - sollte man fortgesetzt die gesponsorte Tätigkeit ausüben, also studieren, bzw. Magic spielen. Vor allem Letzteres musste den Leuten angesichts der unmissverständlichen Formulierungen, die Roland ja auch schon zitiert hat, klar sein. Ich sehe darin auch keine übermäßige Belastung. Das Programm muss einem halt liegen oder nicht. Wenn es das nicht tut, bleibt man dem halt fern.

Was allerdings in der Tat nicht so typisch für eine Förderung ist, ist die regelmäßige und auch - relativ gemessen - zeitintensive Verpflichtung zu bestimmten Leistungen (hier: Artikelschreiben), welche die Geförderten in der Ausübung ihrer geförderten Tätigkeit nicht unmittelbar weiterbringen. Natürlich kann man sagen, dass das Verfassen eines Artikels die Spieler sehr wohl in ihrem Magicspiel weiterbringt: Es zwingt sie, sich Rechenschaft über den erreichten Fortschritt abzulegen und neu Gelerntes im Nachhinein nochmals zu reflektieren. Nichtsdestotrotz könnte dies aber auch einfacher und mit weniger Zeitaufwand erreicht werden, denn bestimmte Arbeitsschritte sind einfach für diesen positiven Effekt nicht nötig (sich selbst Rechenschaft abzulegen erfordert weit weniger sprachlichen/gestalterischen Aufwand, als dies ggü. einer Öffentlichkeit zu tun).

Insofern besitzt dieses "Sponsoring" schon ein für eine Förderung untypisches Element. Denn ginge es wirklich nur um bestmögliche Förderung, würde man den Spielern ja die so unnötig aufgewendete Zeit lieber belassen, damit diese noch mehr testen o.ä. können.

Fazit: Das Wort "Förderung" ist hier für einen nicht ganz förderungstypischen Sachverhalt verwendet worden. Dies geschah legitimerweise auch (so mutmaße ich) aus Werbegründen. Ich finde den Begriff aus den gleichen Gründen wie Tobi insgesamt nicht überdehnt. Jedenfalls musste jedem klar sein, worauf er sich einlässt.

Zu #20 (der von anderen schon zu Recht ignoriert wurde): Verantwortungsbewusstsein hat nichts mit Alter, sondern mit Erziehung zu tun. Leistungsbereitschaft ebenfalls. Beides gibt es und beides fehlt in allen Altersstufen. Die mangelnde Leistungsbereitschaft einiger in unserer Generation (ich bin 23) kann dabei wohl auch und gerade auf die schulische Erziehung zurückgeführt werden, die über Jahre oft nur Mittelmaß und selten wirkliche Anstrengung gefordert hat. Dieses Problem trifft nicht alle und jeder kann sich insofern weiterentwickeln, wenn er stark genug ist, den eigenständigen Willen dazu zu entwickeln. Gerade deshalb würde ich es im Gegensatz zu #6 nicht für schlecht halten, wenn der ein oder andere "unter die Räder" von Andis Anspruchshaltung kommt. Wenn man nicht den Anspruch hat, etwas zu erreichen, wie soll man denn dann je dahin kommen?
 
  #30Florian Wroblewski — Lol...23.10.2007 - 23:11
Die „Bild“ Zeitung jetzt auch als Roman erhältlich! Plus Romeo & Julia “Anti Love Story” in der Erstausgabe.

Mal ehrlich Andi, was’n das für ein Artikel? Einfach mal ein paar Halbwahrheiten propagieren und Aussagen verfälschen um das Image zu retten oder was? Von einem Mann mit deiner Intelligenz sollte man eigentlich Besseres erwarten dürfen. Eine sachliche Herangehensweise und objektive Darstellung unserer Beweggründe (und weniger Worte) täte dem Artikel ganz gut, um den Leser auch mal vernünftig zu informieren.

Und an alle Sponsoring Heulsusen:

Wer einigermaßen rechnen kann, der sollte schnell erkennen, dass sich damit auf gar keinen Fall mehrere turniertaugliche Pools bilden lassen (im ersten Monat nicht mal einer). Zumindest nicht in dem kurzen Zeitraum, in dem man sie benötigt.

Von Pools aufstocken war die Rede. Wenn drei Viertel des Teams aber keinen Pool besitzt und auch nicht wirklich das Geld und die Möglichkeiten, um sich schnell und sicher einen zusammenstellen zu können (hier frage ich mich, wozu die Frage im pischnerchen Fragebogen diente), dann hat das Sponsoring effektiv nur den Zweck Draftprodukt zu gewähren. Nebenbei springen dann zwar auch ein paar nette Karten heraus, um aber alle vier Mitglieder kompetitiv spielen lassen zu können, reicht es bei weitem nicht aus.
Das heißt also man muss trotzdem einen eigenen Kartenpool organisieren (wie schon zuvor), kann diesen aber unter verbesserten Bedingungen aufstocken. Mehr ist es leider nicht.
Wischt eure Krokodilstränchen also bitte aus dem Gesicht und lasst euch gesagt sein, dass das (Magic) Leben auch ohne „großzügiges Sponsoring“ weiter geht.

Bevor jetzt die „Warum-hast-du-dich-überhaupt-beworben-Fraktion“ ihre Finger tanzen lässt.

Ich hatte verschiedene gute Gründe, will mit der Wortzahl aber nicht den Andi übertreffen und belasse es bei dieser Aussage.

Warum ich freiwillig den Schuh gemacht hab und ausgetreten bin? Auch ich hatte nach dem Aufruf gewisse Vorstellungen und Erwartungen (das Sponsoring war für mich übrigens relativ unrelevant). Im Laufe der Zeit musste ich allerdings feststellen, dass diese nicht der Realität entsprachen bzw. in dieser scheinbar nicht realisierbar und erfüllbar sind. Nachwuchsförderung, Playtesting unter fachkundiger Anleitung, Entscheidungsfreiheit des Teams – das alles klingt toll, aber am Ende hatte auch ich nur eine Erkenntnis:

Reality bites!


#12 letzter Absatz ; #15 und #26 @AP
sind zur Erkenntnis ganz lesenswert, bei weitem aber nicht alles.

@ #22
Schreibe doch einfach Florian Wroblewski und Karim Mansour. Das hätte dir ne Menge Formulierungstrara erspart und trotzdem die gleiche Aussagekraft.

Gute Nacht.
 

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