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Da die anstehenden Nationals nicht nur in Constructed ausgetragen werden, ist es unerlässlich, auch die Draftformate SSS (SSE) und LLM ein wenig auszutesten. Aus diesem Grunde habe ich mir vor einer Woche 100 Tix für Magic Online besorgt, um einige Varianten auszuprobieren, meine Decks zu analysieren und so einige Erkenntnisse zu gewinnen.
Das Ergebnis ist dieser Artikel. Es handelt sich hierbei übrigens nicht um ein „best-of“, sondern unzensiert um alle 10 Drafts, die ich im Zeitraum vom 7. Juli bis 11. Juli – in anderer Reihenfolge - gespielt habe.
Draft 1
 (Du kannst nix erkennen? Dann klick auf das Bild!)
Auf welches Score würdet ihr dieses Deck tippen? anzeigen3 - 0 Finalsieg
Hierbei handelt es sich um eine unkonventionelle rot-schwarze Schimmelvariante, die etwas weniger auf Speed, dafür umso mehr auf fette Kreaturen und noch fetteres Removal setzt. Zugunsten von mehr Quality verzichte ich hier auch auf die sonst so wichtigen 1-Drops (Scar und Manaforge Cinder stehen zur Debatte), für Torrent of Souls sind meiner Meinung nach zu wenige Kreaturen (vor allem gute Kreaturen) im Deck enthalten. Traitor's Roar, normalerweise der Paradefinisher in einem aggressiven Deck, hat hier wenig zu suchen – hat der Gegner mehrere Blocker liegen, ist irgendwas gründlich falsch gelaufen. Auch für das Giantbeating fehlt schlichtweg der Platz – obwohl es in noch aggressiveren Varianten oft zur Höchstform aufläuft.
Eine weitere Überlegung wäre, grün für Presence of Gond (mit Pili-Pala) und Tattermunge Witch zu splashen. Aber auch hier kommt man zum Schluss: Man könnte nur Quality cutten, um Pseudo-Combos zu adden. Dass hier Pili-Pala und Power of Fire als nette Draufgabe im Deck enthalten sind macht insofern Sinn, als dass der Gegner meistens genug damit zu kämpfen hat, die „guten“ Kreaturen zu removen, und der 1/1 Flieger ungestört auf sein Enchantment warten kann.
Darüberhinaus harmoniert Pili-Pala noch mit dem CIP–Trigger von Furystoke Giant (broken), und macht grünes Mana für die Tattermunge Witch.
Übrigens auch die Elsewhere Flask… - einer meiner Gegner hatte das zu seinem Leidwesen übersehen…
Alles in allem würde ich sagen: Ein Wunschdraftdeck, mit dem besten Removal und ausreichend Kreaturen, um daraus Kapital zu schlagen.
Draft 2

Score? anzeigen0 – 1 Viertelfinalniederlage
Auf den ersten Blick sieht dieses Deck dem Ersten ziemlich ähnlich – wieder Incremental Blight, wieder Flame Javelin, wieder Burn Trail. Dazu einige sehr aggressive Drops inkl. drei Giantbeatings. Doch warum habe ich hier in der ersten Runde verloren?
Ich denke, ich habe einen gewaltigen Konstruktionsfehler begangen. Sowohl die Intimidator Initiates und Traitor's Roar, als auch Incremental Blight (als mit Abstand beste Karte des Decks) kommen nur so wirklich zur Geltung, wenn man den mit ihnen geschaffenen Platz durch Angriffe mit einigen Schadenspunkten nutzen kann.
Obwohl ich 17 Kreaturen spiele, sind nur 11 enthalten, die eine Power von 2 oder mehr aufweisen. (Und da sind die Mudbrawler Cohorts schon miteingerechnet.) Darüberhinaus fühlt man sich in diesem Deck immer geflooded – da die Giantbeatings nicht als Permanents dem Gegner dauerhaft Schadenspunkte zufügen, sondern lediglich einmal vorbeischlitzen, und dabei zudem viel zu oft sinnlos geblockt werden. (Und das, obwohl ich um ein Land weniger spiele, als noch im zuletzt gezeigten Deck.)
Viel besser wäre in diesem Haufen gewesen, die beiden Faerie Macabres – die ich auch aus manatechnischen Überlegungen zugunsten der Beatings im Board gelassen habe – zweimal anstelle der grün/roten Sorcery ins Deck zu integrieren.
Auch der Grief Tyrannt gefällt mir in dieser Liste nicht wirklich – seine einzige Existenzberechtigung ist die Harmonie mit Cragganwick Cremetor. Bloodmark Mentor hat mangels großer roter Kreaturen auch keine wirkliche Aufgabe, sollte durch Pili-Pala (Evasion) oder Revelsong Horn ersetzt werden.
Aus dem Draft habe ich einiges gelernt. 
Draft 3

Score? anzeigen3 – 0 Finalsieg
Das Pic ist leider nicht so übersichtlich wie die ersten beiden – ich habe leider erst beim Sideboarden daran gedacht.
Auch hier haben wir wieder einen rot-schwarzen Schimmelhaufen, ganz anders gebaut als der erste, und viel erfolgreicher als der zweite. Schon beim 1-Drop beginnend (Doppel Tattermunge Maniac) sind die Kreaturen mit einer viel höheren Durchschnittspower gesegnet, haben zudem auch Fähigkeiten, mit denen man vorhandenes Mana (anders als bei multiplen Giantbeatings) im späten Spiel sinnvoll nutzen kann. (Spiteflame Witch war hier mehr als einmal Gamewinner.)
Der Sootstoke Kindler harmoniert prächtig mit Ashenmoor Gouger und anderen teuren Drops, der Scuttlemutt findet seine Existenzberechtigung in Mudbrawler Raiders und Sootwalkers. Overall betrachtet ist viel mehr Beef vorhanden, das aus den Tricks wie Ember Gale oder Incremental Blight Nutzen schlagen kann.
Ember Gale finde ich preboard eine Nuance stärker als Traitor's Roar – gegen dicke grüne Kreaturen bekommt aber auch der teure Spell seinen Einsatz im Rampenlicht.
Draft 4

Score? anzeigen0 – 1 Viertelfinalniederlage
Auch in diesem Draft wollte ich ursprünglich das schwarz–rote Erfolgskonzept forcen, und nahm mit Ashenmoor Gouger im ersten Pick die ultimative Waffe für dieses Deck. Eine gepasste Oversoul of Dusk schrie jedoch förmlich nach Incremental Blight bei meinem Vordermann.
Als dann im dritten Pick Jaws of Stone, im vierten Pick Kulrath Knight – ohne nennenswerten weiß/grünen Karten daherkamen musste ich mich zwar gewaltig wundern, dachte aber daran, Oversoul of Dusk als „Hatepick“ einzustufen. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. In den folgenden Picks und Boostern kamen ausschließlich weiße und grüne Karten, und zwangen mich zu einer Änderung meiner Draftstrategie.
Durch das – erzwungene – Geswiche fehlten mir natürlich beim Deckbau die Alternativen, und ich musste mit dem Vorlieb nehmen, was denn da so vorhanden war. Jaws of Stone kombiniert mit Elsewhere Flask habe ich – wie schon so oft – als Silverbullet für den Gegenüber ins Deck gepackt. Kommt‘s, heißt es good game, kommt's nicht, dann habe ich zumindest versucht, den Gegner zu besiegen.
Das Beseech the Queen war dafür vorgesehen, einen der beiden Komboparts bzw. die Oversoul of Dusk aus der Library zu suchen. Ansonsten stehen einer guten Anzahl an soliden Kreaturen und Spells (die Spectral Procession, Wilt-Leaf Cavaliers, Ballyknock Cohorts…) eine ganze Menge an suboptimalen Karten (haha Gleeful Sabotage – auch wenn ichs gern spiele -, Mudbrawler Raiders, Scrapbasket, Barrenton Medic ohne Synergien) gegenüber.
Auch wenn das Deck wohl etwas besser ist, als der Score ausdrückt, so habe ich im Endeffekt einfach gegen einen G/R Gegner verloren, der mir mit Doppel Old Ghastbark eine unüberwindbare Wall ins Gesicht gelegt hat.
Draft 5

Score? anzeigen3 – 0 Finalsieg
Beim Bauen dieses Decks kamen bei mir immer und immer wieder die Erinnerungen an das erfolglose Oversoul of Dusk – Deck (Draft 4) hoch. Wie soll man mit einem Deck, das nahezu kein Removal, dafür Reknit und (S)crapbasket zockt, auch nur ansatzweise die erste Runde überstehen?
Doch anders als erwartet entpuppte sich dieses Deck als wahre Beatdownmaschine, die dem Gegner gar nicht genug Zeit ließ, irgendwelche für mich unhandelbaren Bedrohungen zu legen.
Specral Procession war natürlich die Keykarte dieses Decks, doch auch andere Kreaturen hatten ihren Glanzauftritt. Beispielsweise Barrenton Medic und Woeleecher aus dem Board für Reknit (das wirklich seine Existenzberechtigung hatte) und Elvish Hexhunter, die den R/G Ramp Gegner im Alleingang zur Verzweiflung trieben, während die fliegenden Token den Sieg einfuhren.
Auch die Kombination aus Scrapbasket, Steel of the Godhead und Shield of the Oversoul (7/6 indestructible, lifelink, flying, unblockable) wusste zu überzeugen.
Einen weiteren netten Auftritt hatte Inquisitor's Snare. Mein Gegner war auf bescheidenen zwei Lebenspunkten, mit durch Power of Fire ausgerüsteten Sootwalkers im Spiel. Ich hatte Safehold Sentry, sowie zwei Spectral Procession – Token und ein Inquisitor's Snare nachgezogen.
Ich griff mit allem an, er blockte erwartungsgemäß den 2/2 Critter, pingte vor Damage auf einen meiner Flieger. In response Inquisitor's Snare bedeutete Good Game – schließlich verhindert es allen Schaden, den eine blockende oder angreifende Kreatur in dieser Runde machen würde. (Amk. der Red.: in diesem Fall vermutlich auch in der nächsten Runde - MM)
Die Erkenntnis des Tages war für mich – diese habe ich übrigens regelmäßig 1-2 mal pro Draftformat: Je aggressiver man selbst ist, desto unabhängiger ist man von den Drops der Gegner. Eine weitere war die, dass man die Hybridauren durchaus auch auf einfarbigen Kreaturen gewinnbringend anbringen kann.
So ist ein fliegender 4/4 First Striker (Ballyknock Cohort mit Shield of the Oversoul) fast ebenso gut wie ein Rune-Cervin Rider mit Lifelink (Steel of the Godhead.)
Draft 6

Score? anzeigen2 – 1 Finalniederlage
Vor euch liegt wohl das (durch gutes Aufreissen und nette Nachbarn begünstigte) „Paradebeispiel“ eines SSS–Controldecks. Mit Karten wie Oona's Gatewarden, Oracle of Nectars, Silkbind Faerie wird genug Zeit erkauft, um mit teuren Bomben wie Twilight Sheperd oder Isleback Spawn das Game in wenigen Runden zu beenden. Abgerundet wird dieser Plan durch Carddraw (durch Sygg, River Guide – der übrigens in Kombination mit Glen Elendra Liege unglaublich hässlich wird. ) und dem besten Removal, was die beiden Farben zu bieten haben (in Form der Prison Term und Biting Tether).
Das einzige kleine Manko, das ein solches Deck besitzt, ist die Gefahr, gegen gegnerische Bomben – die, die man nicht schnell genug handeln kann – zu wenig Druck aufbauen zu können, und dementsprechend zu verlieren. So auch passiert im Finale, als mein Gegner in der jeweils gerade ungünstigsten Situation seine Oona, Queen of the Fae aufs Board geknallt hat.
Dass ich hier übrigens tolle Powerkarten wie Murderous Redcap, River's Grasp oder auch Gloomlance nicht spiele, liegt einzig und allein daran, dass dieses Deck qualitativ dermaßen gut bestückt ist, dass ich die zusätzlichen Removal nicht wirklich brauche, und meine Manabase deswegen nicht gefährden will.
Draft 7

Score? anzeigen0 – 1 Viertelfinalniederlage
Dass der Versuch, ein Control-Deck zu draften nicht immer so gut ausgehen kann wie im vorangegangenen Beispiel, zeigt dieser Haufen hier.
Doppel Elsewhere Flask bzw. Rotsplash kombiniert mit Firespout und Jaws of Stone hat zwar zumindest das Potential beim Gegner kräftig aufzuräumen, alles in Allem fehlen diesem Deck aber sowohl die zusätzlichen harten Removalspells, als auch die guten Kreaturen (mit Ausnahme von Isleback Spawn), die aus der Anwendung der roten Sorceries Kapital schlagen können.
Die Einzelkarten Plumeveil, Spectral Procession oder auch Order of Whiteclay bürgen zwar für individuelle Klasse, haben aber mehr oder weniger keine Synergie oder gemeinsames Konzept.
Zudem sind Kombos wie Barrenton Medic und Woeleecher, oder Steel of the Godhead mit einer der drei blau/weißen Kreaturen (inkl. Crapbasket) zwar nett wenn sie kommen, für sich alleine aber – wie Jaws of Stone + Elsewhere Flask - relativ wertlos.
Einen Finaleinzug und damit ein 2-1 würde ich aber diesem Draftdeck bei einigen glücklichen Draws trotzdem zutrauen, gerade hier hat mich jedoch in der ersten Runde auch ein wenig der Shufflebot geärgert – das verzeiht dieses Deck nicht.
Abschließend bleibt über das Shadowmoor – Draftformat zu sagen, dass es wohl mit der Addition von Eveningtide noch einmal kräftig durchgeschüttelt werden wird, allgemeingültige Aussagen für die Nats daher noch mit Vorsicht zu genießen sind.
Dennoch ist es kein Fehler, auch dieses Format bis ins Detail zu trainieren, schließlich bleiben 2/3 des Formates gleich.
Als kleine Draufgabe möchte ich euch noch (unkommentiert) die drei Draftdecks zeigen, die ich im LLM Format zum Üben gebaut habe, hier kann ich guten Gewissens behaupten, schon relativ gut beheimatet zu sein. 
Draft 8

Score? anzeigen3 – 0 Finalsieg
Draft 9

Score? anzeigen0 – 1 Viertelfinalniederlage
Screwbedingt, das ist definitiv ein 3 – 0 Deck. 
Draft 10

Score? anzeigen3 – 0 Finalsieg
MM |
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| 9 Kommentare | |   |
| #1 | Alexander Friedenberger | 19.07.2008 - 01:05 |
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Also phips, ich lese deine walkthroughs wirklich gerne, aber dieses "hinklatschen" von draft decks fand ich jetzt nicht so prall, nächstes mal weniger masse und mehr klasse bitte |
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| #2 | Ludwig Frischmann | 19.07.2008 - 08:26 |
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Bie mir kann man die Decks nicht wirklich gut erkennen.. also man muss schon 3 mal hinschauen und dann ratern welche karte des ist..auch wenn ich draufklicke. |
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| #3 | Florian Hönicke | 19.07.2008 - 09:09 |
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Was draftest den 4-3-2-2 oder 8-4? |
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| #4 | David Blüher | 19.07.2008 - 09:32 |
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man kann die decks schon erkennen muss nur zweimal draufklicken |
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| #5 | Alex Fanghänel — Modo | 19.07.2008 - 09:42 |
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Die Decks lassen aber auch den momentanen Verlauf der Drafts auf Modo erkennen: Am Anfang wusste keiner um die Qualität des roten Schimmels - man hat ihn immer bekommen. Mittlerweile muss man sich um die roten Karten prügeln oder aber gerade GW oder UG abfassen, wenn man surft.
Und die Decks mittels ihres Scores zu bewerten halte ich auch für...gewagt. Zum einen spielt die Qualität der Gegner, zum anderen auch die generelle Qualität der Booster am Tisch eine Rolle. Und auch nach einer "Viertelfinalniederlage" hätte man ja noch 2-1 gehen können... |
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| #6 | Thomas Jungmann — Man sollte immer 8-4 draften! | 19.07.2008 - 09:42 |
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Ansonsten fehlt mir vor allem die Manabasis bei den meisten Decks, und ein wenig mehr Kommentare zu den nichtgespielten Karten.
Das diese Art von Artikeln für meinen Internetanschluss nichts ist, kommt dazu, was den Artikel an sich natürlich nicht abwertet.
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| #7 | Tobi Henke — also | 19.07.2008 - 09:45 |
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ich glaube ja, dass in Deck #2 die Schimmelhaufenstrategie durchaus berechtigt ist (auch der Verzicht auf Faerie Macabre), aber dass Grief Tyrant da nicht drin sein darf. Scuzzback Scrapper und Smash to Smithereens müssten dafür irgendwie noch rein.
@Ludwig: Echt? Kann es sein, dass dein Computer eine Auflösung verwendet, die kleiner ist als die der Bilder? Dann werden nämlich (je nach Browser) auch die vergrößerten Pics zuerst noch verkleinert dargestellt und man muss (je nach Browser) noch irgendwie klicken und dann halt scrollen... Ich kann jedenfalls alle Karten sogar lesen! |
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| #8 | Florian Reiter | 19.07.2008 - 12:55 |
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Draft 7: Warum spielst du denn Crapbasket über die zweite Scarecrow? Nur um es dir mit dem Steel reinzulucken? |
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| #9 | Andreas Pischner — zeromant.wordpress.com | 19.07.2008 - 18:02 |
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Zunächst mal finde ich es gut, dass Phips mal etwas andres als den üblichen Walkthrough gemacht hat!
Die Aussagekraft des Ganzen lässt natürlich zu wünschen übrig - Zehn Drafts im K.O.-System sind immer noch eine zu kleine Stichprobe, und da sind so viele Variablen (Draftniveau allgemein, Boosterniveau allgemein, Auslosung, Ziehglück, Durchspielform), dass man keine wirkliche Korrelation zwischen Deck und Ergebnis postulieren kann. Ich weiß noch gut, wie ich mit meinen besten Draftdecks damals teilweise 0:1 ausgeschieden bin, während ich andererseits mit dem größten Schrott Drafts gewann, einschließlich eines Drafts, in dem ich die Picks 2-20 oder so wegen Connection Problems verpasst hatte!
Ach ja, 8-4 oder 4-3-2-2 wäre noch eine wichtige Information gewesen, und ich verstehe auch nicht, warum Phips die Drafts nicht in chronologischer Reihenfloge auflistet. Und die Kartenbilder sind auch mit allem Klicken nicht gut zu erkennen, aber ich fürchte, da liegt die Hauptschuld direkt bei MTGO... (Und zusätzliche Decklisten wären schon gut gewesen, und sei es auch nur, damit man die Länder nicht selbst zählen muss!)
Kommentare zu den Drafts:
1: So muss das aussehen! Scheiß auf Trashs Schimmelhaufen-Archetyp - Manaforge Cinder ist einfach schlecht und gehört nur in Extremsituationen ins Deck. Gute 2-Drops sind genügend vorhanden, Removal und Power auch, und dann hat man eben ein gutes Deck. (Scar ist übrigend wirklich kein 1-Drop!)
2: Hier ist der Cinder entschuldbar, da man genügend Giantbaiting hat. Die Manakurve ist dann aber einfach zu hoch, es fehlt günstiges Removal, und man spielt zu viel meh-Kram (Boggart Horde ist am Schlimmsten). Manaforge Cinder und Grief Tyrant gehören nun einmal nicht ins selbe Deck.
3. Das Deck gefällt mir nicht ganz so gut, trotz 3:0 - es sieht aus, als wenn da ein Mono-R-Draft schieflgelaufen wäre, oder man wegen eines Incremental Blight auf Teufel komm raus Schwarz draften wollte. Ein Splash für die Witch (wenn überhaupt) hätte mir besser gefallen, aber dafür fehlte, sow wie es aussieht, am Ende ein kleinen bisschen Power. Die Berechtigung für den Scuttlemut ist übrigens nicht zuletzt, dass er Mana macht!
4. SIeht aus wie ein schief gegangenes Mono-.W. Jaws nur über Flask sinnvoll nutzbar, Devoted Druid in einer undankbaren Rolle als verschenkter 2-Drop, viel zweit- und drittklassiges Zeug - ein würdiges 0:1-Deck!
5. Das Gleiche in gelungen: Einfarbig, gute Kurve, solide Qualität, Karten, die sinnvolle Funktionen erfüllen. Super übrigens dieses Zitat: "Die Erkenntnis des Tages war für mich – diese habe ich übrigens regelmäßig 1-2 mal pro Draftformat: Je aggressiver man selbst ist, desto unabhängiger ist man von den Drops der Gegner." Hast Du auf Deine alten Tage also tatsächlich doch noch gelernt, Aggro zu draften, Phips?
6. Schon viel eher ein Phips-Deck - U/B-Kontrolle mit hoher Qualität - aber total verbaut! Man muss wirklich nicht auf 7 Mana für einen Spawn warten, wenn man diese Qualität besitzt! Dann wird auch gleich die Manakurve flacher, und man stellt plötzlich fest, dass man eigentlich B/W ist, MIT Redcap (wie kann man nur ohne?) und Gloomlance. Thistledown Duo und Faerie Macabre ersetzen wunderbar das blaue Viehzeugs, was rausgeht. Einziger echter Verlust ist der superstarke Biting Tether, aber Schwarz bietet insgesamt einfach deutlich mehr! Ich habe den deutlichen Eindruck, dass Phips die B/W-Option gar nicht gesehen hat!
7. Das war wirklich nix, ein völliger Haufen! Statt Mountains spielt man übrigens lieber eine dritte Flask. Watchwing Scarecrow muss rein, Steel ist für ein Kontrolldeck viel zu unzuverlässig, Snare muss rein, Whimwader ist in der Defensive stärker als Burrenton Medic - so hätte man das Deck noch einigermaßen retten können. Gut wäre es immer noch nicht. So, wie es da steht, passt der Score wieder!
8. Fertile Ground im Sideboard? Wie bitte? Ansonsten Superqualität, aber vielleicht etwas zu hohe Manakurve. Ich weiß auch nicht, ob der Harbinger es wert ist, trotz Thorntooth. naja, hat ja gerecht.
9. Scheiß auf den Changeling Hero, Weiß raus aus diesem Deck! Qualität ist genug vorhanden, und Footbottom Feast muss hinein, um die Rekursions-Engine noch konstanter zu machen.
10. Trotz Colossus gewinnt dieses Deck mit weniger Grün wohl zuverlässiger. (Und die kritische Masse für Cenn's Heir wurde tatsächlich erreicht!) Mourncaller und Earthbrawn würde ich ja noch splashen, aber für Gilder und Colossis muss man die Manabasis unnötig zu sehr verbiegen. (Man kann ja im Zweifelsfall immer noch beim Sideboarden transformieren, wenn man glaubt, den CC zu brauchen). |
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