| Nationals 2008 |
22.08.2008 |
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Samstag, 15.08.
10:08 *ring*ring*ring*
“Hähhh ?”
10:09 „He Phips, i bins. Warum bist du ned da? Vor 10 Minuten hat Players Meeting begonnen!“
„Fuck“
…
…
…
10:16 „Pairings für Runde 1 werden nun gepostet“
Zwischen 10:09 und 10:16 liegt meine persönliche Bestleistung bei der Durchquerung der Linzer Innenstadt, featuring 3 rote Ampeln, 100 km/h, grob geschätzt 7 Sperrlinien und Parken in der Fußgängerzone vorm neuen Rathaus.
In der Nacht zuvor, Freitag 14.08. auf Samstag 15.08.
03:00 Die letzten Gäste der Players Party verlassen die Bude meiner Studentenverbindung, hinterlassen ca. 150 leere Bierflaschen und noch mehr Magicbooster–Verpackungsmaterial. Fürs Großreinemachen ist aber an diesem Tag keine Zeit mehr.
03:05 Stattdessen lasse ich mich von Valentin „Valtl“ Hauser zu einem letzten, schnellen „Gute Nacht Bier“ in meiner Lieblingsbar überreden. Sein schnelles Bier ist nach einer knappen Stunde ausgenuckelt - nachdem ich den netten Wiener bei seiner Jugendherberge abgegeben habe, kann ich selbst auch die Heimreise antreten.
04:00 Nein… Wenn ich in vier Stunden aufstehe, freut es mich bestimmt nicht mehr, meine Deckliste zu schreiben. Außerdem gibt's noch einige kleine Veränderungen in Maindeck und Sideboard vorzunehmen, immerhin muss man die auf der Players Party eroberten Insidertipps verwerten. 
Also nochmal kurz an den Schreibtisch gesetzt…
04:20 Diese Insidertipps... ok, wird auch noch gespielt...
04:30 zzzzZZZZZzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz
10:07 zzzZZZZZZZZzzzzzzzzzzzzzzzzzzz
10:08 *ring*ring*ring*
“Hähhh ?”
...achja, das hatten wir bereits.
Halb verschlafen, halb im Adrenalinrausch laufe ich also gerade noch im letzten Moment in den Sitzungssaal des Linzer Rathauses, werfe den Judges meine Deckliste zu, bedanke mich bei Stefan Steiner gefühlte 47mal fürs Aufwecken und verspreche ihm - nach dieser jetzt schon legendären Rettungsaktion – auf jeden Fall Top 8 zu machen, und ihm die dort eroberten Preisbooster zu schenken.
Wie ich das dann tatsächlich geschafft habe, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen. 
Das Deck
Nach über zweihundert Testpartien mit Merfolk war ich Ende Juli eigentlich fest davon überzeugt, in einem erwartet faerielastigen Metagame mit kleinen blauweißen Männchen die Staatsmeisterschaft zu bestreiten. Allerdings machten mir die US-Nationals einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, Mono-Rot war nun das „Deck to Beat“.
Also nochmal eifrig das Internet durchforstet, Ideen gesammelt und weitere 200 Testpartien mit verschiedenen Versionen eines anderen Decks gezockt. Et Voila, nach 17 Veränderungen in Main- und Sideboard, das Deck mit dem ich bei den Nationals angetreten bin:
Runde 1 vs. Herbert Engleitner mit Kithkin
Als ich mich zu Herbert an den Tisch setze, bin ich noch immer außer Atem, habe weder Token, Papier noch einen Stift dabei – all das stellt mir mein Gegner aber freundlicherweise zur Verfügung.
In Game 1 revanchiere ich mich netterweise dafür, keepe eine unspektakuläre Hand mit Wall of Roots und einigen Counterspells und verliere gegen eine unhandelbare Figure of Destiny.
Game 2 verläuft da schon etwas spannender, mein Gegner kann früh mit einigen Kreaturen und Spectral Procession Druck aufbauen, und freut sich insbesondere über seine zwei Burrenton Forge-Tender, die seine kleine Armee vor Gemeinheiten wie Firespout oder Sulfurous Blast beschützen sollen.
Herberts Frage im ersten Spiel, ob ich denn Damnation im Deck zocken würde beantwortete ich wahrheitsgemäß mit Nein – der Hammer kam allerdings aus dem Sideboard: Bam, 6:1 Trade für mich – von diesem Schlag kann sich mein Salzburger Gegenüber nicht mehr erholen.
Game 3 ist ein ständiges Hin und Her von Removal / Mass Removal auf meiner und Kreaturen auf seiner Seite. Mit zwei aktiven Windbrisk Heights im Spiel kann ich nie riskieren, meinem Gegner trotz mehrerer Wall of Roots einen Angriff mit drei oder mehr Kreaturen zu gestatten, und werde so in einige unvorteilhafte Trades geforced. Irgendwann versiegt aber das Gas meines Gegenübers, und er kann zwei Züge lang nur seine verbleibenden Windbrisk Heights nachlegen. Dieses Zeitfenster nutze ich gekonnt, um das nach dem Sideboarden einzig verbliebene Mystical Teachings zu topdecken, das einmal mehr den Sieg bringenden Bogardan Hellkite sucht.
1 – 0 / 2 – 1
Runde 2 vs. Matthias Wosner mit MonoRot
Game 1: Mein Gegner entpuppt sich als wahres Multitaskingtalent - kann zeitgleich davon erzählen, dass dies erst sein drittes Constructedevent ist, da er ansonsten eher der Limitedspieler wäre, und darüberhinaus passenderweise Ashenmoor Gouger um Ashenmoor Gouger nebst Kleinvieh ins Spiel pressen.
Mit Doppel-Firespout kann ich diesen ersten Ansturm aber bewältigen, bevor eine – angesichts sechs liegender Mountains gefährliche - Figure of Destiny das Spielfeld betritt. Während wir so plaudern vergisst Matthias ein- bis zweimal, seine Figur zu aktivieren – aber das kann schon mal passieren, wenn man sich für den nachgehobenen Demigod of Revenge fast austappen muss.
Irgendwann einmal, als lediglich ein Mulldrifter und zwei Wall of Roots auf meiner Seite des Boards einem weiteren Ashenmoor Gouger, Demigod of Revenge und Figure of Destiny gegenüberstehen, will mein Gegner seine Kreatur in ein 8/8 fliegendes Monster verwandeln.
Mein Hinweis, dass die Figur zuerst die „zweite Evolutionsstufe“ erreichen müsste, wird gekonnt mit einem: “Das hab ich letzte Runde gemacht“ erwidert.
Irgendwie können wir uns dann ohne Judge nicht darauf verständigen, was denn wirklich im Laufe der letzten Runden passiert war, nach kurzer Unterredung mit dem Unparteiischen schieben wir diese Meinungsverschiedenheit auf „Miskommunikation bedingt durch Unaufmerksamkeit“ und lassen glücklicherweise erst mal nur eine 4/4 Figure aus dem Pokeball.
Diese kann ich mit Teachings auf Slaughter Pact handeln, Teachings Flashback auf Bogardan Hellkite beendet wie so oft an diesem Tag ein spannendes Spiel.
In Game 2 will Matthias nicht mehr so richtig mitspielen, und zeigt mir den monorot–Draw, den mir meine Testgruppe immer vorenthalten hatte. Mountain, Mountain, Mountain,…
2 – 0 / 4 – 1
Runde 3 vs. Peter Wimmer mit Quick `n Toast
Zum Abschluss des ersten Constructed–Teils muss ich also zum Mirror–Match antreten, noch dazu gegen Peter, einen sympathischen Salzburger, der sicherlich mit seinem Deck umzugehen weiß.
Da trifft es sich natürlich blendend, dass ich gleich das erste Spiel mit einer doppelten Reise nach Paris beginne. Fünf Handkarten gegen Acht im Control Mirror – da muss der Beatdownplan her!
Ich fange also bereits in Runde zwei zu Lasten einer Wall of Roots damit an, ein Chargeland aufzuladen, lege die grüne Manakreatur erst in Runde drei, und versuche nach weiterem Chargen eot. in Runde fünf instantmäßig Cloudthresher ins Spiel zu bringen. Dieses Vorhaben scheitert aber an einem von zahlreichen Counterspells meines Gegenübers. Es verstreichen einige aktionslose Runden, bevor mein Gegenüber mit Tolaria West nach Urza's Factory tutorn kann, und mir damit eine bedrohliche Clock setzt.
Ein weiterer Cloudthresher (eot.) meinerseits wird von Cryptic Command verhindert, allerdings verbleiben meinem Gegenüber nach Transmute und Countermagic nur noch zwei freie Manaquellen. Ich gehe in meiner Runde aufs Ganze und versuche ohne Backup Oona, Queen of the Fae ins Spiel zu bringen.
Peter hat das Rune Snag nicht – was schlicht und ergreifend „Good Game“ bedeutet hätte, und muss sich nun mit der Königin herumschlagen.
Eine Runde später tappt er Calciform Pools, Mystic Gate und ein grünes Vivid Land – ohne eine Marke zu entfernen und announced „Firespout für Rot“. Ich frage noch einmal: „Für Rot?“, was er mit einem „Ja, für Rot“ erwidert. „Dann musst du aber eine Marke vom Vivid Land nehmen.“ Gesagt getan. Ein weiteres Firespout für grün und rot resolved, und Peter packt seine beiden Wall of Roots – gefolgt von meinem Exemplar - in den Friedhof. „Stirbt die Oona!“ „Nein“
*insertrandomflameshere*
Das zweite Spiel verläuft weniger spektakulär, Runde um Runde legen wir Länder ins Spiel – jeder von uns beiden auch Urza's Factory. (Mein Exemplar fand übrigens erst um 04:20 morgens ins Deck. ) Ein buntes Gemisch aus Kitchen Finks, Cloudthresher und Artefakttoken schlägt im Damagerace jeden von uns in relativ bedrohliche Lebenspunktsituationen. Peter will mit seinem Mannequin eot. Kitchen Finks reanimieren, in response beendet aber einmal mehr der neu gekrönte König – Bogardan Hellkite – das Spiel.
3 – 0 / 6 – 1
Sehr nice, mit einem Sieg mehr als erhofft konnte ich also dem Lorwyn–Draft entgegensehen, für den ich mir dank multipler Online–Draftsessions einiges erwartet hatte.
Am Drafttisch 1 erwarteten mich jedoch mit Niki Eigner und David Reitbauer zwei österreichische Limited–Schwergewichter, und auch Thomas Holzinger hatte schon am Vorabend bei seinem PTQ-Sieg bewiesen, dass er mehr kann, als nur Kreaturen nach rechts zu drehen.
Draft 1: Lorwyn/Lorwyn/Morningtide
Für den ersten Draft des Tages hatte ich mir fest vorgenommen, nach Möglichkeit einen der folgenden Tribes – mit denen ich bisher die meisten Erfolge verbuchen konnte – zu forcen:
- G/x Elfen mit massig Removal
- W/x Kithkin mit massig a) Combattricks oder b) Carddraw
- Elemental/Krieger mit massig Aua
Zudem wollte ich, wenn es sich vermeiden ließe, auf Merfolk oder Feen/Räuber aus verschiedenen Gründen auf jeden Fall verzichten. (Wer wissen will warum: Baut mal so ein Deck und beobachtet, was passiert, wenn die Key-Kreatur erschossen wird. )
Im ersten Booster öffnete ich zwar standesgemäß keinen Rare-Spoiler, war aber mit Oblivion Ring höchst zufrieden – zumal dieser dank tollem Manafixing in diesem Format in wahrscheinlich jedes Draft-Deck integriert werden könnte. Doch schon der zweite Pick brachte mich auf genau die Schiene, die ich nach Möglichkeit vermeiden wollte – Stonybrook Angler ist zwar universell einsetzbar, irgendwie aber doch mit Merfolk-Synergien verbunden.
Glücklicherweise gab mir Pick#3 den richtigen Impuls: Knight of Meadowgrain war ohne nennenswerte Alternativen im Pack enthalten und wanderte instantmäßig auf meinen Pile, zumal mein Vordermann höchstwahrscheinlich auf Schwarz gewesen sein dürfte, da ich von dieser Farbe bisher noch gar nichts gesehen hatte.
Schon im nächsten Pick bestätigte sich der vorangegangene Glücksgriff, Kithkin Greatheart und Kinsbaile Skirmisher kämpften nun um einen Platz in meinem Deck – letztgenannter verlor aufgrund des Powerpotentials seines Kontrahenten.
Mit Avian Changeling als Pick #5 kann man dieses Potential auch bestmöglich ausschöpfen – mittlerweile war ich im Kithkin-Plan einzementiert.
Das zweite Booster begann weniger prickelnd, ich musste Sentinels of Glen Elendra über den selbst im W/G Kithkin – Deck unspielbaren Cloudthresher picken. Incremental Growth als Pick #2 ließ mich den nicht getätigten grünen Firstpick etwas bereuen, schließlich hatte ich schon während des gesamten Drafts irgendwie das Bauchgefühl, heute Chamäleon Colossus aufzureißen.
Und als hätte ich hellseherische Fähigkeiten – nach einem äußerst matten zweiten Lorwyn Booster öffne ich in Morningtide prompt die nahezu unhandelbare Bombe.
Ohne viel nachdenken zu müssen schiebe ich meine blauen Picks auf die Ersatzbank und freue mich über zwei absolute Bomben in Form von Incremental Growth und Chamäleon Colossus.
Der Rest des dritten Boosters kann aber nur schwer die gewaltigen Lücken füllen, die die verschiedenfarbigen Picks in meinen Deckbauplan gerissen hatten, am Ende trug ich folgende 40 Karten in die Deckliste ein.
Fazit: Irgendwie war ich unsicher ob der Quality meines Draftdecks – einerseits ist es üblich, auf den vorderen Tischen kein “bombiges” Deck zu bekommen, andererseits gefiel mir die Vorstellung nicht, mit Oblivion Ring und notgedrungen Lace with Moonglove als einzigen Removalspells soviel Zeit erkaufen zu müssen, wie meine beiden Bomben Colossus und Growth brauchten, um die Partie nach Hause zu schaukeln. 2:1 sollte aber auf jeden Fall drin sein, eine Niederlage gegen entweder David oder Niki mit eingerechnet.
Runde 4 vs. Lothar Huke mit Rogues
Ich ging einigermaßen zuversichtlich in dieses Match, da mir Lothar am Vorabend noch erzählt hatte, wie unsicher er beim Draften sei. Um so mehr freute es mich, gleich in meiner ersten Hand Chameleon Colossus nebst random 2-Drop und Hillcomber Giant begrüßen zu dürfen.
Game 1 eröffnete mein Kontrahent ganz klassisch mit Oona's Blackguard, während auf meiner Seite Knight of Meadowgrain das Spielfeld betrat. Meinen 3-Drop musste ich zwangsweise auslassen, das gegnerische „du spielst nichts?“ machte mich aber stutzig… Würde da etwa ein Counter auf mich warten? Zwei verräterische blaue Manaquellen mit nur einem Sumpf ließen Schreckliches erahnen… Als mein Gegner dann auch in seiner vierten Runde keinen Drop aufs Feld brachte hatte ich die Lunte gerochen – prompt war der klobige Hillcomber Giant und nicht die grüne Bombe mein Play, und prompt konnte ich für Broken Ambitions nicht bezahlen.
In Runde 5 konnte sich dann mein Gegenüber dazu durchringen, mit Marsh Flitter endlich eine in dieser Situation extrem hässliche Kreatur aufs Board zu knallen. (Blackguard!)
Ich konnte „nur“ mit Chameleon Colossus dagegenhalten, der dank der beherzten Angriffe meines Knights bloß noch 16 Lebenspunkte abzuarbeiten hatte.
Das sollte eigentlich in zwei Runden erledigt sein – allerdings durchkreuzte mein Gegner diesen Plan und bereitete mir mit Stinkdrinker Bandit schwerstes Kopfzerbrechen.
Mein Colossus konnte in der Folge für acht hauen gehen, was meinem Gegner genau eine Runde Zeit ließ, eine Solution zu heben.
Ponder auf Spellstutter Sprite, Ponder #2 auf Mulldrifter später hatte er zweimal chumpgeblockt und mich in response tot gehaun. Magic... 
Game 2 war unspektakulär. Ich lege gute Kreaturen, er zu kleine.
Game 3 entwickelte sich wieder zum „Counterwar“, den Game 1 schon gesehen hatte. Avian Changeling wird von Broken Ambitions gehandelt, der nachfolgende Hillcomber Giant von Fearie Trickery. Als sich mein Gegner dann endlich mal bis auf zwei Mana austappt, topdecke ich prompt Chamäleon Colossus – weder Spellstutter Sprite noch Broken Ambitions können ihn diesmal aufhalten – er beendet, was er in Game 1 schuldig geblieben war.
4 – 0 / 8 – 2
Runde 5 vs. Thomas Holzinger mit B/G Elfen
Bei seinem PTQ-Sieg am Freitag Abend schien der junge Salzburger Blut geleckt zu haben – erneut 4:0 tags darauf bei den Nationals lässt in Zukunft einiges erhoffen!
Game 1 ist unheimlich spannend, kompliziert und verzwickt. Aber ich erzähl‘s mal schnell: Ich vergesse im frühen Spiel einmal, für Kithkin Zephyrnaut Kinship zu reavealen. Und jetzt ratet mal, auf wie vielen Lebenspunkten mein Gegner überlebt hat. 
Game 2 verläuft reichlich unspektakulärer… Meine Kreaturen sterben der Reihe nach beim Chumpblocken, als ich Runde für Runde darauf warte, das fünfte Land für Incremental Growth zu ziehen. Als es dann soweit ist, ist nur noch ein heldenhafter Kithkin Daggerdare übrig geblieben.
4 – 1 / 8 – 4
Runde 6 vs. Marc Mühlböck mit B/G/u Elfen
In Game 1 kann ich mit einem nahezu optimalen Start – Kithkin Greatheart, Avian Changeling, Kinsbaile Cavalier – relativ schnell großen Druck aufbauen, ein Violet Pall meines Gegenübers gefolgt von einer Thorntooth Witch beendet aber jäh meine offensiven Bemühungen.
Ich kann in weiterer Folge dank des niedrigen Lebenspunktestandes meines Gegners mithilfe einiger Combattricks nette Trades forcen, irgendwann jedoch ist das Spiel gestallt mit einer Order of the Golden Cricket auf meiner Seite und einer Cloudcrown Oak auf seiner.
Einige Runden lang heben wir beide nur Länder, als bei Marc aber dann Warren Pilferers erscheinen, wird mir klar, dass ich nicht mehr lange dafür Zeit habe, Chamäleon Colossus zu topdecken.
Da ich das nicht schaffe, komme ich auch in diesem Match ins Hintertreffen.
Game 2 war wieder einmal unheimlich spannend. Ich kann erneut eine gute Schiene aufs Parkett legen, und meinen Gegner mit drei Kreaturen, featuring Incremental Growth, schnell in Bedrängnis bringen. Dass er mit Violet Pall, Lignify und Ambassador Oak ein gelungenes Comeback feiert, spricht für die Qualität seines Decks.
Ich lege mit Order of the Golden Cricket und Kinsbaile Cavalier einiges an Beef nach, mein Gegenüber muss dank niedrigem Life Total mit Lignify #2 den potentiellen Flieger handeln.
Ich kann im folgenden Angriff Triclopean Sight auf meinen Cavalier packen, was die Ambassador Oak meines Gegenübers in die ewigen Jagdgründe schickt.
Doch selbst diese Kombination schien dem jungen Salzburger nichts auszumachen, unvermindert knallte er in den zwei folgenden Runden Weed-Pruner Poplar, Moonglove Changeling und Moonglove Winnower aufs Board.
Was folgt ist der für mich absolut geilste Move meiner persönlichen Nationals–Historie. 
Ich greife mit meinem Cavalier an, mein Gegenüber stellt nach kurzem Zögern alle seine Kreaturen in den Block.
„Firststrike - Dmg am Stack? 1 – 1 – 1, spiele ich Lace with Moonglove auf den Cavalier“ Fassungslos musste Marc sein Board abräumen, ich gewinne das Spiel.
Irgendwie schien es, als ob diese Aktion den Siegeswillen meines Gegenüber gebrochen hatte, in Game 3 hat er meiner Zwei-Kreaturen-Offensive einige Runden lang außer Ländern nichts entgegen zu setzen, und gab nach einem weiteren Land-Draw auf 10 Lebenspunkten entnervt auf.
5 – 1 / 10 – 5
Damit hatte ich also das angestrebte 2-1 im Lorwyn–Draft erreicht, und durfte mich auch zu SSM am ersten Tisch niederlassen. Wie genau es mir dort ergangen ist, und was die letzten drei Constructed Runden brachten, das erfahrt ihr morgen.
Bis dahin hoffe ich, euch gut unterhalten zu haben und freue mich auf die Kommentare.
Lg Phips |
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| 11 Kommentare | |   |
| #1 | Thomas Holzi — wohoo | 21.08.2008 - 22:54 |
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Wie immer nett zu lesen, gibt nix auszusetzen
immerhin komm ich drin vor^^ |
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| #2 | Stefan Preßlmayer — super | 22.08.2008 - 02:00 |
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wie immer spanned und super zum lesen =) |
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| #3 | Lothar Huke — wöödklasse | 22.08.2008 - 03:09 |
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Super zum Lesen und spitzenmäßige Möödungen^^
Den Part mit Valtl - stellvertretend.
2 (von 3) tolle Partien hatten wir. Den TopDeck-Coloss hab ich Dir schon verziehen.
Viel Glück in Kopenhagen!!! |
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| #4 | Ashraf Abou Omar | 22.08.2008 - 08:18 |
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Gut geschrieben und noch einmal gratz zur Performance =).
Bis Morgen in Copenhagen dann, maybe Round 4? |
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| #5 | Philipp Summereder | 22.08.2008 - 09:03 |
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Danke fuer die netten Comments!
lg Phips |
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| #6 | Ernst Gruber — Nana | 22.08.2008 - 11:19 |
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Da tun sich ja die Abgründe der Hölle auf. Erst die Teammitglieder dann auch noch der Chef.
Das schreit ja direkt nach dem Zerminator. Der treibt euch den Teufel Alkohol schon aus. Am besten ihr löst euch gleich freiwillig auf.
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| #7 | TMM — tmmblog.de | 22.08.2008 - 11:19 |
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sauber |
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| #8 | Florian Reiter | 22.08.2008 - 11:26 |
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Ist die Jack Daniels-Brauerei nicht in Memphis? Phips, ich seh schwarz für deine Performance auf den Worlds Und Hennessy, dieses Teufelzeug, gibt's da ja auch! Eieiei. |
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| #9 | erwin schronz — blub | 22.08.2008 - 11:31 |
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super gemacht.
im gegesatz zu deinen Team-mitglied Florian hast du gezeigt wie man bei bier vs. Magic das bessere Los hat.^^
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| #10 | Daniel Wagner — Mr. Jack | 22.08.2008 - 14:43 |
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Wenn mich nicht alles täuscht, wird Jacky in Lynchburg hergestellt, oder? Liegt zwar auch in Tennessee, aber sollte ein kleines Stückchen sein...
Aber guter Artikel :) |
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| #11 | Jan Wolff — ... | 22.08.2008 - 19:21 |
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So muss das halt nach der durchzechten Nacht gemacht werden ;)... |
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