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Heute geht es um die Anwendungsgebiete und Nutzwertbemessungen der blauschwarzroten und blauroten Karten. Diese zeichnen sich dadurch aus, daß sie größtenteils strategisch vielseitig sind, daß also die nützlichen Vertreter für offensiv ausgerichtete Decks ebenso taugen wie für defensiv ausgerichtete. Neben der Kreaturenfülle legt auch die Stärke ein wenig zu, auch wenn die drei ersten Karten im Alphabet dafür alles andere als repräsentativ sind:
 Cloven Casting
Selbst wenn man eine solche für die ganz ganz späte Spielphase einzuplanende Karte im allerersten Booster aufmachen und darauf aufbauen würde, zwingen erstens die Kosten dazu, das meiste Removal vorher zu spielen, damit man das Ausspielen noch erlebt, und zweitens, was noch viel gravierender ist, findet sich nicht annähernd genügend gutes Mehrfarb-Material unter den Spontanzaubern und Hex ereien in Shards und Conflux , damit das jemals lohnend klappen könnte. Im Casual kann man dafür seine Ordered Migration s, Vindicate s und Decimate s duplizieren, insofern ist das immerhin eine sehr spezielle Karte für ein sehr spezielles Deck einer sehr speziellen Randgruppe.
  Double Negative
Die Kosten sind zu kompliziert, als daß die Alternative, stattdessen das Cancel auf den schlimmeren Spruch der Kaskade zu zaubern, nicht im Zweifelsfall immer noch besser wäre, weil man dessen Kosten einfach weit öfter bereitstellen kann.
 Drastic Revelation
Rein arithmetisch gesehen macht der Spruch das gleiche wie Tidings . Allerdings nur, wenn die eigene Hand mit dem Spielen der Offenbarung auch leer ist, und genau das ist der Knackpunkt, weshalb ich von dieser Hex erei abrate. Man will sie einfach niemals spielen, solange man noch Removal und Tier auf der Hand hat und bloß das Mana fehlt, um das Tier auf den Tisch zu legen. Genau aus solchen Situationen helfen derartige Karten aber normalerweise heraus. Die Dreifarbigkeit macht das Ganze nicht besser.
 Grixis Grimblade
Man wird sich zwar oft genug ärgern, wenn der Gegner diesen Düsteren Kämpfer früh mit seinen Bärchen totblockt, aber daß er frühzeitig blockt, bedeutet ja nicht, daß die Klinge schlecht wäre. Wie gut sie ist, kann man beobachten, sobald ein Gegner keine ganz so entbehrlichen Tiere davorzustellen vermag und vor dem Dilemma steht, drei Schaden zu nehmen oder ein manatechnisch höherwertiges Tier dafür drangeben zu müssen.
Der Grimblade erfüllt bei alledem sowohl Kontrollaufgaben (durch den angedrohten Abtausch mit feindlichen Fatties) als auch Offensivaufgaben (als höchst erschwinglicher 3/2er), beides allerdings schlechter als andere Karten, so daß er nicht gleich zu Beginn des Boosters genommen werden sollte, sondern erst nach den Karten, welche die für das aktuelle Deck benötigte Rolle besser erfüllen.
 Grixis Sojourners
Im Gegensatz zu seinem Pedant aus Bant weiß man in Grixis immerhin, daß für einen Läufer mit diesen Kosten Stärke vier einfach drin sein muß. Das Ergebnis ist dann immerhin schon einmal angriffstauglich, wenn auch nicht splashwürdig. Die ausgelöste Fähigkeit bleibt meist marginal. Wenn der Fünffarb-Gegner nicht gerade seinen Phoenix zeigt, wird man daher nicht in die Verlegenheit kommen, die Reisenden nur aufgrund ihrer Cycle-Fähigkeit einwechseln zu wollen.
 Magefire Wings
Mit dieser Beflügelung will man vor allem seine dicken Bodentiere abheben lassen, die möglichst vor dem meisten widerstandsabhängigen Removal gefeit sein sollten. Das gestaltet den Rot-Anteil des Spruches zwar sehr einfach, den blau-Anteil jedoch relativ schwierig. Diesen würde man nämlich als vierte oder allerwenigstens dritte Farbe splashen müssen, weil dick vor allem grün bedeutet, womit wir bereits im Kontrollbereich sind, wo wir für Tier-Upgrades keine Kartenslots verplanen, solange es nicht unbedingt nötig oder Elder Mastery -mächtig ist. Selbst schwarz-rote Aggrodecks, die sich bisweilen mit Lightning Talons durchschlagen, werden für die Schwingen nicht blau splashen, so gesehen findet die Karte schlichtweg kein Zuhause.
  Sewn-Eye Drake
Das ist die beste Grixis-Common-Kreatur des Sets, die man ungefähr sofort nach der Removal-Fraktion (Terminate und Sangrite Surge ) picken sollte. Gut fürs Tempo, schlecht gegen Pinger, aber die picken wir hoffentlich ohnehin alle selbst.
  Skyclaw Thrash
Den gestählten Viashino finde ich sehr in Ordnung für den besseren Füllsubstanz-Teil des Decks. Man darf ihn natürlich nicht blindlings in den Schlund einer Pale Recluse springen lassen und dann hinterher darüber jammern, wie schlecht er doch wäre, weil er diesmal nicht abgehoben ist. Mit Rhox Brute macht Ihr das ja auch nicht.
 Slave of Bolas
Kürzlich fragte man mich, was man nehmen soll, wenn sich die Wahl zwischen dieser Karte und dem Terminate auftut. Grundsätzlich hat mich die Versklavung schon einmal zu oft mit meinem eigenen Fattie bezwungen als daß ich den Aspekt der Versklavung, einfach mit den gegnerischen Prüglern zu obsiegen, einfach ignorieren könnte. Für das Terminate würde ich mich daher hauptsächlich dann aussprechen, wenn die Manakurve im unteren Bereich bis zu diesem Zeitpunkt sträflichst vernachlässigt wurde.
 Spellbound Dragon
Ein schicker und robuster Finisher, selbst für Decks, die eigentlich hiermit schon ihre Kurve abrunden und anschließend vorrangig Land abwerfen wollen. Der Drache entlockt besonders der Manatechnologie des Alara-Reborn-Boosters noch einige nützliche Mitwirkungseffekte. Für sechs Extraschaden wirft man das Sanctum Plowbeast doch gerne ab.
 Thraximundar
Er ist mir zwar noch nicht im Kampf begegnet, soll aber grob unfair sein. Das wundert natürlich wenig, ist doch das erste Tier schon gemeuchelt, kaum hat man sich nach dem Namen dieses Unholds erkundigt. Wie immer so ist es auch hier ein großer Vorteil des Fünffarbdeck-Spielers, daß er ganz zuletzt Spoiler wie diesen völlig indifferent abstauben kann, weil die zwei Drafter vor ihm jeweils ein oder zwei der veranschlagten Farben nicht spielen und es vorziehen, die Manakurve zu drücken.
  Unscythe, Killer of Kings
Für die Sense lohnt in aller Regel der Splash der jeweils anderen Randfarbe, falls man bis dahin im zweifarbigen Aggrodeck unterwegs war. Die Ausrüstkosten sind für den Bonus erträglich und besonders der Erstschlag reißt einiges heraus. Ganz so gut wie der Hammer in den beiden anderen Farben ist die Sense jedoch nicht.
Wie hoffentlich festzustellen war, geht es mit der Qual ität langsam aufwärts. Dieses Niveau behalten wir beim nächsten Mal bei, wenn wir durch düstere Gefilde von Grixis nach Jund wandern. Laßt Euch bis dahin nicht Skelettieren. 
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| 2 Kommentare | |   |
| #1 | Bone shredder | 18.05.2009 - 11:44 |
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Das Navi-Werkzeug, um zu den vorangegangenen Teilen zu springen, finde ich schick gemacht. Bei der, ahem, Länge der Reihe wäre eine Linkleiste im Text selbst auch recht störend. |
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| #2 | Marcus Malden | 18.05.2009 - 12:14 |
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Auch von mir alle Daumen hoch! Interessantes Gefühl, wenn man sich etwas zur Umsetzung vorstellt, und jemand anderes es dann in anderer Form umsetzt. Aber sehr gut gelöst. Ich habe bestimmt irgendwann wieder Internet... |
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