Block-Constructed 21.08.2008  
UK Nationals 2008
von Ashraf Abou
9,20 Punkte  
9 Kommentare  
Nun ich hätte nie gedacht, dass die britischen mal meine ersten Nationals sein würden, ich durfte zwar nicht mitspielen, da ich allerdings noch nie auf den deutschen Nationals war, kann ich die britischen vom vergangenen Wochenende wohl als meine wirklich "ersten" sehen. Wie kommt es nun, dass ein Spieler aus Deutschland auf den Nationals in Birmingham ist (und er nicht Falko Görres heißt und selbige als Headjudge leitet)?

Wer sich zurück erinnert, dem ist vermutlich bekannt, dass ich vor wenigen Monaten schon einmal in Birmingham war - Ende Mai fand dort ein Grand Prix im Block Constructed statt. Der damalige Trip nach England und zurück würde wohl alleine genug Stoff für einen Artikel geben. Begonnen hat alles mit der Landung in Stansted und dem Busfahrer, der irgendwie nur gebrochen Englisch sprach, jedenfalls verstand ich kaum was er sagte. Ich fragte ihn, wie weit es dann noch vom Endbahnhof zum Birmingham Convention Center war. Von dem Schwall, den er mit entgegen warf, glaubte ich zu verstehen, dass es noch drei Meilen zu Fuß sein sollen. Der Bus kam um 03:00 Uhr am Samstagmorgen in Birmingham an, wie sich dann herausstellte, war er einfach mal 25 Meilen von der GP Location entfernt. Zum Glück trafen wir ein paar Magic Spieler, die uns dann auch in gutem Englisch erklären konnte, wie wir dort hinkommen.
 

Der GP endete für mich mit einem 5-3, ich dachte jedes Feendeck würde nun Mirrorweave spielen und versuchte dementsprechend, mit Cloudthresher darum herum zu spielen…natürlich spielten sie es nicht. Den Cloudthresher am Ende des Zuges zu spielen, hinterließ am Ende natürlich mehr Schaden als ich Lebenspunkte hatte.

Sonntagnacht ging es dann wieder zurück Richtung London. Auf der Fahrt trafen wir einen der Engländer, die wir am Samstagmorgen kennen gelernt hatten. Wir unterhielten uns etwas mit Peter Dun, so erzählte er uns dass er sich für die letzten vier Pro Touren (außer Valencia) via PTQ qualifiziert hatte. Er sagte es wäre in England allgemein nicht so schwer sich via PTQ zu qualifizieren, während der Nationals, die auch in Birmingham stattfinden sollten, würde es gleich drei PTQs geben.

Nun und genau mit diesen Worten fand die Geschichte ihren Anfang. Wieder zurück in Deutschland prüfte ich wann die UK Nationals stattfinden würden: Eine Woche vor dem Grand Prix Copenhagen, was bedeuten würde, man könnte sich auf den PTQs noch das eine oder andere Ratingbye erarbeiten. Kurz darauf buchte ich zusammen mit Christopher Passow, mit dem ich auch schon den Grand Prix Trip gemacht hatte, den erneuten Flug nach Birmingham. Aber wieso dieser Trip, in Deutschland gibt es ja schließlich auch PTQs? Die Überlegung war einfach, dass wenn alle guten Engländer die Nationals zocken, wahrscheinlich alle weniger guten sich auf dem PTQ versuchen werden und ich hätte drei Versuche mich für die Pro Tour Berlin zu qualifizieren. Ich halte mich ganz und gar nicht für einen guten Spieler, ich rechnete mir bloß aus in Birmingham etwas bessere Chancen zu haben, als auf einem PTQ in Deutschland. Dass ausgerechnet an diesem Wochenende zwei in meiner Nähe stattfinden würden, zudem auch noch mit knapp über 40 Spielern, konnte ich zu Beginn der Berlin-Season leider noch nicht wissen. Seit Krakau letztes Jahr ist Magic für mich irgendwie anders geworden, ich fahre für die Events nun einfach viel weiter als vorher. Nicht dass es was gebracht hätte, die bisherigen Grand Prix bis auf Madrid dieses Jahr mitzunehmen. Nicht ein Day 2 kann ich vorweisen. Trotzdem muss ich gestehen, dass es doch Spaß macht den einen oder anderen verrückten Trip zu machen. Das Ziel ist zwar die Pro Tour in Berlin, ob ich es erreiche ist die andere Frage.

Meinen ersten PTQ für Berlin spielte ich mit Quick‘ n Toast in Berlin, mit einem glorreichen 0-2 Start war ich aber schnell out of Contention. Um dem Rating nicht zu sehr zu schaden, konnte ich immerhin noch ein 2-2 erspielen, bevor ich gedropt habe. Man möchte meinen, das Deck dürfte eigentlich nicht gegen Kithkin verlieren, Figure of Destiny und sechs Länder von oben machen es aber doch möglich.

Der PTQ in Hamburg verlief da schon deutlich besser. Ich überlegte zuerst Runed Halo zu spielen, holte mir aber noch die Meinung von anderen Spielen ein…die mich auslachten. Wie könnte ich nur auf die Idee kommen, so eine schlechte Karte im Quick' n Toast zu spielen. Nun seit den NQs vor einem Jahr sollte ich lieber auf mein Inneres hören, natürlich habe ich mir reinreden lassen und sie aus der Liste gestrichen, einen Tag nach diesem PTQ gewann Gerry Thompson mit zwei Runed Halo Maindeck den Grand Prix in Denver.
 

Auf Top 8 Kurs spielte ich schließlich gegen unseren amtierenden deutschen Champion Bodo Rösner, der sich auch mit dem Quick' n Toast-Deck den Pro Tour Slot holen wollte. Wie ich, spielte auch er eine Horde of Notions. Allerdings lag meine im Sideboard, während er seine schon im Maindeck hatte. Nun ich muss sagen, durch die Horde of Notions gewann das Mirrormatch doch deutlich an Tempo: Game 1 und 2 waren in Handumdrehen zuerst von seiner Horde und dann von meiner dominiert wurden. Game 3 durfte er dann anfangen und als er bei fünf Mana angekommen war, betete ich innerlich, dass er nicht die Horde hat… leider hatte er sie und so ergaben sich gleich fünf Schaden für mich. Mein Draw von oben bescherte mir Cryptic Command und dann setze mein Gehirn irgendwie aus. Ich weiß nicht, was in dem Moment in mir vorgegangen ist, da ich in Game 1 aber die Horde die einen Mannequin Counter hatte mit einem Cryptic Command in den Friedhof befördert hatte, dachte ich plötzlich allen Ernstes, ich müsste die Horde nur bouncen damit sie stirbt. Gesagt, getan, erst als Bodo sie auf die Hand nimmt, schwant mir was ich gerade verbockt habe. Ich ärger mich noch heute, wenn ich an die Situation denke Was ist bloß in mich gefahren zu denken, Cryptic Command würde Horde of Notions entsorgen. Natürlich hat er sie wieder ausgespielt und ich ging auf zehn Leben, zum Glück präsentiere mir die Libary von oben meine eigene Horde. Zum Ende bin ich mir nicht sicher, ob ich es noch einmal verplayed habe: Ich habe meine Horde selbst wieder online bekommen und Bodo unter Druck gesetzt. Sein roter Planeswalker hätte mich fast getötet, aber mit dem letzten Lebenspunkt kann ich ihn zum Glück noch vom Tisch bekommen. Bodo kontrolliert eine 3/2 Kitchen Finks und ich habe eine getappten Mulldrifter und eine ungetappte Horde of Notions. Ich bin auf einem Leben und ein weiterer Cloudthresher oder ein Mannequin auf den bereits im Friedhof liegenden Cloudthresher bedeuten meinen tot, ich entschließe mich bei sieben Mana also eine Kitchen Finks zu spielen die mich auf drei Leben bringt und sie anschließend mit Shriekmaw zu zerstören. Bodo weiß dies zu verhindern und countert den Shriekmaw um mir mit Cryptic Command im Anschluss alle Kreaturen zu tappen und für drei Schaden anzugreifen. Nun ist die Frage, hätte ich lieber nichts ausspielen sollen? Würde er mir mit Cryptic Command alle Kreaturen tappen, könnte ich mit der Fähigkeit der Horde auf Shriekmaw immer noch die Finks im Angriff zerstören. War das falsch gespielt von mir? Gegen Cloudthresher oder Mannequin hätte ich dann unweigerlich verloren.


Nun aber erst einmal die Deckliste und ein paar Anmerkungen dazu:

Quick' n Toast by Gerry Thompson modified by Ashra
MaindeckVorschauSideboard
4 Vivid Creek
4 Vivid Grove
2 Vivid Meadow
3 Flooded Grove
3 Mystic Gate
1 Sunken Ruins
1 Fire-Lit Thicket
4 Reflecting Pool
3 Island
4 Mulldrifter
4 Kitchen Finks
3 Cloudthresher
3 Shriekmaw
1 Oona, Queen of the Fae
1 Horde of Notions
1 Oona's Grace
2 Austere Command
2 Runed Halo
3 Broken Ambitions
3 Makeshift Mannequin
4 Cryptic Command
4 Firespout
3 Plumeveil
3 Puppeteer Clique
1 Spitting Image
4 Wispmare
1 Runed Halo
1 Hallowed Burial
1 Shriekmaw
1 Cloudthresher



Worin unterscheidet sich diese Liste von Gerry Thompsons? Ich muss gestehen, das Maindeck ist fast identisch, ich spiele jedoch ein Land weniger, da ich das Gefühl hatte, auch mit 25 Ländern ausreichend bedient zu sein.
 

Die große Streitfrage lautet: Spiele ich als Win Condition zwei Archon of Justice oder lieber eine Oona und eine Horde. Ich muss sagen, ich weiß es immer noch nicht. Ich bin einfach bei der Oona und der Horde geblieben. Oona ist nun einmal eine Karte die, wird sie einmal gegen Kithkin oder Feen gelegt, häufig das Spiel gewinnt. Mal abgesehen davon, dass Archon of Justice mindestens einen Turn früher kommt und bei seinem Ableben auch noch eine Permanent mitnimmt, glaube ich nicht, dass er die Spiele in denen Kithkin und Feen schon einige Token besitzen noch gewinnt. Oona bietet einem immerhin diese Möglichkeit. Gleiches trifft auf die Horde zu, mit ihrem Haste und Trample kann sie auch mal schnell ein Spiel entscheiden und im Lategame hat man die Möglichkeit Mulldrifter, Shriekmaw und Cloudthresher wiederzubeleben - wenn das mal kein Grund ist. Allerdings sind beide ziemlich schlecht gegen Chameleon Colossus, den wiederum nimmt Archon of Justice immer mit. Welche Karte im Mirror nun besser ist, kann ich auch nicht genau sagen. Ich habe bei den Mirrormatches gelernt, dass man dem Gegner so viele Counter wie möglich aus der Hand zu ziehen muss. Notfalls soll er Oona sogar countern, so kann ich sie dann mit einem Mannequin zurückholen und sie wird durch Archon of Justice nicht removet. Man kann sich dann "zurücklehnen" und den Gegner zugrunde millen. Bis auf den Command kann man die Oona mit dem QnT-Deck nicht anzielen, man muss nur noch verhindern, dass sie an einem Massremoval verendet.

Ich musste feststellen, dass die letzen Listen von den PTQs in Berlin und Hannover, sofern ich mich nicht verguckt habe, noch Mind Spring gespielt haben. Das Mind Spring sollte man lieber durch ein Oona's Grace ersetzen, ich habe sogar Listen mit zwei davon im Maindeck gesehen. Die Karte dominiert einfach das erste Spiel im Mirror. Man kann einfach am Ende des gegnerischen Zuges überflüssige Länder aus der Hand cyclen, besser geht es fast gar nicht. So muss ich nicht umständlich versuchen den Gegner auszutappen um mein eigenes Mind Spring durchzubekommen oder endlos lange warten, um ein Mind Spring für X mit Counterbackup spielen zu können.
 

Die Runed Halos haben mich sehr überzeugt, man benennt natürlich nicht eine Karte die man beim Gegner vermutet, sondern eine die man auf jeden Fall schon kennt. So kann man das Spiel weiter nach hinten hinauszögern, außerdem kann man sie im späteren Verlauf immer noch mal mit Cryptic Command bouncen, Knight of Meadowgrain ist in den ersten Runden nun einmal gefährlicher als im Lategame.

Die Chamelon Colossus aus dem Sideboard habe ich mit den Puppeteer Cliquen ersetzt, der Colossus scheint nur fürs Mirror oder gegen Doran Decks geeignet zu sein, gegen Feen habe ich nie gesehen, dass er geboardet wurde. Mit Puppeteer Clique kann man aber manchmal sofort einen Kill erzeugen, falls der Gegner zwei Cloudthresher im Friedhof hat und gerade keine Kreatur zum Block freisteht. Auch so nehmen sie immerhin die Mannequin Targets und lassen jemanden je nach Kreatur selbst Karten ziehen und sie machen ordentlich Schaden. Hallowed Burial spiele ich, muss ich gestehen, aus Budgetgründen. Ich wollte mir nicht noch einen für 5 Euro holen und konnte ansonsten keinen mehr auftreiben. Für den dritten PTQ habe ich das Spitting Image, das leider schlechter war als erwartet, gegen einen Austere Command ausgetauscht. Die Überlegung bei dem Spitting Image war einfach, dass man damit sehr flexibel ist. Man kann das Gegnerische Archon kopieren oder auch einfach mal mit Mulldrifter Karten ziehen.


So nun aber zu den PTQs, den ersten werde ich einfach mal dezent verschweigen, da dieser mit einem 3-3-1 bei etwas mehr als 70 Spielern einfach der schlechteste war. Außerdem variierte die Liste auch noch etwas von der oberen.


Zum zweiten PTQ hatten sich natürlich deutlich mehr Leute eingefunden als zum ersten. Waren wir am ersten Tag noch etwas mehr als 70 Leute, so waren wir nun schon ein bisschen mehr als 120. Wieso war ich noch gleich nach England geflogen? Soviel dazu sich möglichst dann zu qualifizieren, wenn alle guten Engländer gerade die Nationals spielen.


Runde 1 gegen Ben Salmen mit BW
 

Gegen ein ähnliches Deck durfte ich schon in Hamburg spielen. Der Spieler dort hatte aber eine Aggro Variante gespielt, die ich mit Mühe bezwingen konnte. Ben spielte stattdessen eine Variante, die nur so mit Fatties wie Oversoul of Dusk gespickt war.

Er darf beginnen, und eine 1/1 Lifelink Kreatur betritt das Spielfeld, soviel zu den Fatties. Der kleine Mann darf mich immerhin noch auf 18 hauen, bis Kitchen Finks die Lebenspunkte wieder herstellt und den 1/1 am Angreifen hindert. Ein Angriff der Kitchen Finks blockt der Winzling. Dafür folgte dann eine Liege, die mit Divinity of Pride auch gleich mal meine Kitchen Finks dezimiert. Ein Runed Halo sorgt aber für entsprechenden Schutz vor dem Lifelink Avatar und so darf die Liege auf mich einprügeln. Ich habe zwischenzeitig acht Handkarten und entscheide mich einen meiner beiden Austere Commands abzuwerfen. Mein Gegner scheint nun zu glauben, ich hätte nichts mehr an Massremoval und so folgen ein weiterer Divinity of Pride und ein Oversoul of Dusk. Bei 14 Leben und der Aussicht nächste Runde doch etwas mehr Schaden zu bekommen, entscheide ich mich den Austere Command für alle Kreaturen zu spielen, sein Blick daraufhin war wirklich unglaublich. Er kann noch einen Divinity of Pride legen, scheint so als hätte ich mit dem Runed Halo eine gute Wahl getroffen. Als ich dann endlich Oona ausspielen kann und nach dem zweiten Millen über sechs Token verfüge, gibt er auf.

Sideboard:-2 Firespout -3 Shriekmaw +1 Runed Halo +1 Hallowed Burial +3 Puppeteer Clique

In Game 2 halte ich eine sehr merkwürdige Hand, sechs Länder und einen Mulldrifter on the draw – das ist in Wahrheit ziemlich schlecht, ich hatte aber das Gefühl bei diesem Gegner würde es gehen. Mein Draw beschert mir natürlich ein weiteres Land, er legt im ersten Zug wieder seinen 1/1 Lifelink Mann der es doch tatsächlich schafft mich auf 14 zu hauen. Der Mulldrifter wurde Turn 3 evoked und bescherte mir einige nette Karten, darunter Puppeteer Clique…aber bisher war sein Friedhof ja noch leer. Seinen ersten Oversoul of Dusk countere ich, den zweiten muss ich resolven lassen, dafür holt sich die Puppeteer Clique den ersten aus dem Friedhof und ich bringe seine Lebenspunkte wieder gen 20. Runed Halo schützt mich vor dem verbleibenden Oversoul. Ich finde Oona und lege sie in der Hoffnung raus, das Spiel sei schnell zu Ende. Er kann jedoch Hallowed Burial vorweisen und so wandert sie ganz tief nach unten in die Libary. Für Horde of Notions und Cloudthresher hat er auch jeweils ein Hallowed Burial. So langsam mach ich mir Sorgen, wie ich ihn am Ende auf 0 bringen soll. Er scheint jedoch ein Land nach dem anderen zu ziehen und findet keine Solution gegen meinen Cloudthresher, den mir ein Mulldrifter gefunden hat.

1-0


Runde 2 gegen Marc Knight mit UBGw Merfolk

Ich bringe zu Beginn der Spiele immer gerne ein bisschen Konversation ins Spiel. Einige Leute mögen das ja als das Trashtalk bezeichnen, ich hingegen mag aber nicht einfach nur "cool" dasitzen, um schnell mein Spiel zu gewinnen und dann wieder zu verschwinden. Aus dem Gespräch ergibt sich, dass Marc Vize UK Meister 2005 war, der Block eines Spieleladens in Wien zeigt mir, dass er auch zum GP dort war, ich schreibe auf dem gleichen Block.

Ich verliere wieder den Würfelwurf und er beginnt mit einem Stonybrook Banneret in Turn 2. Es wäre besser gewesen gleich den Shriekmaw zu evoken, ich Tölpel mach es natürlich nicht, wissend, dass gleich wohl das eine oder andere Merfolk mehr auf den Tisch kommt. Tatsächlich kommt der Silvergill Adept und mein Firespout wird mit Broken Ambitions vereitelt, noch ein Adept und ein Banneret folgen daraufhin. Um nicht zuviel Schaden zu bekommen spiele ich Runed Halo auf Silvergill Adept, ein Reejerey in seinem Turn sorgt aber dafür, dass ich trotzdem einiges abbekomme. In meinem Turn gibt es dann Kitchen Finks und einen Shriekmaw auf den Lord evoked. Ich kann zweimal mit den Finks angreifen bevor ein Colossus mich davon abhält und meine Kitchen Finks zum Chumpblocker deklariert. Hinzu gesellt sich ein zweiter Colossus. Ich kann eine Horde spiele, ein Angriff wäre aber sinnlos. An dieser Stelle wäre das Archon gut gewesen, ich versuche im folgenden Zug noch ein Austere Command, dieses wird aber leider gecountert. Er hält noch eine Handkarte, ein Crib Swap und auf 17 Leben gedenke ich den nächsten Zug noch zu überleben, nach dem zweiten Austere Command sollte der Tisch leer sein. Er zieht jedoch einen Reejerey, greift mit allem an und macht mir 19 Schaden. Die beiden Colossus kann ich mit der Horde nicht blocken und die Bannerets haben dummerweise Islandwalk da mein sechstes Land eine Insel war.

Sideboard: -3 Cloudthresher +1 Runed Halo + 1 Hallowed Burial +1 Plumeveil

Im zweiten Spiel verfüge ich über Reflecting Pools, Flooded Grove und Sunken Ruins, blöd das sich kein Land finden lässt, das weißes Mana produziert, wäre mit Runed Halo und Austere Command sicherlich nicht zu verachten. Ich komme nicht über vier Länder hinaus und so startet Marc genüsslich seinen Beatdown. Da ich über kein rotes Mana verfüge, könnte ich nicht einmal ein Firespout spielen, wenn ich eins gehabt hätte. Das zweite Spiel ist daher nach wenigen Zügen beendet.

Oh man schon wieder 1-1, genau wie gestern mit dem Deck. Top 8 kann ich mir jetzt wohl schenken, ein 6-1 scheint nahezu unrealistisch. Ich mach mir schon Sorgen, was ich in diesem Artikel schreiben soll. Berichte über Decks die negativ gegangen sind, kommen sicherlich immer gut an. Auf zur nächsten Runde!

1-1


Runde 3 gegen Mono G
 

Mein Gegner ist noch sehr jung und spielt ein monogrünes Warrior Deck mit Obsidian Battle-Axe. Er gewinnt den Würfelwurf und startet mit Wolfskull Shaman, die mit dem Paragon im Kinship auch gleich einen Wolf mitbringen. So nehme ich den ersten Schaden und bei ihm wird eine Obsidian Battle-Axe gelegt. Mit dem Paragon bedeutet das gleich ordentlich Schaden. Tatsächlich gehe ich mit dem nächsten Angriff auf zehn, ein Firespout säubert zum Glück jedoch den Tisch. Ein weiterer Paragon folgt und befördert meine Lebenspunkte auf sechs Leben. So langsam mache ich mir ernsthaft Sorgen. Ein Shriekmaw für evoked, sorgt aber erstmal für Luft, mein Broken Ambitions für zwei kann eventuell auch noch was mitnehmen. In seinem nächsten Turn spielt er einen weiteren Paragon und bevor ich etwas sagen kann, legt er gleich einen 4/3 Elfen mit Trample dazu. So schell geht das aber nicht. Mein Ambitions verhindert Schlimmes, da er den Paragon nicht equipt hat, schenkt er mir vier Lebenspunkte. Im nächsten Zug kommen Kitchen Finks, die mich wieder auf acht Lebenspunkte befördern. Sein Paragon scheint mit seiner mächtigen Axt nun nicht mehr so mutig wie zuvor und so legt er nur ein Land und gibt ab. Es vergeht einige Zeit und ich bin wieder auf sechs Leben, auf dem Board liegen nur noch Länder und die Battle-Axe. Ich habe Oona auf der Hand, bin mir aber bewusst, sie nicht ausspielen zu können. Er hat zwar keine Handkarten mehr, sollte er aber ausgerechnet dann einen Colossus ziehen, hätte ich verloren. Ich schaffe es auf 10 Mana zu kommen und die Oona auszuspielen, genau danach zieht er seinen Colossus, ein Cryptic Command verhindert aber Schlimmeres. Die Oona kann er nicht handeln, Kitchen Finks am Boden sorgen für weitere Sicherheit und so ist kurz darauf das Spiel gewonnen.

Sideboard; -3 Cloudthresher +1 Runed Halo +1 Hallowed Burial +1 Shriekmaw

Das zweite Spiel beginnt er und ich habe zwei Ambitions und zwei Cryptic Command auf der Hand. Als er Turn 2 dann Eyes of the Wisent legt, sehe ich das Spiel innerlich schon verloren. Er legt verschiedene Elfen. Paragon, Colossus und Perfekt sind schon ganz schon schlagkräftig, ohne die Battle-Axe ist er jedoch nicht mehr so schnell wie zuvor. Ich habe schließlich vier Cryptic Commands auf der Hand und verhindere damit die nächsten Angriffe, in der Hoffnung mit einer zusätzlichen Karte ein Austere Command oder einen Hallowed Burial zu ziehen. Leider ist dem nicht so und nachdem alle Commands verbraucht sind, gebe ich auf um das dritte Spiel möglichst zügig zu gewinnen.

Das dritte Spiel beginnt er mit zwei Wolf-Skull Shamans, die auch gleich im Upkeep je einen Wolf produzieren, eine Kitchen Finks Turn 3 und kein Nachschub an Wölfen bei ihm, verhindern komischerweise  aber jegliche Angriffe. Mir soll es recht sein, bei fünf Mana angelangt greife ich an. Er blockt nicht, dafür sorgt ein Hallowed Burial für ein leeres Board. Es scheint als habe er darauf gewartet, denn nun folgen Perfect und Vanquisher, gut das Austere Command beide vom Tisch holt. Turn 7 spiele ich dann Horde of Notions, gegen den 5/5 Trampler scheint er nichts zu haben und so ist das Spiel schnell entschieden.

2-1


Runde 4 gegen UB Feen
 

Mein Gegner darf beginnen und das tut er mit der üblichen in Turn 2 gespielten Bitterblossom, für die das Feendeck ja so bekannt ist. Turn 3 folgt dann eine zweite, zudem dezimiert ein Thoughtseize seine Lebenspunkte und ein Command von meiner Hand. Er bleibt auf vier Ländern stehen, während ich jede Runde ein Land legen kann. Da er nicht einmal über drei blaue verfügt, bin ich also vor jeglichen Commands auf seiner Hand sicher. Bei sechs Mana versuche ich ein Firespout, das er schon kennt. In Response kommt eine Mistbind Clique, auf die ich reagiere, indem ich mir noch in den Pool ziehe. Die Clique resolvt, danach folgt ein weiteres Firespout von mir und so bleibt am Ende nur noch der Scion übrig. Um wohl schnell wieder genug ins Spiel zu kommen, folgt nun das dritte Bitterblossom. In seinem nächsten Upkeep versuche ich dann einen Cloudthresher, da er bereits über sechs Feen im Spiel verfügt, lasse ich die drei anderen auch noch ins Spiel kommen, bevor ich den Cloudthresher spiele - hätte er eine Spellstutter Sprite, wäre der Tresher so oder so gecountert worden. Er hat keine und so geht er auf sechs, im nächsten Angriff kann er noch eine Spellstuter Sprite zum blocken spielen - sieht so aus als hätte ich ein gutes Timing erwischt. Zwei Runden später haben die Bitterblossoms meinen Job erledigt.

Sideboard -2 Runed Halo -3 Shriekmaw -1 Firespout+1 Cloudthresher +1 Hallowed Burial +4 Wispmare

Mein Gegner ist erneut auf vier Ländern screwed, diesmal hat er jedoch drei blaue Mana und Turn 2 gab es auch wieder die Bitterblossom. Kitchen Finks folgen um im Race mit den Feen vorne zu bleiben, eine Inversion gibt mir zwar zwei Leben macht die Finks aber nur noch 2/1. Ein Cloudthresher darf dank Thoughtseize in den Friedhof. Die eine Finks verabschiedet sich, wird aber gleich von einer neuen ersetzt, die auch kräftig an seinen Leben saugt. Ein evokter Cloudthresher sorgt für ein Feen freies Board und die Kitchen Finks haben freie Bahn. Als er auf acht Leben ist und ich erneut mit den Finks angreife, begehe ich leider einen Spielfehler: Er spielt einen Cryptic Command der die Finks tappen und ihm eine Karte ziehen soll. Ich counter den Command mit meiner Ambitions, der Clash zeigt bei ihm eine Puppeteer Clique, die er zum Glück nach unten legen muss. Der Draw beschert ihm sein fünftes Land. Auf 16 Leben spielt er nun die Puppeteer Clique, die sich beide Cloudthresher holt und mir insgesamt 18 Schaden zufügt, er überlebt auf einem Leben. Der Cryptic Command hätte eigentlich nicht gecountert werden müssen, im Prinzip bin ich selber schuld.

In Spiel 3 halte ich dann eine Hand mit fünf Ländern, Wispmare und Broken Ambitions. Mir wurde immer gesagt, gegen Feen soll man eine Hand halten die Bitterblossom disrupten kann. Also bin ich gleich doppelt abgesichert. Er zeigt mir beim Secluded Glen eine Blossom und wirft mir den Wispmare ab, mein Draw bringt mir jedoch einen neuen, für den er jedoch auch einen Thoughtseize hat. Bei fünf Mana angelangt spiele ich einen Mulldrifter, der in seinem Zug von Sower of Temptation übernommen wird. Ziemlich gierig müsste man meinen, ich spiele in meinem Turn einen Cloudthresher und beide Flieger gesellen sich in ihren jeweiligen Friedhof. Danach kann er dem Cloudthresher nichts entgegen setzen und so ist das Spiel nach zwei Angriffen vorbei,

3-1


Runde 5 gegen Sonny Jensen mit Kithkin
 

Sonny gewinnt den Würfelwurf und hat mit Stalwart, Stalwart und Figure einen relativ guten Start, sein Mulligan auf fünf sorgt aber schnell für eine leere Hand. Bis ich endlich etwas spielen kann, haben mich die weißen Männer schon auf sechs Leben gehauen, nach dem Firespout ist der Tisch dafür aber auch leer. Kitchen Finks bringt mich wieder auf acht, seinen Knight of Meadowgrain blocke ich, so hab ich immerhin wieder zehn Lebenspunkte. Danach sorgt ein Runed Halo für Schutz vor dem Ritter, ein Mulldrifter sorgt für neue Karten, der gefundene Austere Command lässt vom Ritter und dem Wizened Cenn nichts mehr übrig. Als sich dann auch noch eine Oona hinzugesellt, millt diese ihm zwar ein paar Länder, die wenigen weißen Karten dazwischen sorgen aber für genug Token, um ihn in wenigen Runden auf null gehauen zu haben.

Sideboard: -3 Cloudthresher -2 Runed Halo +1 Shriekmaw, +3 Plumeveil +1 Hallowed Burial

Sonny beginnt zum zweiten Mal in diesem Spiel, diesmal ganz frei von Mulligan und so sorgt Knight of Meadowgrain für die ersten Lebenspunktunterschiede bei uns. Kitchen Finks bringen mich wieder zurück auf 20, der Shriekmaw in der nächste Runde nimmt den Knight mit, so dass der Wizened Cenn nun ganz alleine dasteht. Kein Problem, Spectral Posession und ein Mirrorweave auf Kitchen Finks bringen mich auf elf, danach folgt aber ein Firespout und ich finde ein zweites Kitchen Finks. Als ich dann auch noch die Horde of Notions habe, schiebt er zusammen.

Kithkin sind einfach ein gutes Match-Up, besonders nach dem Boarden. Manchmal starten sie aber einfach zu schnell und das Deck zieht nicht immer das was man braucht. Ein Firespout ist ganz gut, gegen einen 4/4 Figure hilft das aber leider wenig.

4-1


Runde 6 Mirrormatch
 

Mein erstes Mirrormatch am heutigen Tag, immerhin darf ich beginnen. In den ersten Runden folgen nur Länder, Kitchen Finks auf seiner Seite hauen mich jedoch auf 14 bevor ich mit meinen eigenen meine Lebenspunkte verteidigen kann. Ich spiele schließen einen Mulldrifter und darf zwei neue Karten ziehen, bei das gleiche und beide wandern in den Friedhof. Er ist jedoch ausgetappt, ich nutzte die Chance eine Oona zu spielen die auch resolvt. Ich kann immerhin zwölf Karten aus dem Spiel removen, ehe ein Archon of Justice durch seinen eigenen Shriekmaw in den Friedhof befördert wird. Meine Oona ist nun leider ganz aus dem Spiel entfernt. Um etwas Schaden zu machen spiele ich einen Shriekmaw der kein Ziel finden kann, end of Turn folgt jedoch ein Cloudthresher und so sehe ich mich gezwungen den 7/7 mit meinem Shriekmaw zu blocken. Bei seinem nächsten Angriff spiele ich im Combat meinen Cloudthresher, woraufhin ein weiterer von ihm folgt. Ich spiele ein Mannequin auf den Shriekmaw und der erste 7/7 geht in den Friedhof. In meinem Zug kann ich einen weiteren Shriekmaw evoken der seinen zweiten Cloudthresher vom Spielfeld nimmt. Der Angriff bringt ihn auf zwei, ein von ihm gespielter Austere Command säubert den Tisch und anschließende Kitchen Finks bringen ihn wieder auf vier. Einen Turn später befinden sie sich auch schon in der waagerechten, sehr mutig von ihm. Er scheint also noch ein Mannequin parat zu haben, ansonsten würde er nicht so bereitwillig angreifen. In meinem Zug kommt dann die Horde of Notions, ich greife an und er spielt das erwartete Mannequin auf den Archon. Er blockt und will schon auf drei gehen, da sage ich ihm er soll nicht so schnell machen. Vor dem Schaden nutzte ich die Fähigkeit der Horde und bringe einen Cloudthresher ins Spiel der mich auf sieben und ihn auf zwei bringt, danach weise ich dem Archon zwei und ihm drei Schaden zu. Er ist natürlich überrascht jetzt schon verloren zu haben, schiebt aber bereitwillig zusammen. Der Judge der dem Spiel zugeschaut hat scheint den Move aber nicht ganz verstanden zu haben, er nimmt noch einmal die Karten und hinterfragt warum mein Gegner jetzt auf null wäre. Im Endeffekt hat er wohl das trample der Horde übersehen, da das Archon durch den Cloudthresher schon zwei Schaden bekommen hat, konnte ich dem Gegner drei Schaden zuweisen.

Sideboard: -4 Firespout +3 Puppeteer Clique + 1 Spitting Image

Wir konnten das zweite Spiel zwar noch anfangen, nach wenigen Zügen wird aber schon der Time Out ausgerufen und so gibt mein Gegner bereitwillig auf, hat er doch keine Chance mich in den anschließenden Turns noch auf null zu bringen.

5-1


Runde 7 gegen Kithkin
 

Es werden Standings ausgehängt, Christopher ist mit seinen Feen und dem 5-0-1 derweil sicher drin, ich bin mit meinem 5-1 jedoch nur auf Platz 11 und muss gegen den zwölften Platz mit 15 Punkten spielen. Als ich sehe um wenn es sich bei meinem Gegner handelt, frohlocke ich innerlich, saß er doch bei meinem letzten Spiel am Nebentisch und hat Kithkins pilotiert. Er ist am Tag zuvor in den Quarter Finals mit QnT ausgeschieden. Gut für mich, dass er zu den weißen Männern gewechselt ist. Wir überlegen noch, ob wir drawen können, sicherheitshalber möchte ich aber spielen, auch wenn ich ihn als gutes Match-Up in der Regel gerne in den Top 8 hätte. Zur Sicherheit habe ich Christopher noch einmal gebeten seinen Gegner aus den Top 8 zu kicken, er wäre selbst bei einem Loss noch sicher drin und so wäre jemand mit gutem Oppscore weiterhin bei nur 15 Punkten.

Mein Gegner fängt an und ich bin mit meiner Hand inklusive zwei Firespouts gegen Kithkin nicht unzufrieden. Jedoch spielt er Turn 1 einen Figure of Destiny und danach einfach nichts mehr. Bevor ich das erste Firespout casten kann ist er schon 4/4. Ein Shriekmaw ist leider nicht in Sicht und auch ein Cryptic Command befindet sich nicht auf meiner Hand. Er könnte mich in seiner Runde zwar töten, als ich aber frage ob er für acht hauen will, vermutet er einen Cryptic Command. Guter Bluff, so habe ich mir eine Runde erkauft. Mein Draw beschert mir allerdings nur Oona's Grace und auch diese findet nichts mehr.

Sideboard: -3 Cloudthresher +3 Plumeveil - 2 Runed Halo +1 Shriekmaw + 1 Hallowed Burial

Es kann nicht sein das ich mit dem Deck gegen Kithkins um die Top 8 verliere. Nach dem Boarden sollte das Match-Up fast unverlierbar sein.

Das zweite Spiel läuft dann so ab, wie ich es mir als QnT-Spieler gegen Kithkin wünsche. Für seine ersten Kreatur habe ich einen Shriekmaw. Als ich mein viertes Land spiele nimmt der auch dank dem Mannequin gleich eine weitere Kreatur mit. Turn 5 kommt dann ein weiterer Shriekmaw der die U/W Liege zerstört die er dank seiner drei 1/1 Spirit Token aus dem Hideaway Land hervorzaubern konnte. Ein Firespout nur für Flieger löst jedoch das Problem in der Luft. Sechs Schaden pro Runde von Kreaturen die er nicht blocken kann bewegen ihn dann zur Aufgabe.

Im entschiedenen dritten Spiel muss ich noch einen Mulligan auf sechs nehmen, während er mit Doppel Stalwart und Burrenton Forge-Tender einen Traumstart hat. Meine Hand ist nicht gut, mit Plumeveil halte ich sie allerdings. Mein Draw bescherte mir eine freudige Socery: Firespout kann ich gut gebrauchen, zuerst muss aber der Forge-Tender weg. Ich tu so als ärgere ich mich Turn 3 nichts spielen zu können, die drei Kreaturen greifen an und ich spiele ein Plumeveil, das den Forge-Tender entsorgt. Das anschließende Firespout leert dann seine Seite des Tisches. Tatsächliches ziehe ich in drei Drawsteps noch zwei weitere Firespouts die einmal seinen Cloudgoat Ranger entsorgen und beim anderen Mal einen Knight of Meadowgrain und ein Wizened Cenn. Als ein Mulldrifter dann auch noch die Horde of Notions findet, ist das Spiel schnell entschieden.

Gerade noch mal Glück gehabt, ohne die Firespouts wäre es böse ausgegangen.

6-1


Die Standings waren die wie folgt:

  1. Christopher Passow (Feen) 19
  2. Nicholas A Lovett (?) 18
  3. Ashraf Abou Omar (Quick' n Toast) 18
  4. Jorge Pinazo (GR Manaramp) 18
  5. Peter Dun (Feen) 18
  6. Geoff L Flechter (Doran) 17
  7. Mark Knight (UGBw Merfolk) 16
  8. Daniel Gardener (QnT mit mehr Schwarz) 16

Lustig das Christopher und ich ausgerechnet bei dem gleichen und gleichzeitig größten PTQ mit 120 Leuten Top 8 machen. Dazu noch Peter der sowieso schon verärgert war, dass er kurz vor dem Ratingcut für die UK Nationals Rating verloren hat und am Freitag den PTQ nicht mitspielen durfte, weil er zwei Minuten zu spät kam und der Judge ihn nicht mehr anmelden lassen wollte. Ein anderer Judge ließ dann zwar kurz darauf zu, dass sich ein paar Verspätete doch noch anmelden durften, dies wiederum bekam er leider nicht mit.

Interessant ist, dass es in England keine Amateurpreise gibt - wir sind in Deutschland mit den 18 Boostern pro Amateur also ganz gut bedient. Auch haben sie ein ganz anderes System bei der Gutscheinvergabe. Während man bei uns in Deutschland einen festen Wert bekommt, bekommt man in England den Flug bezahlt. Für Hotel muss man dann in jedem Fall selbst aufkommen. Das gleiche gilt auch für die dortigen Grand Prix Trials, wer einen Trial gewinnt, bekommt den kompletten Flug zurückerstattet. Ich nehme mal an das sie dort keine GPTs für den amerikanischen oder asiatischen Raum anbieten…ein acht Mann Trial um den Gutschein für Manila abzusahnen wäre sicherlich ganz nett.


Viertelfinale gegen Geoff L Flechter mit Doran

Wir unterhielten uns zu Anfang etwas und er sagte er würde nach der PT San Diego nun auch gerne die PT in Berlin spielen. Ich erwiderte daraufhin, dass er das gerne tun könnte, bloß sollte er dafür lieber morgen noch einmal Top 8 machen, da ich heute gewinnen könnte. Nun vielleicht hört sich das arrogant an, man muss aber auch mit Selbstvertrauen an die Sache herangehen. Ich habe allerdings immer ein flaues Gefühl in den Top 8. Es ist plötzlich ganz anders als noch in den Swiss Rounds, da man nur noch wenige Meter von dem Schritt zur Pro Tour entfernt ist.
 

Geoff darf das erste Spiel beginnen. Gegen Doran in Turn 3 sehen meine Kitchen Finks relativ klein aus. So entschließe ich mich auch sofort zu blocken und gehe auf 24. Ein Runed Halo auf Doran sollte erst einmal helfen während die Kitchen Finks Geoff einen Schaden zufügen. Während ich Turn für Turn ein Land legen und Turn 5 einen Mulldrifter spielen kann legt Geoff nach Turn 4 gar kein Land mehr. Er versucht zwar einen Chameleon Colossus, dieser wird aber durch Broken Ambitions für eins vereitelt. Als er mit seinem3/4 Elfen mit Vigilance angreift, spiele ich einen Cloudthresher der den Elfen blockt. Kurz darauf ist der 7/7 auch schon in der Waagerechten, Geoff überlegt kurz, entscheidet sich dann aber den Doran nicht zu opfern, zusammen mit dem eben gespielten Colossus hat er immerhin noch ordentlich Kampfkraft am Boden. Ich weiß das er ein Crib Swap hält und so spiele ich meinen Cryptic Command erst kurz vor dem Angriff: Ich tappe ihm alle Kreaturen und möchte Doran bouncen. Mein Cryptic Command ist deutsch und er verlangt nach einem englischen. In Response versucht er seinen Doran mit Crib Swap zu removen, das Resultat wäre dann der Command würde fizzeln und er hätte zwei Blocker. Ich kann allerdings Broken Ambitions für zwei spielen, was ihn zur Aufgabe bewegt. Ich bin mir nicht sicher wie ich boarden soll. Firespout macht gegen keine seiner Kreaturen etwas, nur die Vanquisher holen sie vereinzelt vom Tisch.

Sideboard: -4 Firespout -1 Cloudthresher -1 Shriekmaw +1 Runed Halo + 1 Spitting Image +3 Puppeterr Clique +1 Hallowed Burial

Im zweiten Spiel beginnt Geoff mit einem 3/4 Elfen, der gefolgt von Doran auch schon gleich einen Schaden mehr macht als sonst. Ein Runed Halo auf Doran und eine Kitchen Finks kaufen mir immerhin etwas Zeit. Gegen seine zwei Oversoul of Dusk sieht es trotzdem nicht gut aus. Als mir die Blocker ausgehen, versuche ich im Combat einen Cryptic Command, Jeff hat jedoch noch ein grünes Mana frei und ein Guttural Response vereitelt diesen Plan. Als er die Runde darauf noch ein Reponse für meinen Command habe gebe ich auf.

Im dritten Spiel halte ich eine etwas riskante Hand on the Play, Vivid Grove, Flooded Grove, Mulldrifter, zwei Kitchen Finks, Hallowed Burial und Runed Halo. Geoff hat für das dritte Spiel genau ein Thoughtseize geboardet und hat es dann auch gleich Turn 1…schon ist meine Hand nur noch Mist. Zwei Kitchen Finks sind jetzt nicht so stark gegen ihn, sie sorgen aber schon einmal für den ersten Schaden. Immerhin finde ich das dritte Land und ich kann einen Mulldrifter evoken, der aber auch kein weiteres Land findet. Wie schon im zweiten Spiel legt er Doran und Oversoul, auch diesmal muss ich mit den Kitchen Finks blocken. Schließlich finde ich das fünfte Land und ein Hallowed Burial sorgt für eine kurze Verschnaufpause. Eine nachgelegte Oona will aber auch gehandelt werden. Ich habe zwei Optionen, entweder ich spiele Austere Command auf alle Kreaturen oder ich entsorge sie mit Spitting Image. Spiele ich das Image kann er sich aber immer noch Token machen, daher entscheide ich mich für den Command. Nach der Oona folgen GW Liege und Vanquisher, ich kopiere eine GW Liege, um mit der von Geoff zu tauschen, er hat jedoch vor seinem Angriff einen Shriekmaw und so bekomme ich die geballte Ladung und geh auf ein Leben. Für meinen anschließenden Cryptic Command hat er ein neues Response, ich habe verloren, das steht nun fest. Ich steh auf, grinse, schüttele Geoff die Hand und wünsch ihm noch viel Glück. Natürlich war ich enttäuscht, wer von euch Top 8 war und dann gekickt wurde kennt dieses Gefühl vielleicht, man war halt nur noch wenige Schritte von seinem Ziel entfernt.

In den Semi Finals hätte ich erneut gegen Mark spielen müssen, kein wirklich gutes Match-Up für mich. Vielleicht hätte ich spätestens da verloren, vielleicht aber auch nicht. Die Outs für die Qualifikation für Berlin sinken, um ehrlich zu sein wären zwei Pro Touren in einer Season schon ziemlich gierig von mir, einen Versuch ist es trotzdem Wert.

Christopher hat seine Quarter Finals gewonnen und spielt in den Semi Finals gegen Peter, das gefürchtete Mirrormatch. Eine Hand die er im dritten Spiel lieber hätte mulliganen soll behält er. Peter hat Turn 2 das Bitterblossom und Christopher hat dem nichts entgegenzusetzen, er kann nur zuschauen wie sich seine Lebenspunkte langsam nach unten schrauben und der Traum der Quali auch langsam zerplatzt. Peter entscheidet das Spiel für sich und Geoff gewinnt auch gegen Mark, im Finale gewinnt das Doran Deck dann gegen die Feen und Geoff qualifiziert sich für seine zweite Pro Tour in Berlin.


Hat sich der Trip gelohnt? Nicht wirklich, keiner von uns beiden ist qualifiziert, trotzdem war es wieder nett und ich hab mal wieder ein paar neue Leute kennengelernt. Lustig ist auch, dass Peter und ich nach dem Ergebnis am Vortag bei einem Stand von 0-2 aufeinander getroffen sind. Während ich aber immerhin noch das 4-2-1 geschaffte habe, ist er mit 0-4 gedropt. Es gehört nun einmal immer noch eine kleine Portion Glück dazu.

Dann noch einmal vielen Dank an euch, dass ihr es bis zu diesen Zeilen ausgehalten habt, vielleicht scrollt ihr ja auch schon nach den ersten Sätzen gleich runter zu den Kommentaren. Anzutreffen bin ich in Kopenhagen und auf der DM, vielleicht sieht man sich ja vor Ort. Der Versuch das 2050er Rating bis Berlin zu bekommen ist zwar weit hergeholt und eher unerreichbar, aber wer weiß, vielleicht erwachen ja noch irgendwelche nicht vorhandenen Talente in mir.


Bevor ich es vergesse, nutzte ich die letzten Zeilen doch noch einmal für den "privaten" Gebrauch. Fährt jemand von euch nach Rimini und hat noch Platz, oder wisst ihr wie man sonst möglichst günstig dort hin kommt? Ganz ehrlich, 260 Euro mit der Bahn sind mir dann doch ein bisschen zu teuer.

Gruß,
Ashraf

PW


9 Kommentare

 
  #1Mathias Passin — schön!21.08.2008 - 01:29
Ein echt feiner Bericht!
Was kann man anmerken? Das 26. Land will man sicher spielen, weil Screw einfach das Allerbitterste mit dem Deck ist. Die Situation, dass man mal keine Karten hat, aber zu viele Länder, gibt es sooo selten. Und wenn, kann man sich ja auch Oona's Grace reinlucken, dann ist der Flood schnell beseitigt.
Dann noch zum Doranboard: Ich war gegen Doran auch nicht sonderlich erfolgreich, aber ich würde die Shriekmaws ins Deck tun. Klar, die sind gegen Doran und Coloss schon schlecht, aber den Rest räumen die ab. Wenn man keine Spouts hat, ist das Removal sowieso schon knapp. Die Puppeteers finde ich dagegen eher unspannend. Sind die Kreaturen mal im Friedhof, ärgern sie dich nicht mehr (Profane Command mal abgesehen, aber dafür findet sich immer ein Ziel), der Removeeffekt ist also nicht sooo gut. Als Kämpfer ist die Clique auch nicht zu gebrauchen, und die Kreaturen als einmalige Angreifer werden das Spiel auch nicht gewinnen, da Tempo für dich eher uninteressant ist. Du willst viel lieber das Board kontrollieren. Grade in dem MU merkt man wohl das Fehlen des 4. Runed Halo und 2. Hallowed Burial recht stark.
Viel Glück auf den noch folgenden PTQs!
 
  #2Benjamin Lamprecht — sehr netter Artikel21.08.2008 - 13:15
Obwohl ich mich mit dem Format noch nicht wirklich beschäftigt habe schaut das ganze ziemlich gut und durchdacht aus - guter Turnierbericht und Deckbeschreibung.

Schon bemerkenswert wie die Spielraum-Blöcke um die Welt kommen

Mal schaun ob ich in Rimini mitspiel. Falls ja, werd ich mir den Artikel wohl nochmal durchlesen =)

Hast vom Main-Event eigentlich auch was mitbekommen?

Lg
 
  #3Ashraf Abou Omar21.08.2008 - 13:23
Auf jeden Fall - war ja quasi nebenan. Mainevent und Sideevents waren mir um ehrlich zu sein etwas nah beeinander, so konnte man aber immernoch mal rüber schauen und gucken was die Engländer gerade so machen.

Top 8 waren auch coole Spiele dabei, dass Jonathan Randle mit seinem Feendeck den Mono R Men noch wegmacht hätte ich nicht gedacht.
G4 hat er auch mal vergessen eot das hellbent Land zu aktivieren, kA obs Absicht war oder er es wirklich vergessen hat - gewonnen hat er das Game im Endeffekt trotzdem.

 
  #4Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com21.08.2008 - 13:43
Der Titel war dann doch etwas sehr irre führend - letztlich hast Du eine kleine Serie von PTQ-Berichten geschrieben, halb aus Deutschland, halb aus England.

Diese Berichte waren ordentlich, aber mir zu lang - natürlich störte mich die Länge nicht um der länge willen, aber es war halt immer das selbe nacheinander. Vielleicht hätte ich es komplett gelesen, wenn mich das Format mehr interessierte, aber so habe ich es gegen Ende nur noch überflogen.
 
  #5Jonas Rutz — netter artikel21.08.2008 - 16:41
netter artikel doch find ich 25 länder wirklich sehr gierig klar klappts ab und an oder auch öfters mal doch nen land drop in den ersten 6 - zügen will man eigentlich nie auslassen
 
  #6Patrick Schwarz — Klasse!21.08.2008 - 17:36
Sehr schöner, detaillierter und unterhaltsamer Bericht. Vielen Dank!
 
  #7Florian Reiter21.08.2008 - 20:49
Hattest du mir im ICQ nicht erzählt, du hättest dich qualifiziert? Lügner

"Im zweiten Spiel verfüge ich über Reflecting Pools, Flooded Grove und Sunken Ruins, blöd das sich kein Land finden lässt, das weißes Mana produziert, wäre mit Runed Halo und Austere Command sicherlich nicht zu verachten. Ich komme nicht über vier Länder hinaus und so startet Marc genüsslich seinen Beatdown. Da ich über kein rotes Mana verfüge, könnte ich nicht einmal ein Firespout spielen, wenn ich eins gehabt hätte. Das zweite Spiel ist daher nach wenigen Zügen beendet."

Hast du in der Situation nicht über einen Mulligan nachgedacht?

 
  #8Ashraf Abou Omar21.08.2008 - 21:29
-
Wieso denn Mulligan, kommt eines meiner 10 Vivid Länder bin ich doch total im rennne weil ich mit reflecting pool doppel w machen kann....

Btw habe ich gesagt ich bin nicht qued !
 
  #9Bastian Grimberg22.08.2008 - 08:21
Dem ersten Teil fehlt so etwas wie ein strukturierter Aufbau völlig. Da wird von einem Punkt zum nächsten gesprungen, dass es schwierig ist nachzuvollziehen, an welchem Punkt der Geschichte man sich gerade befindet. Überschriften würden hier massivst helfen.
Der Turnierbericht ist dagegen sehr schön detailliert, der reißt es heraus...
... fast jedenfalls, denn Rechtschreibung und Grammatik sind ... verbesserungswürdig.
 

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